In den vergangenen Jahren habe ich etliche Male mit Internetbetrügern zu tun gehabt. Unter anderem habe ich von Beate Uhse ein Paket mit „Teufels“-Kondomen bekommen, die irgendein netter Mensch für mich bestellt hat. Bezahlen sollte die Latex-Dinger allerdings ich – was ich natürlich nicht gemacht habe. Wenn’s wenigstens Gummibärchen gewesen wären …

Kurze Zeit später bekam ich eine Rechnung von Fleurop für einen Blumenstrauß, den ich ebenfalls nicht bestellt habe. Irgend jemand hat also meine Daten verwendet und Bestellungen aufgegeben. Ich war seinerzeit bei der Polizei und habe den Datenklau angezeigt.

Dann bekam ich eine Rechnung von einem Gedichteforum, weil ich angeblich dort ein Gedicht runtergeladen habe. Habe ich aber nicht …

An einer Online-Pokerrunde habe ich angeblich auch teilgenommen. Ich habe zwar einige Leidenschaften, Poker oder andere Glücksspiele gehören aber nicht dazu.

Ich habe jeweils eine kurze Information geschickt mit Hinweis auf Internetbetrug und Datenklau – daraufhin habe ich bezüglich der unrechtmäßigen Bestellungen nichts mehr gehört.

Auch die Rechnung für eine zahlungspflichtige Pornoseite habe ich natürlich nicht bezahlt. Porno hat mich noch nie interessiert. Die auf der Rechnung aufgeführte IP-Adresse war eindeutig auch nicht meine, so war auch dieser Fall schnell erledigt.

Im April 2012 nun wurden von meinem Konto EUR 17,25 abgebucht. Absender: die Firma Moneybookers und der Betreff lautete schlicht und ergreifend „Skype“. Ich habe bei Skype aber keine kostenpflichtigen Serviceleistungen in Anspruch genommen und von denen demzufolge auch keine Rechnung erhalten. Also habe ich den Betrag von meiner Bank zurückbuchen lassen. Lastschrift-Abbuchungen kann man problemlos innerhalb von 6 Wochen widersprechen. Man kann das sogar auch über 3 Monate hinweg, allerdings weiß das kaum jemand.

Was im letzten Fall noch dazu kommt, dass ich das Konto, von dem der Betrag abgebucht wurde, definitiv nie für Internet-Abbuchungen verwende, im Netz ist dieses Konto also nicht bekannt. Ich frage mich bis heute, wie die Betrüger diese Kontodaten hacken konnten.

Vergangene Woche nun bekam ich ein Schreiben von dem Inkasso-Unternehmen „Hanseatische Inkasso-Treuhand GmbH“. Ich soll EUR 43,25 überweisen.

inkasso

Die Skype-Sache ist also noch nicht erledigt – obwohl mittlerweile schlappe drei Jahre vergangen sind. Vielleicht ist dieser Zeitraum aber auch Taktik, denn vermutlich bezahlen viele Zeitgenossen die Mahnung, weil sie nicht mehr wissen, um was es sich dabei handelt und/oder die Angelegenheit schnell vom Tisch haben möchten.

Wie dem auch sei, ich habe dem Inkasso-Unternehmen einen schlichten Dreizeiler geschickt.

Schreiben

Ich gehe davon aus, dass ich keinen Mahnbescheid bekommen werde. Falls doch, widerspreche ich dem einfach. Das ist wichtig! Ansonsten wird ein Gerichtsverfahren eingeleitet.

Dann habe ich mal gegoogelt und einen Thread gefunden, in dem einige andere über die gleiche Sache schreiben. Bei etlichen davon wurden auch EUR 17,25 abgebucht. Auch bei einer Skype-Community gibt es Informationen zumselben Thema, und der abgebuchte Betrag ist auch immer 17,25 Euro. Der Betrug ist damit offensichtlich.

Also, wer ebenfalls einen „Inkassoauftrag“ aus Hamburg bekommt: kurz widersprechen und in aller Ruhe abwarten.

P.S.: Auch andere bekommen nun Post aus Hamburg. Siehe hier.

Internetbetrug – die Xste (Skrill resp. moneybooker)

38 Gedanken zu „Internetbetrug – die Xste (Skrill resp. moneybooker)

  • 29. Juli 2015 um 18:55
    Permalink

    Halo Renate,
    meine Name ist Drazen, komme aus Stuttgart und habe vor eine Woche dasselbe bekommen und widersprochen. Hat sich bei dir schon was ergeben? Meine Hauptforderung ist auch 17,25 euro (von 03.08.2012).

