“Letzte Mahnung” von Katja Günther

Am 31. August habe ich Post von der Rechtsverdreherinanwältin Katja Günther bekommen. Diese Dame ist berühmt berüchtigt dafür, dass sie unter anderem ein Onlineportal namens “Gedichteserver” vertritt. Auf dem Gedichteserver kann man Gedichte abrufen – aber für Geld. Für 59,95 Euro genauer gesagt. Darüber habe ich hier vergangenen Sommer bereits geschrieben und hier kurze Zeit später nochmal.

Der ganze Ablauf der Mahnerei ging so:

22. Juli 2008: Sogenannte “Letzte Mahnung”erhalten – direkt von der Firma “Online Content Ltd”. Darauf hin habe ich der Firma ein Fax geschickt und darauf hingewiesen, dass ich weder eine Rechnung noch eine 1. Mahnung erhalten habe. Reaktion der Firma: keine.

26. August 2008: “Mahnung” von Frau Günther erhalten. Ich habe ihr eine Email geschickt, in der ich ihr mitgeteilt habe, dass ich die Rechtslage kenne und sie sich weitere Schritte sparen könne.

10. Januar 2009: letzte außergerichtliche 2. Mahnung von Frau Günther erhalten – mit Androhung eines Gerichtsverfahrens.

Dieses Verfahren werde ich nun in aller Ruhe abwarten, rechne allerdings nicht damit, dass die Dame tatsächlich ein Gericht bemüht, denn die Rechtslage ist eindeutig: wer kostenpflichtige Dienstleistungen im Internet anbietet, muss die Kosten deutlich sichtbar machen und nicht im Kleingedruckten verstecken. Siehe auch den Artikel bei Computerbetrug.de

Falls ich wider Erwarten doch einen Mahnbescheid erhalte, werde ich Widerspruch einlegen. Das ist wichtig und geht ganz einfach: lediglich ein Kreuzchen auf dem Mahnbescheid abei “Widerspruch” machen und den Bescheid ans Gericht zurück schicken. Näheres zum Thema Mahnbescheid gibt es hier Artikel bei Computerbetrug.de.

Und hier der Link zu einem Blog, wo über das Thema ausgiebig diskutiert wird – von Betroffenen. Fazit: NICHT ZAHLEN!

10 Antworten auf “Letzte Mahnung” von Katja Günther

  • Bernd sagt:

    Liebe Renate,
    nicht zahlen ist richtig. Wichtig ist, wie ich mal gelesen habe, auch die Beweissicherung. In dem Fall, die Ansicht der Homepage des Gedichteservers. Es wird empfohlen, die komplette Seite auf dem eigenen PC zu speichern.
    Liebe Grüße
    Bernd

  • Renate sagt:

    Offensichtlich wurde bei niemandem ein gerichtliches Mahnverfahren eingeleitet, lieber Bernd.

    Ich sehe der weiteren Entwicklung mit Gelassenheit entgegen.

    Herzlicher Gruß von Renate

  • Doris sagt:

    Ach je, sie schon wieder … Hartnäckig ist sie ja, das muss man ihr lassen. ;-)

    Liebe Grüße,
    Doris

  • Renate sagt:

    Ja klar, liebe Doris, denn sehr viele haben Angst vor gerichtlichen Schritten und zahlen dann einfach. Sie verschickt ja zehntausende von solchen Schreiben.

    Lieber Gruß von Renate

  • Peter sagt:

    ja ja diese “nette Dame” kann nur jede(r)m raten – nicht zahlen und wenn der Aufwand nicht zu nhoch ist :
    Anzeige bei der Rechtsanwaltskammer und der zuständigen Staatsanwaltschaft – und nur nicht zahlen!

    Ganz lieben Gruß aus Österreich Peter

  • Ute sagt:

    Liebe Renate,
    dann wirst Du ja richtig Spaß mit der Dame bekommen können ;-).
    Mein Jüngster hat 2/07 sich auf der Webseite von IQ-Fight
    sehen lassen. Erst gab es Mahnungen und allerletzte Mahnungen der Internetfirma, auch per e-mail. Dann schrieb uns eine Anwaltskanzlei Hoeller an. Bei Betroffenen nicht unbekannt. Dann folgte Anwaltskanzlei Günther mit 1., 2., 3.Mahnung, 9/08 gefolgt von der Ankündigung eines gerichtlichen Klageverfahrens. An dies war als “Beispiel” für ihren Erfolg ein Urteil vom Amtsgericht Wiesbaden mit geschwärzten Daten angeheftet, in welchem die Klage gegen einen routenplaner abgewiesen wurde. Doch nun kommt der nächste “Klops”, Frau Günter vertritt eine andere Firma als die Kanzlei Hoeller, nur die Beträge und die sogenannten Eingangsdaten stimmen überein.
    Wir haben nach der letzten Mahnung der Internetfirma an diese einen Brief/Einschreiben-Rückschein geschickt und warten nun alles weitere ab. Keine Reaktionen unsererseits auf Schreiben von zweifelhaften Rechtsanwälten.
    Gibt es nicht Anstrengungen diese Dame aus der Rechtsanwaltskammer zu “schmeißen” ?

