Was Männer über Frauen denken/sagen
Meine Freundin Ute aus Down-Under hat mir gestern Sprüche geschickt. Ausgesprochen von Männern über Frauen. Und ich muss sagen, sie haben nicht so ganz Unrecht. Kommt halt immer drauf an, von welchem Standpunkt aus man die Dinge des Lebens sieht…




















Also, ich weiss nicht, ich finde diese Aussagen schon sehr fragwuerdig. Schon weil man staendig ueber dieselben stolpert, das macht sie deshalb doch nicht richtig. Da sich scheints sonst keiner aufregt, mache ich vielleicht einen Elephanten aus einer Muecke, aber wenn einer meiner Soehne mit so ‘ner ‘Weisheit’ kaeme, auch komisch gemeint, dem wuerd ich schon den Kopf zurecht stutzen!
Ich glaube, die obigen Männer glauben selbst nicht an ihre Sprüche. Denn einige von ihnen können ohne Frauen ja gar nicht leben…
so als “mann”,
ja so richtig ernst darf man sowas nicht nehmen. vielleicht ist es sowas wie galgenhumor ? anders: es könnten doch auch ähnliche “witzchen” über männer existieren.
p.s. Renate: können frauen ohne männer leben ?
Ja.
ja !
so ganz überzeugt ?
könnte es nicht sein, daß genau so eine einstelung auch zum verschieben der tatsächlichen notwendigkeit des aufeinander angewisen seins führt ?
denn so rein sachlich gesehen kann auch ich ohne frau leben. ich kann einen kopmletten haushalt führen ( auch ohne mutti ).
Ich lebe ohne Mann. Und es gibt viele, die ohne Partner leben. Also – es geht.
Besser allein leben als mit dem falschen Partner. Mit dem richtigen allerdings macht es bestimmt mehr Freude.
Ich denke, die obige Liste sollte man ohnehin nur mit einem Augenzwinkern konsumieren…. ;-)
Also, *mein* Alleinleben ist nicht immer meine eigene Entscheidung gewesen, sondern beruht (auch) darauf, dass zu einem bestimmten Zeitpunkt in meinem Leben eine Trennung unvermeidlich war, und es keine Alternative gab. Anderenfalls wäre da überhaupt kein Gleichgewicht gewesen, höchstens eines des Schreckens.
Die Folgejahre haben mir gezeigt, dass ich ein mehr als schlechtes Händchen (oder womit man auch immer seine Partner aussucht) für dieses Geschäft habe. Die Erlebnisse in den Nach-Ehe-Beziehungen waren teilweise abschreckenst, und haben dazu geführt, dass mir der positive, gut tuende Teil von Beziehungen aus dem Gedächtnis geschwunden ist. Sicher ist nur, dass das Aufeinander-angewiesen-Sein keinerlei Reiz für mich bietet, sondern tatsächlich nur Fluchtgedanken auslöst. Natürlich ist auch das Alleinleben nicht immer toll, zumal man niemand anderem mehr die Schuld geben kann, wenn was schief läuft :-)
Der positive Nutzen für die Männerwelt ist, dass niemand gezwungen ist, mit mir zurecht zu kommen. Und das ist mein Geschenk an alle Männer :D
Ich sehe es ähnlich wie du, liebe Lily. Aufeinander angewiesen zu sein, ist bestimmt keine gute Voraussetzung für eine Beziehung. Man sollte Freude an- und miteinander haben und “freiwillig” beieinander bleiben. Selbst dann gibt es noch genügend Herausforderungen, die man nahezu täglich zu bewältigen hat.
Was ich mittlerweile auch sehe, dass sich Beziehungen ändern – beziehungsweise die Lebensformen. In meinem Bekanntenkreis gibt es ein Ehepaar, das erst mit Mitte fünzig zueinander gefunden hat. Sie lebt hier draußen am Ammersee, er in München. Sie sehen sich sehr oft und verbringen ihre gemeinsame Zeit mal hier, mal dort. Die Beziehung “läuft” sehr gut – und das seit über zehn Jahren.
Für mich persönlich käme ein Zusammenleben kaum noch in Frage – es sei denn in einen sehr geräumigen Haus, wo jeder seine eigenen Bereiche hat. Aber der Mann, mit dem ich das bewerkstelligen würde, muss mir erst noch über den Weg laufen….