    Bankrücklastkosten: 7,76 euro
    Inkassokosten: 35,10 euro.
    Also, alles zusammen 60,11 euro.

    Komischerweise du hast weniger Gebühren als ich. Irgendwie versuchen sie schnell betrug zu machen, ohne groß zu rechnen und das auch jetzt wehrend Urlaubszeiten und Gros-Ferien..

    Falls sich was bei dir ergibt bitte dich ein bescheid zu geben, und ich werde mich auch melden.

    Viele Grüße, Drazen

    Ich habe folgende Brief an die zurückgesendet:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe ihre Inkassoauftrag am 22.07.2015 erhalten. Hiermit teile ich Ihnen mit, dass ich bezüglich Ihres oben genannten Auftrag / Schreibens sowohl die Hauptforderung als auch Ihren Anspruch auf jegliche Inkassokosten vollumfänglich bestreite.

    Der Anspruchssteller Skrill (vormals Moneybookers) war mir bisher völlig unbekannt, irgendeine Geschäftsbeziehung gab es nicht.

    Eine Auftragsvergabe an Ihren Mandanten zur Bestellung irgendeiner Dienstleistung bzw. Ware ist zu keinem Zeitpunkt erfolgt, es existiert daher kein wirksamer Vertrag zwischen mir und Ihrem Mandanten.

    Zudem weise ich darauf hin, dass Ihrem Schreiben eine Bevollmächtigung im Original seitens Ihres Mandanten für den Inkassoauftrag gem. § 174 BGB nicht beilag.

    Ihr Schreiben enthält nicht einmal die Angabe einer Rechnungsnummer für eine Rechnung, die der Forderungssteller an mich ausgestellt haben müsste.

    Überhaupt ist mir seitens des Forderungsstellers eine Rechnung niemals zugegangen.
    Wie bereits ausgeführt, wird daher die Forderung vollumfänglich bestritten. Dies haben Sie dem Forderungssteller mitzuteilen. Forderungen, die weder qualifiziert dargelegt noch in der Sache begründet sind, und die dem Forderungssteller daher nicht zustehen, werde ich nicht begleichen.
    Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich fristgemäß widersprechen. Von weiteren Mahnschreiben an meine Adresse ist Abstand zu nehmen.
    Ich warne unter Hinweis auf § 28a BDSG eindringlich vor widerrechtlicher Weitergabe meiner Daten an die SCHUFA oder andere Datenbanken. Eine solche ungerechtfertigte Maßnahme werde ich mit einstweiliger Verfügung sowie ggf. Schadenersatzforderungen aus § 824 BGB sowie mit Beschwerde an den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten beantworten.
    Sie haben mir den Zugang des Schreibens sowie die Unterlassung weiterer Mahnschreiben in dieser Sache zu bestätigen. Hierfür habe ich mir eine Frist bis zum 10.08.2015 notiert. Andernfalls erfolgt umgehend Beschwerde bei der für Ihre Zulassung zuständigen Stelle.
    Ich hoffe, mich unmissverständlich ausgedrückt zu haben.

    Mit freundlichen Grüßen, Stuttgart, den 23.07.15

    Antworten
    • 31. Juli 2015 um 06:30
      Permalink

      Haha…ich hab genau von der selben Seite abkopiert…und zeitgleich versendet…habe auch den 10.8. Notiert

      Antworten
  • 29. Juli 2015 um 19:15
    Permalink

    Hallo Drazen, nur wenige Tage später habe ich von der Inkasso-Firma die Information erhalten, dass die Angelegenheit eingestellt ist.

    Ich habe allerdings an Moneybookers eine Mail geschickt mit Link auf diesen Beitrag hier. Vielleicht hat das geholfen.

    Liebe Grüße – Renate

    Antworten
  • Pingback: Mail von Hanseatische Inkassotreuhand GmbH - Renate Blaes

  • 25. August 2015 um 21:26
    Permalink

    Liebe Leute,
    habe heute von derselben HIT auch einen Brief erhalten: ebenfalls Skrill aber diesmal angeblich eine Forderung von Gamesrocket GmbH und ca. 150 Euro soll ich latzen.
    Ich werde den Brief wie oben schreiben und berichten.
    Danke schon einmal!
    Liebe Grüße
    Jürgen

    Antworten
  • 25. August 2015 um 21:49
    Permalink

    Viel Erfolg, lieber Jürgen! Den wirst du bestimmt haben, denn da sind eindeutig Identitätsdiebe am Werk.
    Viele Grüße
    Renate

