Fotohonorar – Nutzungsgebühr

Neulich habe ich mich über den inflationären Verfall der Fotohonorare erregt. Der eine oder andere Leser hat dabei vielleicht gedacht, 30.000 bis 50.000 Honorar für ein einziges Foto?! Weil vermutlich nur wenige ahnen, was hinter dem Begriff “uneingeschränktes Nutzungsrecht” steht, hier eine Liste von möglichen Medien.

- Anzeigen (in Zeitungen, Zeitschriften und Fachzeitschriften und diverse)

- Außenwerbung an Fahrzeugen (eigenen und fremden, Bussen, Bahnen und Taxis)

- Ausstellungskataloge

- Bannerwerbung

- Beihefter

- Beilagen

- Poster

- Bildschirmschoner

- Bildträgerhüllen (CD, DVD)

- Booklet

- Broschüren

- Dia-Präsentation

- Power-Point-Präsentation

- Overhead-Präsentation

- Video-Präsentation

- Displays

- Kundenzeitschrift

- Firmenzeitschrift

- Geschäftsbericht

- Etiketten

- Fassadendekoration

-  Flyer

- Folder

- Handzettel

- Bannerwerbung im Internet

- Journal

- Kinowerbung

- Kundenkarten

- Litfaßsäule

- Leuchtkästen/Leuchtwerbung

-  Mailings

- Messepräsentation

- Werbefilm

- Onlinedienst-Einblendungen

- Homepage

- Weblog

- Internetwerbung in Portalen

- Datenblätter

- Salesfolder

- Veranstaltungen

- Versandhüllen

- Werbepostkarten

- Werbekalender

- Textilien (T-Shirts, Werbetaschen etc.)

Für all diese Werbemöglichkeiten will die erwähnte Firma 1.000 Euro Honorar bezahlen und damit die uneingeschränkten Nutzungsrechte erwerben. Ob sie sie dann nutzt, ist eine andere Sache. Deshalb spezifizieren seriöse Unternehmen den Einsatz des Fotos und vereinbaren danach das Honorar.

Alles in allem ist das Ansinnen des erwähnten Wettbewerbs dreist. Das Schlimme dabei ist vor allem, dass sich genügend Dumme finden, die bei so was mitmachen. Und der Initiator der Abzocke lacht sich ins Fäustchen…

2 Antworten auf Fotohonorar – Nutzungsgebühr

  • skriptum sagt:

    Sowas ist wirklich ärgerlich. Aber wer sich dafür nicht zu billig ist …

    Schade, dass eine faire Honorierung von Leistung damit Stück für Stück auf der Strecke bleibt. Aber so ist das leider nun einmal: Wenn es nur noch um billig, billiger, “umsonst” (statt kostenlos) geht, ist der Fall ins Bodenlose irgendwann nicht mehr zu verhindern.

    Was kann man dagegen tun?

  • Bernd sagt:

    Ahnungslos hätte ich auch unterschrieben. Liebe Renate, schön, dass Du da ein wenig für Aufklärung sorgst.
    Lieben Gruß
    Angelika und Bernd

    Der Wahlkampf ist fast zu Ende, wir waren der Verlierer, unsere Truppen sind mitten in der Schlacht zum Feind übergelaufen. Nun haben wir wieder mehr Zeit zum Lesen.

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