Wenn du ihn gefunden hast, liebe Renate, dann sag Bescheid. Vielleicht hat er einen Bruder.
Der Gedanke daran, in meinem Bad und in meinen Bücherregalen Platz machen zu müssen, jagt mir Schauer über den Rücken.
Ich hatte mal einen Sammler als Partner, der meine WOhnung als Auslagerungsdatei für seinen Mist genutzt hat. Da war von Ü-Ei-Figuren bis zu leeren Computergehäusen alles dabei. Durch seine Wohnung konnte man nur seitwärts gehen, um nicht auf Eisenbahn, Telefonkarten, alte Zeitungen (“die kannst du nicht wegwerfen, die hab ich noch nicht durchgearbeitet!!”), leere Eierkartons, Kleidung von vor 35 Jahren und sonstige Preziosen zu treten. Alles war ein Schatz, und gekrönt wurde das von kleinsten Zettelchen, bekritzelt in so einer Mausehandschrift, auf denen er Vorfälle notierte, bei denen ihm vermeintlich Unrecht geschehen war.
Erwähnte ich schon, dass ich kein Talent fürs Aussuchen habe?
:-)
L
Und ich habe mich zehn Jahre mit einem Mann rumgequält, liebe Lily, den ich zwar geliebt habe, mit dem ich aber kreuzunglücklich war. Wir konnten einfach nicht miteinander reden.
Als ich in kennengelernt habe, wusste ich, dass wir nicht zueinander passen. Aber ich wollte es ja unbedingt “zwingen”.
Heutzutage mache ich solche Fehler nicht mehr. Deshalb lebe ich vermutlich auch allein… freiwillig. Weil ich keine falschen Kompromisse mehr machen möchte.
P.S.: Aber warum hast du dir denn ausgerechnet einen kleinkarierten”Messie” ausgesucht …???? ;-)
Als ich ihn kennenlernte, hatte er gerade aufgeräumt und bergeweise gemischte Güter im Keller verstaut- das war der eine Grund. Aber auch, weil er sehr sanft und liebevoll sein konnte. Wieviel davon unterdrückten Zorn enthielt, hab ich erst nach einer Weile mitbekommen. So richtig unerträglich wurde es erst, nachdem ihn diese Angewohnheit, das Verdruckste und Verkrampfte, den Job gekostet hat, und er aus lauter Beleidigtsein sich schlicht geweigert hat, seine Arbeitskraft wieder am Markt anzubieten. Nicht ganz so direkt, aber es lief darauf hinaus. Es waren immer die Anderen alle an seinem Elend schuld.
Außerdem war er pathologisch geizig, und aß lieber verschimmeltes Brot, als es wegzuwerfen und neues zu kaufen. Echter Charakterfehler, wenn Sparsamkeit so weit führt.
Und auch etwas, was ich bemerkt hätte, wenn ich mir etwas mehr Zeit gelassen hätte.
Kleinkarierter Messie stimmt- passiv-aggressiv sein hatte er zur Kunstform erhoben :-)
Er hat auch nie verstanden, warum ich irgendwann einfach nicht mehr konnte. Und schwups hatte er ein neues Feindbild gebastelt. Damit kann ich aber leben.
Nicht miteinander reden können ist das schlimmste, was man sich so vorstellen kann. Da kommt man sich oft vor wie in einem Parallel-Universum, jedenfalls gaaanz weit weg.
“….Da kommt man sich oft vor wie in einem Parallel-Universum, jedenfalls gaaanz weit weg.”
Genau, furchtbares Gefühl! Im Urlaub stumm nebeneinander am Tisch sitzen, stumm am Strand spazieren gehen, stumm ….. schrecklich! Und das mir, die ich doch so gern Gedanken austausche …
Als ich mich das letzte Mal verliebt habe, habe ich auch anfangs die Warnglöckchen ausgeschaltet … es wäre doch alles so “nett” gewesen. Allerdings habe ich ziemlich das Handtuch geschmissen, denn was nicht da ist, kann man nicht herbeizaubern und mit der Zeit wird alles nur noch schlimmer. Diese Erfahrung hat wohl jeder von uns schon gemacht. Trotzdem machen
mancheviele immer wieder dieselben Fehler. Na ja, bleibt ja jedem selbst überlassen….. ;-)Das ist kein Sammler, das ist ein ‘Hoarder’, und das ist ein krankhafter Zustand der in den Bereich obcessive-compulsive gehoert (‘tschuldige die Fachausdruecke), und um so jemanden sollte man ein grossen Bogen machen, oder gleich in die andere Richtung rennen…Die koennen das meistens auch gar nicht gut verstecken, (Weg ins Badezimmer ‘bahnen’ ),angebliche Werte der gesammelten Objekte mehr als fragwuerdig…Rotes Licht, wenn man so jemand kennenlernt und der einem nicht zu sich nach Hause irgentwann einlaedt. Aber man lernt ja nie aus, gell?