    Antworten
    • 15. September 2015 um 21:22
      Permalink

      Also das mit dem Brief klappt! Die haben mir dann nochmal geschrieben mit genaueren Angaben die alle bei mir nicht zutrafen. Habe die Bestätigung erhalten das die das Einstellen. Gruß Jürgen

      Antworten
      • 6. Februar 2016 um 20:01
        Permalink

        Hallo an alle,
        Drazen’s Textvorlage hat bei mir auch geholfen. Auf Nachfrage wurden mir von der HIT eine Email Adresse und eine Bankverbindung mitgeteilt, die nicht meine waren. Habe daraufhin widersprochen und den oben genannten Text verwendet, und heute lag die Bestätigung der HIT im Briefkasten, dass man die Bearbeitung eingestellt hat.
        Gruss,
        Steven

        Antworten
  • 31. August 2015 um 20:02
    Permalink

    Hallo,
    meine Frau erhielt am 30.07.2015 ein Schreiben der Hanseatischen Inkasso-Treuhand (HIT) im Auftrag der Fa. Skrill Ltd /Moneybookers.
    Danach hat sie am 22.08.2012 bei der Firma MMOGA Limited, Hongkong, ein Spiel runtergeladen. Die Hauptforderung beträgt 22,04 € mit Anwaltsgebühren insgesamt 65,49€
    Diese Forderung war bereits einmal Gegenstand eines Inkassoauftrages der „Ksp Kanzlei
    Dr.Seegers, Hamburg“ (Schreiben vom 14.01.2013). Damals war der Auftraggeber „PayPal“.
    Nach einigen Schriftwechseln mit „Ksp“ wurde die Angelegenheit laut Schreiben vom 11.03.2013 von Ksp „auf Wunsch unserer Mandantin eingestellt, nachdem wir diese über den Verdacht des Missbrauchs Ihrer Daten informiert haben“.
    Seit dem habe ich wir nichts mehr gehört. Und nun kommt „HIT“ nach 3 Jahren wieder mit diesen alten Kamellen.
    Auch wir haben keine Rechnung über diesen Betrag erhalten. Außerdem habe ich an
    Moneybookers am 1.Sept. 2012 eine Mail geschickt. Habe eine Antwort erhalten mit einer
    ID Nr. (Referenznummer). Dann aber nichts mehr gehört.
    Die Fa. HIT hat mit Schreiben vom 18.08.2015 eine Kopie des Schreibens der Anwälte Ksp angeforder. Habe ich heute ihnen per Mail zugesandt.
    Mal sehen wie es weitergeht. Berichte dann wieder.
    Viele Grüsse
    Fritz Steuerer

    Antworten
  • 6. September 2015 um 09:38
    Permalink

    Hallo zusammen.
    Ich habe auch den oben beschriebenen Brief erhalten. Habe darauf hin erst mal nichts weiter gemacht bis der Mahnbescheid kam. Darauf hin habe ich einen Brief zurück geschrieben :
    „Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich habe ihre Inkassoauftrag am 22.07.2015 erhalten. Hiermit teile ich Ihnen mit, dass ich bezüglich Ihres oben genannten Auftrag / Schreibens sowohl die Hauptforderung als auch Ihren Anspruch auf jegliche Inkassokosten vollumfänglich bestreite.

    Der Anspruchssteller Skrill (vormals Moneybookers) war mir bisher völlig unbekannt, irgendeine Geschäftsbeziehung gab es nicht.

    Eine Auftragsvergabe an Ihren Mandanten zur Bestellung irgendeiner Dienstleistung bzw. Ware ist zu keinem Zeitpunkt erfolgt, es existiert daher kein wirksamer Vertrag zwischen mir und Ihrem Mandanten.

    Zudem weise ich darauf hin, dass Ihrem Schreiben eine Bevollmächtigung im Original seitens Ihres Mandanten für den Inkassoauftrag gem. § 174 BGB nicht beilag.

    Ihr Schreiben enthält nicht einmal die Angabe einer Rechnungsnummer für eine Rechnung, die der Forderungssteller an mich ausgestellt haben müsste.

