Ich bin zwar bei Mitglied bei Twitter, kann mich aber bisher für dieses neue Medium, auch Micro-Blogging genannt, nicht so richtig erwärmen. Der Grund: einerseits müsste ich den ganzen Tag bei Twitter online sein, um zu sehen, was die anderen so von sich geben, und andererseits interessiert mich offen gestanden nicht, ob und wer sich überlegt, was er nun frühstückt (zu Mittag oder zu Abend isst) und ähnliche uninteressante und nutzlose Informationen von sich gibt. Und die wenigen interessanten Informationen findet man meistens auch in den Blogs der jeweiligen Twitterer. Schön übersichtlich und dafür reicht ein Besuch pro Tag.
Ich bin mal gespannt, wie sich die Twitterei weiter entwickelt. Im Gegensatz zum Bloggen halte ich wirklich nichts davon.
Und ich bin auch nicht allein mit meiner Meinung, denn die Jugendlichen zwischen 14 und 21 twittern so gut wie gar nicht. Was mich irgendwie beruhigt, denn die jungen Leute sind ja die ersten, die auf die neue Technologien am schnellsten an- und aufspringt.
Und Geld verdienen wird man damit wohl auch nur in den wenigsten Fällen. Warum soll man ich dann twittern, wenn es nur Zeit kostet, langweilt und nichts einbringt….









Liebe Renate,
was dieses neue Spielzeug bringen soll ist mir auch noch sehr schleierhaft geblieben. Mal abwarten, SMS war auch erst ein Abfallprodukt der Telefon Giganten, heute ist es ein Milliardengeschäft. Wir hätten rechtzeitig einsteigen sollen, nun ist es zu spät :-)
Lieben Gruß
Bernd
Ich habe zwar ein Handy, lieber Bernd, nutze es aber so gut wie gar nicht. SMS verschicke ich keine einzige.
So änlich sehe ich das mit Twitter.
Aber angeblich will Google Twitter kaufen für 25 Millionen. Doch das hat wenig mit dem Nutzen für den einzelnen Twitter-Nutzer zu tun. Also für mich. Geschäft darüber zu generieren, ist vermutlich ein Glücksfall.
Nicht jede neue Technologie ist sinnvoll. “Second life” beispielsweise halte ich für vollkommenen Blödsinn – außer dass die Neurotiker eine ungefährliche Plattform haben.
Herzlicher Gruß an dich und deinen HD – von Renate
Schön das du genau meiner Meinung bist. Mich interessiert es genau so wenig was die Leute frühstücken.
Ich denke es wird wie Second Life werden: Zuerst ein heißes Thema das sich dann im Sand verläuft.
Wenn Google einsteigt könnte der Hype sich aber dennoch festigen, das kann aber wohl noch niemand genau sagen.
Wie ist es doch heute so schön zu lesen gewesen…
Twittern ist wie Pupsen:
http://www.heise.de/resale/Twittern-ist-wie-pupsen–/artikel/136854
Na denn :wink:
Für Jugendliche ist Twitter tatsächlich weniger interessant, weil es doch recht spartanisch und textlastig ist – die treiben sich eher auf FaceBook und MySpace herum.
Momentan ist Twitter eher eine Spielwiese für Intellektuelle und hat noch den Nimbus des Elitären, ohne die breite Masse zu durchdringen.
Banalitäten sind schon länger nicht mehr der Hauptinhalt der meisten Tweets. Im Gegenteil bestehen die Twitterfeeds, die ich abonniere, aus Geistesblitzen, Gesellschaftskritik, Zitaten, politischen Surftipps, Aphorismen, Buch- und TV-Tipps, zeitkritischen Kommentaren und Blogeintragsankündigungen.
Momentan ist Internetzensur ein heißes Thema auf Twitter, nirgendwo wird man so schnell auf neue Texte zu diesem Thema aufmerksam.
Twitter löst Blogs nicht ab, aber wie oft hat man mitteilenswerte Gedanken, amüsante Beobachtungen und lesenswerte Netzfundstücke, für die sich ein Blogeintrag nicht lohnte, die man aber über Twitter schnell einmal mitteilen kann, und das sogar unterwegs per iPhone.
Ich las früher auch nur Blogs, aber habe erst mit Twitter das Gefühl, live dabei zu sein, weil man dort den Gedanken der Blogger/Twitterer in Echtzeit folgt und sie unkompliziert direkt ansprechen kann.
Beim Bloglesen fährt man quasi mit dem Auto an den Häusern der anderen Blogger vorbei, sieht diesen und jenen aus dem Fenster winken, aber muss schon anhalten, wenn man ein Gespräch mit ihnen sucht, und es wäre schon Zufall, wenn zeitgleich ein anderer Blogleser anhielte, sodass man auch mit diesem ins Gespräch käme.
Beim Twittern sitzen alle in einem Bus, es herrscht Klassenfahrtatmosphäre und jeder kommt mit jedem ins Gespräch, alle lachen zusammen über einen laut erzählten Witz, den man nicht jedem einzeln vortragen muss.
Eine Auswahl praktischer Anwendungsmöglichkeiten für Twitter findet man hier:
http://webworkblogger.de/index.php/2007/03/15/17-sinnvolle-anwendungsideen-fuer-twitter-und-es-bringt-doch-etwas/
Funktioniert leider nicht, der Link zu webworkblogger. :-(
Twittern und Langeweile? Das könnte nur passieren, wenn man den falschen Personen folgt. Die Parallel zu den Blogs ist da genau gleich: Blogs lesen kann auch langweilig sein, wenn man die falsche Auswahl trifft.
Dass man die ganze Zeit in Echtzeit dabei sein muss, ist nicht richtig. Es ist eher so, als ginge man sich im Sozialraum einen Kaffee holen, trifft dort ein paar Leute, hört ein Gespräch mit, wenn es einem interessiert klingt man sich ein und wenn man genug hat, geht man auch wieder.