Der hatte überhaupt kein Problembewusstsein- fand das gar nicht seltsam, dass er keinen Platz in keinem Schrank hatte, dass in 12 m² Wohnzimmer drei Tische, drei Regale, zwei Schränke, ein Sofa, drei Sessel, ein Spielteppich…. herumstanden- dass der Schreibtisch einen halben Meter hoch mit Papier bedeckt war (Vorsicht, kostbare Sammlung!!) und dass man sich manchen Stellen in der Wohnung nur noch mit Helm nähern konnte. Aufräumen war der Horror, man konnte nur von rechts nach links schieben, denn Wegwerfen löste Krisen aus.
Aber wie Renate schon so schön beschrieben hat: Man schaltet alle Warnlampen aus, überhört die Sirenen und gegen das flaue Gefühl im Magen schluckt man Antazida. Man bemüht sich, beißt oft die Zähne zusammen, ballt die Faust in der Tasche… und dann gehts trotzdem schief, weil irgendwann einfach Schluss ist mit dem, was noch verkraftbar ist. Auch Beziehungen leben von Geben und Nehmen, und wenn man entweder gibt oder sich zusammenreißt, ist das alles etwas einseitig. Irgendwann bin ich nur noch geblieben, weil mir die unterdrückte, aber sehr spürbare Wut und der versteckt gärende Zorn Angst vor den Konsequenzen des Aussteigens gemacht haben.
Aber etwas später war dann auch das vorbei, und ich bin nur noch gerannt. Weil mein Anspruch an mich und mein Leben ein anderer ist.
Die Aussicht, auf so jemanden angewiesen zu sein (um mal auf den Beginn der Diskussion zurück zu kommen) lässt mich nach einem Kloster Ausschau halten, das zweimal geschiedene Mittvierzigerinnen aufnimmt.
Na ja, nicht wirklich :-)
LG
Lily
Irren ist menschlich …. ;-)
Hallo und einen guten Morgen euch allen.
Wie ich ja bereits schrieb, trennte sich vor fast drei Jahren meine Frau von mir. Das habe ich damals überhaupt nicht verstanden.
Heute sehe ich vieles nicht mehr so verbissen. Sie sagte mir als Grund für die Trennung, dass sie so nicht weiterleben könne. Nun dachte ich, es wären bestimmte wenige Dinge die da stören. Heute weis ich, dass es das gesamte Paket war. Sie hatte einfach das Gefühl dass es nicht mehr ihr Leben war.
Da wir gemeinsam ein Kind haben sehen wir uns sehr oft. Das ist nicht leicht, zeigt mir aber wie sehr sie sich in ihrem Leben verändert hat. Ich habe halt immer versucht ihr alle Probleme aus dem Weg zu räumen. Nun wo sie vieles alleine entscheiden muss, ist sie richtig glücklich. Ich habe damals ihre Traurigkeit nicht zu deuten gewusst und die Tatsache, dass sie keine einleuchtende Begründung für die Trennung hatte als blöde Ausrede gesehen. Nun sehe ich eine junge Frau, die im Beruf und im privaten Leben gut zurecht kommt. Seit zwischen uns die Fronten klarer sind, geht sie auch unverkrampfter mit mir um. Kurz und gut: Ihr hat die Trennung gut getan. Und dass sie keinen Partner an ihrer Seite möchte ist nachvollziehbar.
Heute kann ich sagen dass ich sie immer noch sehr liebe. Aber anders als damals. Sie ist ein sehr wertvoller Mensch in meinem Leben und ich wäre ärmer wenn ich sie nicht kennengelernt hätte.
Die einzigen Beziehungen in denen die Frauen in meinem Bekanntenkreis glücklich sind, sind die unter Frauen. Das muss doch etwas bedeuten…
Guten Morgen!