    Überhaupt ist mir seitens des Forderungsstellers eine Rechnung niemals zugegangen.
    Wie bereits ausgeführt, wird daher die Forderung vollumfänglich bestritten. Dies haben Sie dem Forderungssteller mitzuteilen. Forderungen, die weder qualifiziert dargelegt noch in der Sache begründet sind, und die dem Forderungssteller daher nicht zustehen, werde ich nicht begleichen.
    Einem gerichtlichen Mahnbescheid werde ich fristgemäß widersprechen. Von weiteren Mahnschreiben an meine Adresse ist Abstand zu nehmen.
    Ich warne unter Hinweis auf § 28a BDSG eindringlich vor widerrechtlicher Weitergabe meiner Daten an die SCHUFA oder andere Datenbanken. Eine solche ungerechtfertigte Maßnahme werde ich mit einstweiliger Verfügung sowie ggf. Schadenersatzforderungen aus § 824 BGB sowie mit Beschwerde an den zuständigen Landesdatenschutzbeauftragten beantworten.
    Sie haben mir den Zugang des Schreibens sowie die Unterlassung weiterer Mahnschreiben in dieser Sache zu bestätigen. Hierfür habe ich mir eine Frist bis zum 10.08.2015 notiert. Andernfalls erfolgt umgehend Beschwerde bei der für Ihre Zulassung zuständigen Stelle.
    Ich hoffe, mich unmissverständlich ausgedrückt zu haben.“ (Kopie aus dem Post von oben)

    Ich dachte, das sich damit die Sache erledigt hat. Allerdings kam jetzt gestern ein weiterer Brief in dem sinngemäß folgendes steht :

    „Es handelt sich hierbei um einen Online-Einkauf bei Skype Communications vom 08.9.2012 welcher über Skrill Limited Fllor 27, 25 Canada Square, E14 5LQ London mittels Lastschrift bezahlt werden sollte aber zurückgebucht wurde.

    Da Sie jedoch die Ansprüche des Dienstleister in Anspruch genommen haben, besteht weiterhin der Vergütungsanspruch des Anbieters.
    Folgende Bankverbindung wurde hinterlegt: (Meine BLZ + Kontonr + E-mail)

    Wir bitten um Stellungnahme bis zum 15.09.“

    Was soll ich jetzt machen ?

    Antworten
  • 6. September 2015 um 10:18
    Permalink

    Tut mir leid, Rechtsauskünfte kann ich nicht geben.

    Antworten
    • 6. September 2015 um 15:45
      Permalink

      Tut mir leid ich habe mich falsch ausgedrückt. Es kam kein Mahnbescheid sondern nur ein zweites schreiben von dem oben genannten Inkasseunternehmens die mir sagten ich muss mich melden da es sonst zu einem gerichtlichem Mahnbescheid kommt.

      Antworten
      • 8. September 2015 um 11:54
        Permalink

        Schreib denen einen Dreizeiler – ähnlich, wie ich es gemacht habe.

        Antworten
  • 8. September 2015 um 11:44
    Permalink

    Hallo..
    Mir geht es genauso. Ich bekomme seit einigen Monaten Post von denen. Eine Forderung von Mai 2012.der erste Brief kam kurz nach der 3-Jahresfrist. Bei mir fordern sie 43,30 €. Ich habe bisher auf kein Schreiben reagiert.Im vorletzten Schreiben stand dann, das man mir einen Mitarbeiter vorbeischicken will, der das Geld eintreiben will. Hab mich schon gefreut, aber es kam nie jemand. Heute dann ein Brief mit der Androhung wegen Eingehungsbetrug Strafanzeige zu stellen. Am liebsten würde ich ja da mal anrufen.
    Oder soll ich besser abwarten?

    Antworten
  • 8. September 2015 um 11:56
    Permalink

    Auf so ein Mahn-Schreiben nicht zu reagieren, ist nicht besonders klug.
    Schreib denen einen Dreizeiler (siehe oben).
    Anrufen würde ich nicht … in solchen Fällen muss alles schriftlich laufen.

    Antworten
    • 8. September 2015 um 18:38
      Permalink

      Aber es heißt doch immer wieder in den Medien, dass man auf solche Briefe nicht antworten soll. Letztens war doch noch ein Fall bei Akte, da wurde es auch gesagt

      Antworten
  • 12. September 2015 um 16:14
    Permalink

    Habe heute von HIT mitgeteilt bekommen, dass sie die Sache nicht weitererfolgen:

    Hier mein Schriftverkehr:

