Dass für meine Geschmacksknospen die Früchte des Bärlauchs das beste an diesem Wildkraut ist, habe ich ja schon mehrfach geschrieben. Und zur Zeit sollte man die Gunst der Stunde nutzen, denn jetzt ist der Bärlauch völlig verblüht, und man kann die Früchte ernten – im wahren Sinn des Wortes.

Vorhin habe ich einen Strauß gepflückt. Der steht jetzt – als Gewürzblumenstrauß sozusagen – in meiner Küche und wird mir aufgrund seiner langen Haltbarkeit in den nächsten zwei Wochen täglich seinen grünen Kaviar schenken.

baerlauchfruechte

Aber was ist dann? Hah, dann gehe ich zum Tiefkühlschrank und bediene mich dort. Denn ich habe getestet, ob man die grünen Kügelchen einfrieren kann. Man kann! Und im Gegensatz zu tiefgekühlten Bärlauchblättern, die ich überhaupt nicht mag, weil sie muffig schmecken und labberig sind, schmecken die tiefgekühlten Früchtchen genauso gut wie die frischen: knoblauchig aromatisch. Und sie sind genauso knackig wie im frischen Zustand, also überhaupt nicht labberig. Also habe ich eben noch einen großen Strauß Bärlauchfrüchte geerntet, abgezupft und in eine Tiefkühldose gefüllt.

baerlauchfruechte

Morgen werde ich noch eine weitere Dose füllen, und so bin ich mit Bärlauchfrüchten für die nächsten Monate gut versorgt. Vielleicht sogar bis zur nächsten Saison.

Bärlauch – der letzte in dieser Saison

6 Gedanken zu „Bärlauch – der letzte in dieser Saison

  • 7. Juni 2017 um 20:02
    Permalink

    Liebe Renate,

    Ich bin jetzt auch so langsam auf den Bärlauchgeschmack gekommen, der für mich eine angenehm milde Knoblauchalternative ist.

    Leider sind meine Fähigkeiten am Herd, um es höflich auszudrücken, sehr eingeschränkt, deshalb werde ich mich lieber bei Gelegenheit mal bei Dir zum Essen einladen 😉

    Liebe Grüße aus Colonia

    Antworten
    • 8. Juni 2017 um 11:03
      Permalink

      Freut mich, dass ich dir ein neues, gesundes und wohlschmeckendes Wildkraut/Gemüse nahebringen konnte. Dazu brauchst du auch gar nicht kochen zu können. Ich selbst koche damit auch nur selten, sondern verwende Blätter, Blüten und nun die Früchte frisch – indem ich sie über Salate, Rohkost und Brote mit Frischkäse streue.

      Antworten
  • 8. Juni 2017 um 12:23
    Permalink

    Bärlauch ist eine wunderbare Sache und wenn man, wie Du, auch noch die Früchte ernten und konservieren kann, ja dann hat man hoffentlich bis zum nächsten Jahr ausgesorgt. Aber ich wette, das Deine Vorräte nicht so lange halten, oder ????
    Liebe Grüße und der Strauß für die Küche ist einfach klasse.
    Deine Christiane mit dem Rest.

    Antworten
    • 8. Juni 2017 um 17:16
      Permalink

      Also, bis in den Herbst halten meine Vorräte auf alle Fälle … und der Strauß in der Küche hält bestimmt zwei bis drei Wochen.

      Antworten
  • 13. Juni 2017 um 19:40
    Permalink

    Nein, die Samen im Glas haben sich nicht zwei Wochen gehalten, sondern sind gereift. Also bockelhart.
    Tipp fürs nächste Jahr: die frischen Früchte einfrieren (was ich gemacht habe). Also ernten, wenn sie noch Blüten tragen – oder direkt danach.

    Antworten
  • Pingback:Salat mit Wildkräutern - Renate Blaes

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.