Was mir immer wieder auffällt, ist, dass viele Frauen sich zu wenig Zeit nehmen, sich selbst kennenzulernen, festzustellen, was sie sich wünschen und wie sie leben möchten- das zu haben, was meine Therapeutin “Mädchenzeit” nennt. Das ist nach ihrer Definition die Zeit zwischen Kind-Sein und Partnerin/Mutter sein, in der man nur für sich selbst Entscheidungen treffen muss, und in der man lernt, wie man ist, wer man ist, was man ist.
Für mich selbst kann ich sagen, dass meine Allein-Sein-Zeit so eine “Mädchen”-Zeit ist. Warum sich viele Frauen, mich lange eingeschlossen, diese Zeit nicht nehmen ist für mich ein Rätsel.
Hat das mit gesellschaftlicher Erwartung zu tun? Mit der Furcht, blöd angesehen zu werden, wenn man ohne Partner ist? Unvollständig zu sein? Mit der leider im Hintergrund tickenden biologischen Uhr, die uns sagt: Theoretisch hast du die Zeit, aber wenn du mal Kinder möchtest, sieh zu, dass du zu einem Ergebnis der Meinungsbildung kommst, und zwar schnell, bevor die dreißig vor der Tür stehen?
Ich glaube manchmal, dass dieser Korridor für das Sich-Selbst-Kennenlernen schmaler geworden ist in den letzten 40 Jahren, weil zumindest meine berufliche Laufbahn lange Schul- und Ausbildungszeiten vorausgesetzt hat, auf die ich mich konzentriert habe, so dass wenig Zeit blieb, das Leben und mich kennenzulernen, bevor Partnerschaft, Kinder und so weiter aktuell wurden.
Wobei ich diese Zeit auch schon mit Kind verbracht habe, und das natürlich viele Entscheidungen beeinflusst hat.
Es ist somit vielleicht nicht der Partner ein unbekanntes Wesen für Frauen, sondern sie selbst sind es, und diese Unkenntnis hindert uns vielleicht daran, selbstbewusst und gelassen einen Lebensabschnitt mit Partner zu beginnen und zu führen, und sich in diesem Leben nicht zu verlieren.
Ich kann mich nicht daran erinnern, dass die Notwendigkeit, eigenständig zu werden, in irgendeiner Weise eine Rolle bei meinem Erwachsenwerden gespielt hat- für unsere Mütter gab es kaum eine Wahl, und uns hat man auch nur die Alternativen Arbeit oder Familie zur Verfügung gestellt. Die Berechtigung, die Feinheiten des eigenen Lebens selbst einzustellen, wurde nicht nur nicht thematisiert, sondern, wenn ich zurückblicke, niemand hat daran _geglaubt_.
So, und bevor das in eine noch wortreichere Abhandlung ausartet, wünsch ich einen schönen Tag, allerseits!
Lily
Und genau das ist es, was sie (die Ehemalige) jetzt macht. Und sie macht es gut…
Liebe Lily, lieber Georg, ich glaube nicht, dass es nur die Frauen sind, die zu wenig über sich nachdenken. Erfahrungsgemäß denken und wissen beide Geschlechter zu wenig über sich beziehungsweise über ihre wahren Bedürfnisse.
Meiner Meinung liegt die Ursache für die vielen Scheidungen und Trennungen darin, dass Bedürfnisse nicht erfüllt werden, und das wiederum liegt zum großen Teil daran, dass darüber nicht offen gesprochen wird, sondern die Erwartungen an den Partner wortlos im Raum stehen und im Laufe der Zeit der Frust immer größer wird, weil sie (die Erwartungen) eben nicht erfüllt werden. “Mach mich glücklich”, das ist bei vielen Paaren eine unausgesprochene Forderung und in der Kommunikation läuft sehr viel falsch.
Statt offener Kommunikation läuft Vieles auf der Vorwurfsschiene, beide fühlen sich nicht gut und dann gehen irgendwann die Wege auseinander.
Natürlich gibt es auch viele individuelle Entwicklungen, so wie bei Paul. Ich finde es aber prima und wichtig, lieber Paul, dass du und deine Frau einen Weg gefunden habt, friedlich Eure Leben zu leben. Freundschaft ist ein wertvolles Gut …
Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende und schicke liebe Grüße – Renate