    „1. Schreiben an HIT:
    Sehr geehrte Frau Weber, sehr geehrter Herr Markau,
    bezugnehmend auf mein Telefonat mit Herrn Markau vom heutigen Tage um 08:50 Uhr und nach Rücksprache mit meinem Anwalt in o.g. Angelegenheit weise ich die Forderung zurück:
    Ich habe weder mit Skype noch mit Skrill (vorm. Moneybookers) wissentlich oder willentlich online oder auf anderem Wege einen Vertrag über eine Leistung geschlossen, noch eine Lastschrifter-mächtigung erteilt. Ich habe i.Ü. auch keinerlei Auftragsbestätigung einer der beiden Firmen erhalten aus der sich die Forderung substantiell ableitet.
    Das mir von Ihnen zugesandten Schriftstück unter o.g. AZ stellt lediglich eine Behauptung auf; die Berechtigung der Forderung lässt sich dadurch nicht nachvollziehen. Insofern bitte ich dann um Nachweis durch Sie in Form einer durch mich getätigten Beauftragung / Bestellung aus der ich die Berechtigung der Forderung erkennen kann. Insbesondere bin ich daran interessiert zu erfahren, wodurch ich einer Lastschrift zugestimmt haben soll.
    Sollte ich einen zweifelsfreien Nachweis dahingehend erhalten, dass die Forderung Ihres Mandanten zu Recht besteht, werde ich einer etwaigen Zahlungsverpflichtung nachkommen.
    Wie mir Herr Markau in dem o.g. Telefonat auf Anfrage mitteilte, wäre das Zahlungszahl bis zur Klärung meiner Fragen obsolet, so dass Sie daraus keinerlei weitere Gebühren ableiten.“

    Daraufhin erhielt ich ein Schreiben in dem meine Bankverbindung und eine Art Bestellung aufgelistet waren, sowie eine Mailadresse, die nicht meine ist oder war.

    Darauf schrieb ich wie folgt zurück:Widerspruch gegen Ihre Forderung

    „Sehr geehrte Frau Weber
    mit Schreiben vom 14.7.15 fordern Sie einen Betrag in Höhe von 43,40 € von mir. Hiermit widerspreche ich dieser Forderung. Ich werde sie nicht bezahlen, da sie unberechtigt ist. Der Widerspruch bezieht sich dabei sowohl auf die Hauptforderung, als auch auf die von Ihnen aufgestellten Verzugskosten/Mahnkosten.
    Ich begründe meinen Widerspruch und nehme wie folgt Stellung:
    Im Februar 2012 wurde von meinem Konto eine unberechtigte Lastschrift vorgenommen. Als Gläubiger wurde Skype benannt. Da ich weder einen Vertrag (auch nicht online) mit Skype geschlossen, es keine konkrete Rechnung gab und auch immer noch nicht gibt und ich auch keine Einzugsermächtigung gegeben habe, wandte ich mich zunächst an meine Bankfiliale. Diese teilte mir mit, dass es dort in dem fraglichen Zeitraum vermehrt zu solchen dubiosen Vorfällen gekommen sei.
    Ich habe dann im Internet recherchiert und bin dabei auf diverse Foren gestoßen, die von demselben Umstand berichteten, wie z.B. dieses: https://abgez0ckt.wordpress.com/2012/01/05/grundlose-abbuchung-von-moneybookers-ltd-im-auftrag-von-skype/
    Meine Recherche auf der Seite von Skype ergab i.Ü., dass Skype zwar kostenpflichtige Dien-ste anbietet, diese aber über Paypal liquidiert. Ich verfüge über kein Paypal-Konto. Ich nehme ebenfalls nicht am Online-Banking teil.
    Nach dieser Recherche war mir klar, dass es hier einen großangelegten Online-Betrug auch zu meinen Lasten gab (es wurden massiv Homepages von Online-Händlern gehackt und sich Bankverbindungen besorgt) und ich habe die Lastschrift zurückgeholt.
    Sie haben mir nun in Ihrem Schreiben vom 31.8.15 eine Anlage anbei gelegt, die für mich wiederum keine konkrete Rechnung darstellt und aus der meine Identität nicht hervorgeht.
    Sie benannten eine hinterlegte Bankverbindung, die in der Tat meine ist. Dies ist logisch, da ich offensichtlich das Opfer eines Onlinebetruges / Datenklaus wurde, wie viele andere übrigens auch.

    Weiterhin ergibt sich dies aus der von Ihnen als hinterlegt benannten E-Mail-Adresse:
    Weder bin ich Thomas Jansen, noch habe ich jemals diesen Namen verwandt und ich habe auch keinen E-Mail-Account, der dem von Ihnen benannten entspricht.

    Mithin widerspreche ich Ihnen bezüglich Ihrer Aussage, ich hätte von diesem Anbieter Dienstleistungen in Anspruch genommen. Ich habe keinen Vertrag geschlossen und keine Dienstleistung in Anspruch genommen.
    Daraus folgert i.Ü., dass Ihr Mandant den tatsächlichen Auftraggeber recherchieren muss um sich von ihm die die Kosten erstatten zu lassen.
    Eventuell ist auch HIT-Inkasso involviert, in dem es eine Forderung eines Zahlungsdienstleis-ters liquidieren will, der vielleicht an dem Betrug beteiligt ist. Mir sagen weder Moneybooker noch Skrill irgendetwas. Ich kann die Seriosität dieser Firmen nicht einschätzen und vermag nicht zu sagen, ob es nicht ggf. eine Verbindung zwischen Thomas Jansen und Skrill /Money-bookers gibt. Ich erwäge zu prüfen, ob ich Strafanzeigen stellen will.

