Männer und Sex

Sex ist eine arterhaltende Angelegenheit. Dass sie Spaß und Freude bereitet (bereiten kann), ist eine angenehme Begleiterscheinung. Ich kenne sie nur aus meiner Perspektive, der einer Frau.

Wie Männer Sex empfinden, weiß ich nur aus Gesprächen mit Männern. Es gibt welche, denen es auch um das Erleben von tiefen Emotionen geht, es gibt welche, denen es lediglich um die Befriedigung ihrer Geilheit geht. Es gibt allerdings auch Frauen, denen es nur darum geht …

Dass Männer von Frauen vergewaltigt werden, kommt nicht so oft vor, was an physiologischen Umständen liegt. An der männlichen Erektion genau gesagt. Ohne die läuft – wie wir alle wissen – gar nix. Umgekehrt gibt es keine Probleme. Eine lustlose Frau kann jederzeit penetriert werden. Sich als Frau einen lustlosen Mann einzuverleiben – geht nicht. An diesem Sachverhalt ändert auch die Gleichberechtigung nichts. Pech für die Frau. Oder Glück für die Frau. Kommt auf die Perspektive an.

Für mich ist es kein Pech, weil ich noch nie das Bedürfnis hatte, einen Mann zu vergewaltigen. Ich habe überhaupt kein Bedürfnis, einen anderen Menschen zu etwas zu zwingen, zu dem er keine Lust hat – im Sinn des Wortes.

Warum es so viele Männer gibt, denen es Spaß macht, Frauen zu Sex zu zwingen, oder sich an ihnen zu befriedigen, kann ich nicht verstehen. Dass Männer Kinder missbrauchen, ist verabscheuungswürdig, und vermutlich leiden diese Typen an einer schweren psychischen Störung. Viele von ihnen wurden übrigens als Kind selbst missbraucht …

Ob Herr Kachelmann seine Freundin vergewaltigt hat, wird wohl nie jemand wirklich erfahren.

Ob Herr Strauss-Kahn eine Hotelangestellte zum Oralsex gezwungen hat, wird sich vermutlich bald rausstellen.

Beiden Männern wird ein sehr laxer Umgang mit Frauen nachgesagt – in sexueller Hinsicht.

In den Medien wird diskutiert, ob Männer Sex als Machtinstrument “missbrauchen”. Kann schon sein. Das Machtgen ist den Männern wohl in die Wiege gelegt worden. In früheren Zeiten war es lebensnotwendig. Heute ist das nicht mehr. Aber wie dem auch sei … Mit Macht kann man unterschiedlich umgehen. MIT Verantwortung und OHNE Verantwortung. Fräher war mit dieser Macht soziale Verantwortung verbunden. Heutzutage hat ist das anders. Einerseits, weil Frauen selbstverantwortlich leben, andererseits weil es vielen Männern nur darum geht, sich am Machtgefühl zu berauschen, der damit verbundenen Verantwortung aber aus dem Weg zu gehen.

Dass Männer ihre Macht- oder sexuellen Bedürfnisse an Frauen gegen deren Willen befriedigen, spricht nicht unbedingt für die Intelligenz der maskulinen Spezies. Ein Bedürfnis zu haben, ist eine Sache. Das Gehirn einzuschalten, eine andere. Leider schalten viele Männer das Gehirn aus, und übergeben analog dazu ihrem Fortpflanzungsorgan das Zepter. Und solche Typen wollen dann beispielsweise Präsident von Frankreich werden. Unter diesem Aspekt ist es eine feine Sach, das Herr Strauss-Kahn die Umsetzung seiner Ambitionen selbst verhindert hat. Wenn auch unbeabsichtigt.

Nachsatz: ich habe einen Freund. Vorstand eines bedeutenden Unternehmens. In einem vertraulichen Gespräch hat er mit neulich anvertraut, dass er den ganzen Tag an kaum was anderes als Sex denkt.

Ein anderer Freund hat mir gestanden, dass er bei jeder Frau, die ihm auf der Straße Oder sonst wo) über den Weg läuft (egal, wie alt oder hässlich sie ist), sich fragt, wie wohl der Beischlaf mit ihr wäre.

Wieder ein anderer Freund hat mir verraten, dass er bei beruflichen Terminen (und nicht nur dort) mit Frauen sich spontan vorstellt, wie sie nackt aussieht.

Männer. Bedauernswerte Wesen!? Eigentlich schon. Dass Frauen und Kinder unter dieser sexuellen Besessenheit leiden müssen, steht auf einem anderen Blatt.

2 Antworten auf Männer und Sex

  • gokui sagt:

    Hallo,

    so als Mann ?
    Ich schätze mal das liegt wirklich an der Tatsache, daß eine große Anzahl von “Männern” besser schauen als “denken” können.
    Sieht man ja auch in der Politik. Wo viele Männer zusammenhocken und Politik machen, kommt oft nix gutes bei raus. Dank der Zivilistation, sind wir hier in der Region wenigsten vom Krieg weggekommen. Der wird jetzt woanders geführt – natürlich unter dem Vorwand des guten Willen.

    Ich halte von alldem nix, aber auch rein gar nix. Ich verstehe solche Äußerlichkeiten und einfachen Triebe/ “Spielweisen” gar nicht/ kann sie nicht nachvollziehen ( http://gokuhisigns.wordpress.com/2011/05/20/surface-fragen/ ).

  • Renate sagt:

    Hab deinen Artikel gelesen, lieber Gokui. Danke für den Link!
    Du hast völlig Recht!

    Liebe Grüße
    Renate

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>



 
Kraeuterbuch kraeuterbuch Buch

"Ein Buch, das verzaubert"
Jutta Aurahs
Redaktion "Geliebte Katze"

Für nähere Informationen aufs Bild klicken.