Den Sinn von Twitter für mich persönlich habe ich noch nicht herausfinden können. Im Gegensatz zum Bloggen finde ich Twittern viel zu zeitaufwändig in Relation zum Ergebnis.

Doch andere Menschen sehen das anders. Der PR-Experte Bernd Lehrmann hat auf seinem Blog fünf Gründe fürs Twittern zusammengestellt. Die Gründe klingen logisch. Ob sie allerdings tatsächlich den beruflichen Erfolg bringen, sie die versprechen, bleibt dahingestellt. So meint Lehrmann beispielweise, man sei bei Twitter innerhalb “von Sekunden” über relevante Nachrichten, Ereignisse und Entwicklungen informiert. Ich sehe das anders. Denn neben “relevantem” Gezwitscher, das es durchaus gibt, wird man überschwemmt mit völlig belanglosen “Informationen”, so interessiert mich herzlich wenig, ob Herr Lehrmann das Wochenende in Istanbul verbringt. Und ob Regenwolken über Hamburg hängen, ist mir auch ziemlich wurscht. Und die Mitteilung, dass jemand gerade sein Zimmer aufräumt, erhellt mein Leben auch nicht. Zwischen all dem Geplänkel tatsächlich eine relevante Information zu finden, ist so ähnlich wie die Sache mit der Nadel im Heuhaufen…

Oder kennt jemand jemanden, der über Twitter schon ein Geschäft generiert hat?

6 Kommentare zu „Twittern – ja oder nein“

  • Da möchte ich dir vorbehaltlos zustimmen. Da ich das Teil nicht bedienen konnte, habe ich mich mit einer Gebrauchsanweisung von Mario

    http://blog.knecht-ruprecht.info/2009/09/twitter-fur-einsteiger-ein.html

    durchgewühlt; und ich bin zu dem gleichen Ergebnis gekommen wie du liebe Renate.

    Lieben Gruß
    HD und Bernd

    P.S. Ja, Feedreader sind Klasse

  • Ich habe zwar einen Twitter-Account, aber ich nutze ihn fast nie. Mal abgesehen vom Geschäfte-Machen oder der schnellen Informationsverbreitung (die sich dann doch so oft als falsch herausstellt) ist es natürlich nett, wenn man weiß, was Freund eund Bekannte gerade machen. Aber muss das sein? Muss man immer und überall erreichbar und durchsichtig sein?-
    Und dann habe ich auch noch den Eindruck, dass jeder vor sich hin twittert in seiner kleinen einsamen Welt und dass kein Kommunikation stattfindet.

  • Renate:

    Ich habe auch einen Twitter-Account. Ich nutze ihn auch nicht. Denn ich weiß gar nicht, was ich dort von mir geben soll. Die Menschheit darüber zu informieren, dass am Ammersee gerade die Sonne scheint, ich meine Katze streichle oder mir einen Kaffee mache, erscheint mir auch nicht mitteilenswert. Also mache ich es nicht.
    Ich lasse meinen Account vorerst mal. Werde ihn vermutlich aber bald mal löschen.
    Auch Email nutze ich bewusst weniger, greife stattdessen zum Telefonhörer. Ich liebe das Internet – mit all seinen wunderbaren Möglichkeiten. Aber die persönliche Kommunikation wird dadurch nicht ersetzt. Nur auf gewisse Weise ergänzt.
    Außerdem sehe ich die Gefahr, dass wir nur noch elektronisch kommunizieren. Das halte ich für sehr schlecht. Wir brauchen persönlichen Kontakt. Hören, sehen, anfassen.

  • Halten tue ich von dieser zusätzlichen Hektik im Internet überhaupt nichts. Eine Drehung mehr zum fixen Kommunizieren. Manche brauchen das und andere nicht. Ob man mit Twitter wirklich sinnvolle Inhalte verbreiten kann? Liegt in der Kürze (im Verbeiten irgendwelcher Belanglosigkeiten) wirklich die Würze? Ich kann es mir nicht so ganz vorstellen.
    Aber ich kenne sogar Leute, die es für die Firmen-Kommunikation als wichtiges und spannendes Medium einschätzen. Für manche Geschäftsbereiche mag das ja wirklich spannend sein. Nur für welche? Ich glaube diese Welt wird mir auch weiterhin verschlossen bleiben.
    Doch ich gehöre ja auch zu denen, die schon längst nicht mehr aktuelle Posts trotzdem noch später, wenn es die Zeit zulässt, mit dem vergangenen Postdatum auf dem Blog veröffentlichen. Manche Begebenheiten würden mir persönlich dort irgendwann fehlen, da ich die Blogs inzwischen auch sehr gern als Fotoalbum nutze. Obwohl mir schon bewußt ist, dass ich damit das eigentliche Ziel immer ganz schnell etwas neues auf dem Blog zu bieten, torpediere.
    Schon oft habe ich mich gefragt, ob es überhaupt Sinn macht bestimmte Themen öffentlich zu präsentieren, aber es scheint ja doch Interessenten für das ein oder andere Thema im www zu geben.
    So sehe ich das für bestimmte Zielgruppen nun auch mit Twitter nur eben verkürzter, schneller und ohne mich.
    Liebe Grüße von Silke, die nun über diverse Umwege auch hier bei Dir auf diesem Blog gelandet ist und viel lieber Posts liest und sich Zeit dafür nimmt!

  • Renate:

    Liebe Silke, ich liebe das Internet – mit all seinen Vorteilen. Allerdings greife ich mittlerweile wieder viel öfter zum Telefonhörer, weil die rein virtuelle Kommunikation den persönlichen Kontakt nicht ersetzen kann. Und Twitter brauche ich wirklich nicht …

    Liebe Grüße – von Renate

  • Hallo Renate,
    ob man über Twitter Geschäfte machen kann?

    Frage doch mal die “Safttante” – http://twitter.com/safttante

    Über Twitter kann man Menschen erreichen, zu denen man sonst eher keinen Kontakt bekommen würde. Ich finde es klasse!

    Mit einem Tool wie twhirl ist das Twittern einfach.

    Beste Grüße
    Klaus

    http://twitter.com/kaminblog

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