    Rein vorsorglich mache ich Sie darauf aufmerksam, dass eine widersprochene Forderung nicht an die Schufa oder eine andere Auskunftei (Creditreform, Infoscore, Bürgel etc.) gemeldet werden darf. Ebenso rein vorsorglich mache ich bereits jetzt die Einrede der Verjährung geltend.
    Ebenso vorsorglich erkläre ich Widerruf, Kündigung und Anfechtung.
    Ich bitte Sie, mir innerhalb von drei Wochen ab Erhalt dieses Einschreibens schriftlich mitzuteilen, ob Sie die Angelegenheit weiter verfolgen werden.

    Bitte erlassen Sie keine weiteren Mahnschreiben und verzichten Sie auf die Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheides. Einem solchen würde ich vollumfänglich widersprechen. Den hier geäußerten Forderungswiderspruch halte ich konsequent aufrecht, da Ihre Forderun-gen unberechtigt sind.

    Mit freundlichen Grüßen“

    Binnen drei Tagen hatte ich die Einstellung des Verfahrens.

    Antworten
  • 13. September 2015 um 18:04
    Permalink

    Hallo,
    habe eben von skrill bzw gamesrocket eine mail bekommen das ich bzw eine person die ich nicht kenne ein konto eröffnet hat mit meiner mail adresse aber einer anderen bankverbindung.

    bestellt wurde dann bei gamesrocket irgendwelche credits für grand theft auto irgendwas…..hab mit pc spielen überhaupt nix am hut…

    ich sollte in der einen mail das konto bestätigen …hab ich natürlich nicht gemacht ;-)

    bin mal gespannt was da noch kommt….

    hatte neulich einen mailer auf m rechner den ich erfolgreich entfernt hatte (dachte ich)

    gruß sven

    Antworten
  • 14. November 2015 um 13:53
    Permalink

    Hallo zusammen,

    hab heute eine Abbuchung von Skrill Limited über 93,10€ auf meinen Kontoauszug gesehen.
    Kenn die Firma nicht und hab auch nichts bestellt über solchen Betrag.
    Kann mir wer von euch weiterhelfen wie ich hier vorgehen soll.

    Antworten
  • 26. November 2015 um 13:43
    Permalink

    hallo,

    hier sollte aber auch darauf hingewiesen werden das skrill an sich seriös ist.
    es ist ein e-commerce zahlungsdienstleister, a la paypal.
    bei solchen abbuchungen sollte man sich eher überlegen wieso betrüger die
    bankdaten erlangen konnten,
    bzw. auch klar sein das sie diese weiterhin besitzten / missbrauchen können.
    skrill war hier nur das „werkzeug“, nicht der betrüger.

    Antworten
    • 17. Dezember 2015 um 09:22
      Permalink

      Da hast du vollkommen recht. Scrill hat damit nichts zu tun, sondern wird von den Betrügern genauso benutzt wie die Betrogenen selbst.

      Antworten
  • 18. Dezember 2015 um 18:19
    Permalink

    Eure Daten haben schlicht und ergreifend in irgendwelchen Foren als Textdatei die Runde gemacht, und nun müsst ihr den Schuh sozusagen ausbaden. Entweder hattet/habt ihr nen‘ Virus auf dem PC oder ihr habt eure Daten mal in so nem‘ Phishing Formular eingegeben.
    Bestellt werden hauptsächlich Sachen die nicht physisch sind, z.B. Spiele als Download.
    So viel mal zur Erklärung. Skrill dafür verantwortlich zu machen ist falsch.

    Antworten
    • 18. Dezember 2015 um 18:43
      Permalink

      Ich mache Skrill dafür nicht verantwortlich. Wie ein Betrüger allerdings an meine Bankdaten, die niemals im Internet auftauchen, kommen, ist mir ein Rätsel. Aber auch dafür gibt es Antworten, sagt mein Computerfreak …

