Wie die Beschreibungen in Kontaktanzeigen zu verstehen sind – Nr. 2
Und nun die Beschreibungen der Männer – interpretiert.
Er sucht sie
Akademiker = Volkshochschüler mit Diplom
attraktiv = dunkelblond, mittelgross, vollschlank
charmant = selbstgefälliger Schleimer
direkt = hält nichts von Vorspiel
familienorientiert = klassischer Stubenhocker mit Pascha-Allüren
fröhlich = schwerer Trinker
gebildet = kann lesen und schreiben
gemütlicher Teddybär = fett, hässlich, behaart und Jacutin-Anwender
genussfreudig = Bierbauch und kleiner Schwanz
gepflegt = wenn man darunter ein wöchentliches Wannenvollbad versteht
Geschäftsmann = Anführer einer Drückerkolonne
gross = 1,75 Meter
guter Charakter = vorbestraft
gutsituiert = Zweizimmer-Eigentumswohnung, Opel Rekord
humorvoll = besitzt Lachsack und Furzkissen
im besten Alter = scheintot
junggebliebener Mitvierziger = Frührentner, möglicherweise
Kriegsinvalide
kräftig = fett
kultiviert = kann mit Messer und Gabel essen
männlich = ausgeprägte Rückenbehaarung, schwitzt sehr stark
Millionär = Blender mit Magengeschwür
Naturbursche = riecht streng und wurde von seiner Cousine entjungfert
phantasievoll = perverser Wüstling (Pornosammlung)
sensibel = weinerlich
sinnlich = notgeil
sportlich = Samstag ab 18 Uhr nicht abkömmlich
Südländer = klein, haarig, cholerisch, fettige Haare
Tagesfreizeit = verheirateter Hausmann
vielseitig interessiert = notorischer Fremdgänger
vorzeigbar = jedenfalls bei der blinden Grossmutter
weitgereist = war schon zum bumsen in Thailand
zärtlich = Sexmuffel, vermutlich impotent











Renate, das kann nicht, ich hätte mich immer als charmanten, gebildeten Akademiker bezeichnet. Okay, ich gebe zu, ich bin auch sportlich: Ich sauge während der zur Werbesendung verkommenen Sportschau das Wohnzimmer.
Auf andere Attribute möchte ich in aller Öffentlichkeit nicht eingehen…
LG, Ulf
;-)