Auf meiner Joggingstrecke laufe ich stets an etwas vorbei, was leider im Aussterben begriffen ist, weil der Mensch überall rumpfuschen muss: eine Blumenwiese.

blumenwiese

Auf folgendem Foto kann man sehen, was ich meine: links auf dem Foto ist eine Wiese, die nicht von einem Bauern bewirtschaftet wird, sondern vom Landschulheim Schondorf. Demzufolge wird dort auch kein Unkrautvernichter gestreut, sondern die Wiese so belassen, wie die Natur sie dafür vorgesehen hat: mit Blumen. Und so weit ich weiß, findet dort auch öfter Naturkundeunterricht vor Ort statt.

wiese ohne blumen

Auf der rechten Hälfte des Fotos ist eine Bauernwiese, auf der lediglich ein paar Margariten ihr einsames Leben fristen. Vermutlich haben sich im vergangenen Jahr ein paar Samen dort hin verflüchtigt, die der Unkrautvernichter nicht erwischt hat.

Auf der Landschulheim-Wiese dagegen dürfen die Blumen nach Herzenslust blühen: Wiesensalbei, Lichtnelken, Margariten, zottiger Klappertopf, Witwenblumen und etliche mehr. Die Bienen haben ihre Freude daran!

Wie man auf einem Foto sehen kann, hat eine der Bienen keine gelben Pollen an den Beinchen, sondern rote. Vermutlich hat sie vorher purpurrote Taubnesseln besucht, die zwar nicht auf, aber ganz in der Nähe der Wiese blühen.

Die Blume mit dem ulkigen Namen “zottiger Klappertopf” (Namensherkunft hier beschrieben) sieht aus der Nähe übrigens so aus:

Ausnahmeerscheinung: Wiese mit Blumen

3 Gedanken zu „Ausnahmeerscheinung: Wiese mit Blumen

  • 15. Juni 2019 um 09:22
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    Ich habe auch ein Auge für die Schönheit von Wiesenblumen, weil ich in einer Zeit aufgewachsen bin, als sie an jeder Landtsraße wuchsen und die Kornfelder noch voller Kornblomen, Mohn und Kamille waren. In meiner Kindheit am Sonntag mit dem Fahrrad unterwegs zu meiner Oma habe ich ihr damals immer einen Strauß Wiesenblumen mitgebracht, worüber sie sich jedesmals sehr freute.
    Letzte Woche war ich auf Fehmarn, dort gibt es sie noch, beim Pflücken flogen sogar einige Hummeln an mir vorbei. Was für ein Glück!

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    • 15. Juni 2019 um 09:42
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      Ja, liebe Paula, dieses Glück hatte ich auch. Ich bin ja auf dem Land in einem kleinen Dorf aufgewachsen. Hinter unserem Haus langen Wiesen – voll mit Blumen. Und auch ich habe Blumensträuße gebunden, für meine Mama.

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  • 18. Juni 2019 um 17:07
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    Bunte Wiesen sind einfach etwas Wunderbares – und werden hoffentlich wieder mehr! Ich durfte im Urlaub in den Bergen in Wiesen wahrhaft schwelgen, in den Bergregionen gibt es sie noch. Wiesen sind nur durch Kultur des Menschen entstanden und müssen durch Bewirtschaftung auch erhalten bleiben. Aber die Art der Bewirtschaftung macht es aus, ob ein buntes, lebendiges, artenreiches Biotop entsteht oder nur monotones Intensivgrünland. Wenn wir alle daran arbeiten und bereit sind, für den Erhalt von Wiesen etwas zu leisten, dann werden sicher auch die Landwirte den Wert dieser einzigartigen Lebensräume wieder erkennen. Siehe dazu auch den wirklich tollen Film von Jan Haft “Die Wiese – ein Paradies nebenan” (Trailer z.B. hier: https://www.ardmediathek.de/br/player/Y3JpZDovL2JyLmRlL3ZpZGVvLzQ4OWYyMTkyLTVjMDQtNGVkYy1iMTJiLTMwYTFlZTI5MzE3NA/)
    Und Bienen tragen oftmals bunte Pollen ein – man kann abschätzen, von welchen Blumen, dafür helfen manche Webseiten, etwa diese hier: https://www.die-honigmacher.de/kurs2/pollen.html
    Wiesenbegeisterte Grüße
    Karin

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