Als ich noch in München lebte, entdeckte ich in einer Fuge meiner winzigen Dachterrasse einen Sprössling. Bald stellte sich heraus, dass es sich dabei um eine Birke handelte.

Vorsichtig habe ich das winzige Bäumchen aus der Fuge gezogen und in einen Topf gepflanzt. Und im Laufe der Jahre entwickelte sich eine stattliche Birke, die auch mit an den Ammersee gezogen ist – und dem Umzug auch gut überstanden hat: sie wuchs und wuchs.

dachterasse-mit-birke

Über 30 Jahre hat sich die Birke gehalten, dann fiel im vorletzten Frühjahr eine Invasion von Blattläusen über sie her, die allen jungen Blättchen den Garaus gemacht hat. Ich wiederum habe den Blattläusen den Garaus gemacht, indem ich alle Äste abgeschnitten habe. Das war ein Fehler! Die Birke trieb nicht mehr aus, sondern ging ein.

Das muss aber nicht am Radikalschnitt gelegen habe, wie mir eben meine liebe Freundin Karin Greiner sagte. Die Biologin und Pflanzenexpertin vermutet, dass die Birke bereits durch Pilzbefall oder eine andere Krankheit geschwächt war und deshalb auch den kleinen Saftsaugern so gut gefallen hat.

Wie dem auch sei, ohne Birke sah meine Terrasse öde aus, weshalb ich vor ein paar Wochen auf die Idee kam, eine neue zu kaufen – eine sogenannte Sandbirke.

Die habe ich eingepflanzt, und seit ein paar Tagen zeigt sie schon die ersten Knospen.

birke

Ich werde nun jeden Tag ein Foto machen und die Entwicklung des Blättchens dokumentieren – weil es mir Freude macht, Pflanzen beim Wachsen und Gedeihen zuzuschauen.

Es gibt übrigens noch weitere Birken auf meiner Dachterrasse, entstanden aus rumfliegenden Samen. Die der Wind zu tausenden jeden Herbst zum Missvergnügen von Balkon- und Terrassenbesitzern durch die Lüfte wirbelt.

Wie man sehen kann, haben die Knospen dieser winzigen Bäume sich bereits entfaltet. Das liegt daran, dass sie in kleinen Töpfen wachsen, und ich die Töpfe jeden Abend in die warme Wohnung hole. Was ich mit der großen Birke ja leider nicht machen kann. Also steht die arme Birke draußen und friert. Aber nicht mehr lange … hoffentlich. Schließlich haben wir seit ein paar Tagen Frühling …

Meine Freundin, die Birke

4 Gedanken zu „Meine Freundin, die Birke

  • 26. März 2019 um 09:03
    Permalink

    Gedankenübertragung? Gerade schreibe auch ich in meinem Blog über die Birke… Bin schon sehr gespannt auf Deine Dokumentation – und habe alle meine Leser vom Pflanzenlust-Blog ebenfalls aufgerufen, Dir dabei zu folgen.
    Birkengrüne Grüße
    Karin

    Antworten
  • 26. März 2019 um 09:22
    Permalink

    Oh, danke, liebe Karin!
    Nachdem gestern hier wieder ein Wintereinbruch (mit heftigem Schneetreiben) herrschte, hat meine liebe Birke ihren Blättchen wohl gesagt: “Im Moment nicht weiterwachsen”. Denn das Blättchen sieht heute noch genauso aus, wie gestern. Aber ich warte mal den Nachmittag ab …

    Liebe Grüße zurück – Renate

    Antworten
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