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Meine ersten schreiberischen Ergüsse wurden vor vielen Jahren in der “Badischen Zeitung” veröffentlicht. Ich schrieb kleine ironische Alltagsgeschichten, “Glossen” genannt. Ich machte das wohl nicht schlecht, denn die Redaktion fand meine Schreibe so gut, dass sie mir ein Volontariat anbot. Das habe ich aber nicht angenommen, sondern einige Jahre später Grafikdesign studiert.
Mit den erworbenen Kenntnissen verdiene ich bis heute meine Brötchen und mein “Job” macht mir viel Spaß, doch meine Liebe gehörte auch immer der Sprache. Auf die Idee, damit mein Salär aufzubessern, kam ich allerdings nicht – ich arbeitete mit einem freien Texter zusammen. Bis zum Jahr 1986. Damals bekam ich meinen ersten richtig großen Auftrag. Ein bekanntes Münchner Unternehmen brauchte dringend jemanden, der auf die Schnelle ein halbes Dutzend Broschüren gestaltete – und auch die Texte dafür lieferte. Kein Problem, ich hatte ja meinen Texter.
Auf diesen Mann wartete ich an einem Samstag Nachmittag, weil am Montag Vormittag die Präsentation stattfand und ich übers Wochenende die Entwürfe fertig machen musste – mit abgesetzten Texten!
Ich wartete also ungeduldig darauf, dass die Türklingel ertönte. Es war aber nicht die Türkklingel, die ertönte, sondern das Telefon. Der Texter war an der Strippe und teilte mir mit, dass er – leider, leider – krank sei. Ach du Schreck, wo sollte ich auf die Schnelle einen kompetenten Ersatz herkriegen? Und das auch noch am Wochenende? Mir lief es heiß und kalt den Rücken runter.
Wie erwähnt, war die Sache eilig. Die Präsentation zu verschieben kam also nicht in Frage. Was tun?
Ich versuchte, mich zu beruhigen und dachte nach. Wofür die Produkte gut waren, wie und wo sie eingesetzt wurden, all das hatte ich mir von den zuständigen Ingenieuren ausführlich erklären lassen. Es drehte sich jetzt also “nur” noch darum, mein Wissen in Worte zu fassen. Ich erinnerte mich an die Glossen in der Badischen Zeitung und dabei mich packte der Ehrgeiz. Es würde doch wohl möglich sein, einen Hochtemperatur-Schmierstoff, also einen Schmierstoff, der locker 1200 Grad aushält, zu beschreiben. Oder einen Schmierstoff für Maschinen, mit denen Lebensmittel verarbeitet werden. Oder ein Öl für Motorrad-, Fahrrad- und andere Ketten. Das dürfte doch wirklich kein Problem sein – schließlich hatte ich den Ingenieuren über mehrere Stunden hinweg Löcher in den Bauch gefragt, meinen Finger in die schmierige Flüssigkeiten gesteckt, daran geschnuppert und dabei unter anderem gelernt, dass ein Öl für Ketten “kriecht”. Ja, richtig gelesen, es kriecht. Man träufelt es auf die Kette, und dann macht es sich auf Wanderschaft. Warum das so ist, habe ich damals gewusst, heute weiß ich es nicht mehr…
Also, mein Entschluss war gefasst. Zuversichtlich und mit fast schon guter Laune machte ich mich ans Werk.
Und was soll ich sagen? Ja, ich kann voller Stolz berichten: die Präsentation war ein Erfolg, und besonders die Texte wurden gelobt.
Seit dieser Zeit brauche ich keinen Texter mehr, weil ich selber texte. Ich verfasse Werbetexte, Pressetexte, Anzeigentexte, Texte für Imagebroschüren und Geschäftsberichte, Webseiten, Blogs … und so weiter. Ich betexte einfach alles.
Bücher schreibe ich übrigens auch. Kurzgeschichten und Romane über Menschen und über Katzen. Zum Bücher schreiben bin ich auch gekommen wie die Jungfrau zum Kind. Aber das hier zu erläutern, würde den Rahmen sprengen.
Also: schreiben bereitet mir große Freude, und es ist immer wieder eine Herausforderung, Gedanken, Situationen, Erlebnisse und natürlich auch Produkte und Dienstleistungen so in Worte zu fassen, dass der Text leicht und angenehm rüber kommt und damit auch dem Leser Spaß macht. Denn dann haben beide was davon. Und genau so soll es sein.
Und wenn Sie griffige Texte brauchen, für Werbung, Broschüren, Geschäftsberichte, Webseiten, Handbücher und so weiter … melden Sie sich einfach bei mir.









