amtsspracheEben bei: “Wer wird Millionär” (Abi-Special)

64.000 Euro-Frage:

Welche der folgenden Sprachen zählt zu den EU-Amtssprachen?

– Maltesisch
– Belgisch
– Zypriotisch
– Österreichisch

Die frisch gebackene Abiturientin meint: Belgisch. Sie sei sich aber nicht sicher, weil sie sich diesbezüglich überhaupt nicht auskenne.

Da fragt man sich dann schon, was die Gymnasiasten in Geschichte bzw. Politik lernen. In Belgien wird Niederländisch (Flämisch), Französisch (Walonisch) und Deutsch gesprochen.

Ein Mann aus dem Publikum erläutert, warum er zu Maltesisch tendiert.

Die Abiturientin zweifelt an der Glaubwürdigkeit seiner Aussage und ruft lieber ihren Geschichtslehrer an. Der sagt, wie aus der Pistole geschossen, das habe er gerade vor Kurzem im Freundeskreis diskutiert und deshalb wisse er, und zwar 100-prozentig: EU-Amtssprache sei: Österreichisch.

Das zum Bildungsstand deutscher Geschichtslehrer …

Richtig ist: Maltesisch

Amtssprache in Österreich ist: Deutsch

Amtssprachen in Zypern sind: Türkisch und Griechisch

EU-Amtssprache

8 Gedanken zu „EU-Amtssprache

  • 20. August 2018 um 21:59
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    Ich hätte Belgisch und Österreichisch ausgeschlossen und auf den 50:50 Joker gesetzt. Dass sie ihrem Geschichtslehrer mehr vertraut, als dem Mann aus dem Publikum, kann ich sogar noch verstehen. Der sollte jetzt aber zumindest seinen Freundeskreis mal überdenken und sich vielleicht selbst nochmal am Unterricht teilnehmen.

    Sollte ich irgendwann mal auf dem “heißen” Stuhl landen, bist Du jetzt schon bei meinen Telefonjokern gesetzt.

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    • 20. August 2018 um 22:09
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      Der Geschichtslehrer sollte sich nach den Ferien auf was gefasst machen … in seinen Klassen.

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    • 20. August 2018 um 23:13
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      Bayern, sofern ich mich nicht irre.
      Aber Pisa ist ja schon ein paar Jährchen her …

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  • 21. August 2018 um 09:44
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    Fiese Frage.
    Und gerade, wenn man sich ein bisschen auskennt, wird es nicht einfacher. Wer sich ständig mit EU-Regeln auseinandersetzt, z. B. im Maschinenbau oder in der Medizintechnik, hält irgendwann alles für möglich.
    Und wer sich in Facebook-Gruppen umschaut, in denen es um “deutsche” Rechtschreibung geht, wird immer wieder durch die Ösis und Schweizer aus dem Konzept gebracht. Insofern hält man letztlich auch die “EU-Amtssprache Österreichisch” keineswegs für abwegig.

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  • 21. August 2018 um 10:17
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    Dass ein Geschichtslehrer diesem Denkfehler (?) unterliegt und sich zu 100 % sicher ist, dass Österreichisch EU-Amtssprache ist, finde ich bedenklich. Hätte die junge Frau ihm vertraut, hätte sie 31.500 Euro weniger auf ihrem Konto.

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  • 21. August 2018 um 14:03
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    ich habe gestern, als ich das hörte, auch nur mit dem Kopf schütteln können. Was lernen die Schüler heute eigentlich noch in der Schule ?? Der jüngste Sohn meiner Freundin studiert u.a. Geschichte auf Lehramt und er hat sich köstlich amüsiert. Er hat schon etliche Kostproben des Schülerwissens (er macht z.Zt. seine Referendarzeit auf einer Gesamtschule) erlebt und meint, das dringend kompetente Lehrer notwendig sind. Während meines Berufslebens hatten wir einen Abiturienten, der kannte noch nicht einmal die Mitgliedsstaaten der EU. Mein Chef hat sich dann einen Spaß daraus gemacht, ihn vor die Weltkarte zu stellen und abzufragen. Da kam dann als Antwort, das man doch alles gogglen könne, wenn man es nicht wüßte ;-(( . Armes Deutschland !!

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    • 21. August 2018 um 19:40
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      In der Schweiz sind Amtssprachen: Deutsch, Französisch, Italienisch und Rätoromanisch.
      Wie eine österreichische Amtssprache aussehen sollte … nun ja. Eine Amtssprache wird schließlich auch geschrieben …
      Dass ein Geschichtslehrer so einem Fauxpas unterliegt, ist allerdings mehr als peinlich.

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