      Antworten
      • 19. Dezember 2015 um 10:14
        Permalink

        Das war auch nicht an Sie gerichtet, sondern an andere Betroffene die das vielleicht lesen, da ja oft die Vermutung aufkommt, dass Skrill betrüger sind, da diese Firma nicht sehr bekannt ist in Deutschland.
        Die Betrüger lassen sich da schon was einfallen, schließlich geht es hier um leicht verdientes Geld, da diese Datensätze mit Name, Adresse, Geburtsdatum und Kontodaten meistens Geld kosten, je nach „Qualität“.
        Noch eine Möglichkeit neben dem Virus oder dem Phishing ist noch, dass Sie in einem kleineren Online-Shop etwas per Lastschrift bezahlt haben und dieser entsprechende Shop eben gehackt wurde bzw. die Daten geleaked wurden.
        Eine Anzeige gegen Unbekannt würde übrigens wenig bringen, da der normale Polizeibeamte damit schnell mal überfordert ist und die Täter, die diese Daten am Ende dann gekauft und benutzt haben, meist ihre IP, bzw. ihren Aufenthaltsort verschleiern.
        Es bleibt einem nichts anderes übrig als den ganzen Käse wieder zurückzubuchen und sich mit den Firmen und Inkasso Büros auseinanderzusetzen. In besonders krassen und mehrfachen Fällen würde ich über einen Kontonummern- bzw. Wohnsitzwechsel nachdenken.

        Antworten
        • 25. Dezember 2015 um 10:28
          Permalink

          Wie schon geschrieben … die von den Betrügern benutzten Bankdaten tauchen nirgendwo im Internet auf!
          Und der „Tipp“ mit dem Wohnsitzwechsel ist ja besonders drollig.

          Antworten
  • 24. Dezember 2015 um 13:36
    Permalink

    Hallo,
    Mir wurde gestern per Lastschrift von Skrill Limited(Moneybookers) ein Betrag von 99,99 EUR abgebucht. Ich dachte ich sehe nicht richtig. Ich kenne die Firma nicht mal und habe auch niemals etwas dort gekauft oder bestellt über solchen Betrag. Habe die LS-Rückbuchung veranlasst. Kann mir jemand sagen was mich in dieser Sache als nächstes erwartet? – Wünsche ein Frohes Fest

    Antworten
    • 25. Dezember 2015 um 10:30
      Permalink

      Du bekommst vermutlich eine Mahnung. Und alles weitere ist oben beschrieben! Wer lesen kann, ist klar im Vorteil …

      Antworten
  • 4. Januar 2016 um 11:40
    Permalink

    Mir haben sie heute auch 99,99 einfach so vom Konto abgebucht , hab die Kohle zurück geholt. Mal sehen was passiert !!

    Antworten
  • 21. Mai 2016 um 22:05
    Permalink

    Hallo zusammen,
    mit Spannung habe ich mir den Artikel sowie die Kommentare hier durchgelesen!
    Wie ich sehe, scheint seit Anfang Januar ruhe zu sein, oder gab es in der Zwischenzeit weitere solcher Vorfälle?
    Würde mich interessieren, vor allem da ich selbst noch nie solche Erfahrungen gemacht habe…

    Viele Grüße
    Christian

    Antworten
    • 29. Mai 2016 um 13:13
      Permalink

      Ich hab Ruhe. Ob das bei den anderen auch der Fall ist, weiß ich natürlich nicht.

      Antworten
  • 2. Juni 2016 um 17:06
    Permalink

    Bei mir wurde am 31.05.2016 von Konto 50,00 Euro abgebucht !
    Wer hat damit Erfahrung? Ich brauche Hilfe!

    Antworten
    • 2. Juni 2016 um 20:09
      Permalink

      Deine Abbuchung kannst du ablehnen. Also per Internebanking oder mit Anruf bei deiner Dank den abgebuchten Betrag einfach „zurückgeben“.

      Antworten
  • 14. Juni 2016 um 12:24
    Permalink

    Hallo ,
    Ich hatte auch Abbuchungen von skill limeted in Höhe von 181,75 € und 3×302,75 , zum Glück ist mir das am selben Tag aufgefallen und sofort etwas gegen die Abzocker unternommen und mein Konto sperren lassen .

    Antworten
  • 17. November 2016 um 17:04
    Permalink

    Hallo Liebe Renate, und alle anderen Betroffenen.
    Bei meiner Internet Recherche zu der Skrill Ltd. bin ich hierraus gestoßen, und habe mit großer Neugier all eure Erfahrungen gelesen.

