Inseln der Ruhe – mein Herzensprojekt
Meine erste Diashow habe ich vor ungefähr sieben Jahren produziert, die Ammersee-Rundfahrt. Damals war ich stolz wie Bolle auf mich – aus heutiger Sicht betrachtet ist das Produkt lediglich “nett”. Aber es war der Anfang, der Zündfunke für meine “Inseln der Ruhe”.
Mitterweile habe ich vier Diashows in Eigenregie produziert – aus innerer Überzeugung. Doch genau die waren aussschlaggebend für eine Auftragsarbeit, mit der ich momentan beschäftigt bin, das heißt, sie ist fast fertig. Diese Diashow ist etwas ganz Besonderes für mich. Sie ist für krebskranke Menschen gedacht und gemacht – um Entspannung, Kraft und positive Energien zu schenken. Die Dramaturgie dafür war gar nicht so einfach wie ich anfangs dachte. Ich habe lange gegrübelt und viele Gedanken verworfen. Doch irgendwann kam die zündende Idee und ich habe sie in die Tat umgesetzt – was erheblich länger dauerte als gedacht.

screenshot von der Slideshow – produziert mit dem genialen Programm “Fotomagico”
Als zwei Drittel der Arbeit fertig war, habe ich sie erst Freunden und dann meinen Auftraggebern präsentiert. Die Reaktion war positiv. Das war zwar fein, doch wie kommt sie bei denjenigen an, für die sie tatsächlich bestimmt ist?
Seit wenigen Wochen habe ich Kontakt zu einer an Krebs erkrankten Frau. Mit Kraft und Zuversicht hat sie ihre Krankheit besiegt, und ich habe sie heute um ihre Meinung gebeten. Ich wollte und musste wissen, was sie fühlt, was in ihr vorgeht, wenn sie diese Fotos anschaut – in Kombination mit der Musik. Ich war aufgeregt, weil ich wusste, dass ihre Meinung, ihre Sichtweite, ihre Gefühle sehr viel wichtiger sind als die der Menschen, die ich bisher gefragt hatte.
Ich musste einige Stunden warten, und dann kam ihre Mail. Ich gebe zu, mein Herz hat geklopft, als ich sie geöffnet habe. Aber nun geht es mir gut, denn die Reaktion konnte nicht schöner sein. Es ist mir wohl tatsächlich gelungen, etwas zu kreieren, das Balsam für eine von Krankheit und Ängsten belastete Seele ist.
Ich bin dankbar dafür, dass ich etwas schaffen kann und darf, das der Seele anderer Menschen gut tut. Denn das bringt Sinn in mein Leben. Nicht, dass das, was ich sonst tue, sinnlos wäre. Meine Arbeit macht mir grundsätzlich viel Freude. Aber die “Inseln der Ruhe”, meine Diashows, die sind etwas ganz Besonderes für mich, und ich freue mich sehr darüber, dass meine Arbeit nun Früchte trägt. Denn es gab auch Stimmen, die meinten, das sei ja alles ganz gut und schön, aber ob ich damit auch Geld verdienen könne … das stünde in den Sternen. Und die nicht ausgesprochene Meinung, “nein, damit verdienst du bestimmt kein Geld”, war nicht zu überhören.
Ich hab mich durch diese Unkenrufe nicht verdrießen lassen, und es ist gut, dass ich durchgehalten habe.
Die Arbeit ist quasi fertig, und nun kommt das, was ich besonders liebe – so ähnlich wie wenn ein Buch fertig ist. Ich kann mich nun mit Hingabe den Kleinigkeiten, dem “Redigieren” widmen. Da ein Foto austauschen, dort einen Zoom verlängern. Da den Übergang verändern, dort die Animation modifizieren. Ich mache das ausgesprochen gerne, weil die Hauptarbeit erledigt ist, und es nur noch um “Spielereien” geht. Aber genau die sind das I-Tüpfelchen. Und so werde ich morgen, am vermutlich verregneten Feiertag, ganz entspannt vor meinem Computer sitzen und “spielen”. Wunderbar, in meinem Alter noch spielen zu dürfen…











Ich bin überzeugt, dass Du eine hinreißende Diashow komponiert hats – voller Gefühl und Herzenswärme. Die streichelt sicher nicht nur kranken Menschen die Seele.
Vielleicht darf ich ja später auch mal hineinspitzen?
Karin
Natürlich darfst du hineinspitzen, liebe Karin. Du warst ja eine der ersten, mit der ich über das Projekt gesprochen habe und hast mir mit deinen Anregungen sehr geholfen!
Liebe Grüße – Renate
Im Traum hatte ich es mit nicht so traumhaft vorgestellt.
Seelenstreichler.
Danke fürs Hineinspitzen.
Karin
Hineinspitzen? Wo?