    Danke für die Links

    Liebe Grüße Ute

  • renate sagt:

    Doch, liebe Ute, es gibt jede Menge Menschen, die Anzeige erstattet und mit der Anwaltskammer Kontakt aufgenommen haben. Ein Verfahren gegen die “Dame” läuft.
    Doch bis dahin wird sie täglich viele Euros einnehmen, weil vermutlich viele der Angeschriebenen aus Angst vor einem Gerichtsverfahren einfach bezahlen.

    Trotzdem ist das ganze eine unglaubliche Schweinerei!

    Tipp von Fachleuten (Rechtsanwälten): nicht bezahlen. Nur im Fall eines (nicht zu erwartenden) Mahnbescheid muss man widersprechen. Siehe oben…

    Herzlicher Gruß von Renate

    P. S.: Das von dir erwähnte Urteil des AG Wiesbaden gibt es ja in der Tat. Nur hat es mit den Forderungen überhaupt nichts zu tun. Da die “Schuldner” das aber nicht wissen, denken sie, diese Rechtsverdreherin habe das Gericht auf ihrer Seite. Was definitiv nicht stimmt. (siehe den Link zu Computerbetrug).

  • Pingback: Drolliges Internet : Renate Blaes

  • andreas sagt:

    a ja hab auch einen Brief von der Katja
    und der ist recht lieb geschrieben
    aber ich werde das nicht bezahlen

  • Monika sagt:

    Da die Frankfurter Staatsanwaltschaft und die Oberstaatsanwältin Doris Möller-Scheu heftigst an Anklagepunkte gegen die Betreiber dieser Abzockportale und Katja Günther arbeiten wäre sicher auch diese Adresse ein Anlaufpunkt für zahlreiche Beschwerden….nur mal so am Rande.

    Übrigens diese Madame Katja Günther schimpft sich Rechtsanwältin (unter anderem auch für Internetrecht) und verstößt auf Ihrer Webseite “http://www.kglaw.de/ selbst gegen geltenes Recht.
    Denn der Gesetzgeber schreibt vor, dass Gewerbetreibende (auch eine Kanzlei)auf Ihrer Webseite mindestens eine gültige Telefonnummer und eine e-Mail-Adresse stehen haben müssen.

    Ein weiterer Grund besagter Dame mittels Anzeigen das Leben etwas zu versüßen (ironie).

    Was mich eigentlich in diesem Zusammenhang viel mehr wundert, ist die Tatsache, das zum Beispiel Firmen (Adobe, Google usw.) deren Updates eigentlich kostenlos sind hier nicht mit ins Boot gegen diese Abzocker geholt werden.

    Ich kann mir doch auch nicht einfach Produkte anderer Firmen nehmen und dann verkaufen. Und das auch noch ohne Zustimmung dieser Firmen.
    Im übertragenen Sinn ist das Diebstahl und Hellerei…jedenfalls nach meinem Rechtsemfinden.
    Ich bin durch diverse Umleitungen z.B. wegen eines Updates für den Adobe Flashplayer in einem blöden Moment so auf diese Betrüger reingefallen. Bekomme in regelmässigen Abständen e-Mails (die ich schon gar nicht mehr öffne) und werde einzig auf einen gerichtlichen Mahnbescheid reagieren…natürlich mit einem Widerspruch gegen diesen.

    Aber da die diversen Staatsanwaltschaften fleissig gegen diese Betrüger sammeln, sollte man ihnen auf allen erdenklichen Wegen (eben auch durch direkte Anzeigen und mit Hilfe der einzelnen Rechteinhaber/Firmen der jeweils gedownloadeten Produkte) behilflich sein.

    Banken können zwar Konten sperren…aber was bringts? Hingegen können die zahlreichen Unternehmen der jeweiligen Software/Produkte, bei sich häufenden Beschwerden, ganz andere Geschütze auffahren.

    Betroffene sollten also mehrere Wege gehen um diesen Betrügern das Handwerk zu legen.

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