    Auch ich habe gestern abend urplötzlich eine Email (!!!) bekommen – Jedoch von der Inkasso Firma „advaro“ die für ihren Mandanten „skrill Ltd.“ von mir 1950,-€ wollen!
    Da bin ich erstmal natürlich aus allen Wolken gefallen.
    Ich errinere mich tatsächlich an 2 Abbuchungen a 100€ durch die Skrill ltd. im august 2014, habe diese Beiträge nach kurzer Recherche einfach zurück gehen lassen, und meine Bank veranlasst die Skrill Ltd nichts mehr abbuchen zu lassen. Hab im Internet unzähliges bezüglich Betrug im Zusammenhang mit dieser Firma gelesen.in meinem Jugendlichen Leichtsinn habe ich die Sache nicht weiter verfolgt, habe Seid dem jedoch nichts mehr gehört – bis gestern dann.
    Laut Inkassoemail soll ich über die Skrill Ltd. angeblich Dienstleistungen bei der Firma Gameforge GmbH im Wert von knapp 1500€ in Anspruch genommen haben.
    Weder mit Gameforge noch mit Skrill hatte ich jemals Kontakt geschweige denn eine Geschäftsbeziehung. Ich plane nächstes Jahr meine Verlobte zu heiraten und nun wollen mich diese Pfosten anscheinend ruinieren.
    Naja, Folgendermaßen bin ich bisher vorgegangen:
    Heute bin ich zur Bundeskriminalinspektion gegangen, um im K8 (die sind spezialisiert auf Betrug jeglicher Form) Strafanzeige zu stellen wegen Betruges und Identitätsdiebstahl.
    Danach habe ich auf Die Inkassomail geantwortet dass ich der gesamten Forderung und allen damit verbundenen Kosten komplett wiederspreche, habe meine Gründe dazu geschrieben (dass ich die Firmen nicht kenne, keine Geschäftsbeziehung besteht, dass Anzeige erstattet wurde usw.) und dass ich den Erhalt des schreibens, und die Bestätigung über die Einstellung des ganzen Bestätigt haben möchte. Angehängt habe ich natürlich eine Kopie der Anzeige.
    Naja, ich warte mal ab Ob und was noch auf mich zukommt, und hoffe einfach auf eine möglichst unkomplizierte Klärung der ganzen Sache.

    Antworten
  • 2. Januar 2017 um 19:30
    Permalink

    Hallo

    Bei mir ist es ein ähnlicher Fall. im April 2015 wurden bei mir mehrere unberechtigte Abbuchungen getätigt, welche ich zurückholen ließ. im Internet konnte ich kein Kontakt zu dieser Bank finden, daher unternahm ich auf anraten des Bankmitarbeiters nichts. Im Juli 2016 erhielt ich dann Post von advaro Services aus München erhalten über Forderungen von Swisshold GmbH bei der Bank Skrill. Hier wiedersprach ich per Brief (leider kein Einschreiben) und Mail. Im August bekam ich dann Post eines Anwalts aus München mit den Forderungen. Hier wiedersprach ich per Einschreiben nach Rücksprache mit meiner Rechtsberatung. Im Dezember kam erneut eine Aufforderung der Müncher Anwaltskanzlei ohne auf mein Schreiben eingeganen zu sein. Es soll nun ans Amtsgericht weitergeleitet werden.Soll ich Strafanzeige ersttten??

    Antworten
  • 14. Februar 2017 um 07:08
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    Bei mir wurden heute 25,00 Euro abgebucht. Die Betrügereien gehen also auch in 2017 weiter!!! Werde nachher das Geld zurück buchen lassen und Skrill für mein Konto sperren lassen, falls das geht. Danke für das o.g. Schreiben, welches ich mir für ein eventuelles Mahnschreiben schon mal vorsorglich gespeichert habe. Hoffentlich ist es bei mir auch so schnell erledigt wie bei manchen von euch.

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  • 26. September 2017 um 23:28
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    Lieben Dank an alle, die sich geäußert haben, das ist sehr hilfreich!

    Es geht weiter: Soeben innerhalb von drei Minuten einmal EUR 10,25 und einmal EUR 197,25 von einer Kreditkarte abgebucht, die seit einem halben Jahr in der Schublade liegt, aber noch nicht gekündigt ist. (Ich habe automatische Push-Nachrichten für sämtliche Umsätze eingerichtet, das ist sehr hilfreich!)

    Was ich sofort unternommen habe: Anruf beim KK-Anbieter, Karte gesperrt, Abbuchungen werden rückgängig gemacht. Natürlich steckt wieder Skrill dahinter (hatte ich vorher noch nie gehört).

    Was ich als Nächstes machen werde: Mich auf das Schreiben von advaro freuen, das dann nächstes oder übernächstes Jahr bei mir eintreffen müsste. Dann das übliche Programm: Der Forderung widersprechen, auf Einstellungsbescheid warten, Aus die Maus.

    Nervig ist nur, dass man sich um so einen Mist noch kümmern muss.

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