Vor vielen Jahren habe ich eine Flasche mit Essig entsorgt, weil sich darin so ein merkwürdiges Etwas gebildet hatte. Es sah nicht besonders appetitlich aus. Gallertartig – wie ein Alien.

essigmutter-2

Dann habe ich irgendwann erfahren, dass ich dieses “Alien” nicht hätte wegwerfen, sondern nutzen sollen und zwar zur Herstellung von Essig. Man nimmt die Essigmutter, gießt Wein darüber – und wartet. Man braucht die Essigmutter nicht unbedingt, denn wenn man den Wein lange genug stehen lässt, bildet sie sich von allein – durch Bakterien in der Luft. Aber MIT Essigmutter geht es halt schneller.

Löst man die oben schwimmende Essigmutter vom Rand, sinkt sie nach unten und bildet oben wieder eine neue. Macht man das öfter, hat man zum Schluss jede Menge Essigmütter, und das sieht dann so aus.

Essigmutter

Mit Rotwein funktioniert das bei mir prima, mit Weißwein leider nicht. Es soll am in Weißwein oft enthaltenen Schwefel liegen. Ich hab’s dann mit Ökowein (ohne Schwefel) probiert – hat leider auch nicht funktioniert.

Essigmutter

3 Gedanken zu „Essigmutter

  • 18. April 2016 um 11:32
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    Dann füttere die Mutter doch mal zusätzlich zum Weißwein mit ein bisserl Apfelmost, das mag sie bestimmt!
    Viel Erfolg beim Experimentieren – guten Essig zu machen, ist wirklich eine große Kunst.
    Liebe Grüße
    Karin

    Antworten
  • 12. Januar 2020 um 13:00
    Permalink

    Kann man Essigmutter medizinisch verwenden? Zum Beispiel für Umschläge bei Schmerzen?
    Hat jemand damit Erfahrung? Oder mal von sowas gehört?
    LG, Monika

    Antworten

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