Archiv für die Kategorie „Rezepte“
Vor kurzem schrieb ich zum Thema “Werbung für lau”. Dass es auch ganz anders geht, beschreibt diese Situation: Ich bekam eine Email, in dem Bezug genommen wurde auf ein Lammrezept, das ich in diesem Blog veröffentlicht habe. In diesem Zusammenhang wurde ich gefragt, ob man mir eine Portion neuseeländisches Lammkarree schenken dürfe. Ich solle es nach meinem Gusto zubereiten, und natürlich würde sich der Absender sehr freuen, wenn ich das Rezept hier veröffentlichte. Ich war mit diesem Vorschlag einverstanden.
Nach wenigen Tagen überreichte mir ein Kurierfahrer einen Styropor-Karton, und drinnen befand sich – gut gekühlt – die Portion Lammkarree. Es war nicht nur eine Portion, sondern eigentlich vier. Denn mein Gast und ich haben zwar mächtig zugeschlagen, aber es nicht geschafft, alles zu verputzen – obwohl das Essen sehr gut geschmeckt hat. Das Lammkarree war ausgesprochen zart war und das selbst ausgedachte Rezept sehr lecker.
Und so habe ich es gemacht. Fleisch gewaschen und gut abgetrocknet. Mit mittelscharfem Senf eingerieben und gesalzen und gepfeffert. Dann eine Mischung aus zerriebenen Sonnenblumen-, Kürbis- und Pinienkernen und frischen Gewürzen (Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei, Basilikum, Estragon) darüber gestreut, festgedrückt und mit nativem Olivenöl beträufelt. Das Ganze wurde im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ungefähr eine dreiviertel Stunde gebraten. Ganz zum Schluss noch kurz der Grill eingeschaltet und die Kruste leicht gebräunt.
Dazu gab es in Butter gebratene Pellkartoffel-Stücke und gemischten Salat.
Mehr Informationen zu Lammfleisch aus Neuseeland gibt es bei www.neuseelandlamm.de
Nachsatz: so macht man gute PR! Preisgünstig ist sie für den Kunden auch noch. Und vor allem effizient und glaubwürdig. Und das ist das Wichtigste bei Public Relations.
Gestern habe ich beim Übers-Land-Fahren zufällig eine Himbeerplantage entdeckt und natürlich sofort angehalten. Ein Kilo habe ich geerntet. 5,80 Euro hat das gekostet. Ein Schälchen Himbeeren auf dem Vikualienmarkt im München kostet 2,50 Eur. Da sind aber nur hundert Gramm drin (wenn ich mich nicht irre). Ungefähr ein Pfund habe ich beim Pflücken verschnabuliert und dafür freiwillig einen Euro und zwanzig Cent bezahlt. Das sei nicht nötig, meinte der freundliche Mann an der Kasse. Ich fand es aber nötig, zumal die kleinen Früchtchen köstlich schmecken.

Und vorhin habe ich mir zum Frühstück ein Joghurt mit Himbeeren und frischen, klein geschnibbelten Pfefferminzblättchen gerührt. Lecker!
Seit ich Karin Greiner kenne, habe ich ein ganz anderes Auge für all die Köstlichkeiten, die die Natur uns bietet. Lecker und kostenlos. Giersch, Vogelmiere, Brennesseln, Löwenzahn … die Liste ist beliebig erweiterbar. Gärten und auf Wiesen sind ein Füllhorn an köstlichen Zutaten für das Kochen mit Wildkräutern.
Nun gibt es ein neues Wildkräuterbuch. Bei Karin Greiner habe ich den Tipp entdeckt und mir das Buch gleich bestellt. Bei der Autorin Margarete Vogl direkt. Mit Widmung und Signatur.

“Wilde Köstlichkeiten” heißt das vor kurzem erschienene Buch. Im ersten Teil erfährt der Leser alles Wissenswerte über Wildkräuter und im zweiten Teil gibt es leckere Rezepte und im ganzen Buch viele wunderschöne Fotos. Hier kann man es bestellen.
Lecker, gesund und schnell gemacht:
möglichst dicke Spargelstangen
Lauchzwiebel
Cocktailtomaten
Rucola
Essig/Olivenöl
Pfeffer/Salz
frisches Basilikum
Spargel schälen und in dünne Scheiben schneiden. Tomaten vierteln, Lauchzwiebel in feine Ringe schneiden, Rucola zweimal quer durchschneiden. Basilikum fein schnibbeln. – Eine Vinaigrette rühren und alles gut durchmischen.
1 Bund Vogelmiere
Olivenöl
Salz/Pfeffer
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Dank Karin Greiner habe ich einen Zugang zu Wildpflanzen und Wildkräutern gefunden und ich gehe mit ganz anderen Augen durch die Natur. In einer Zeit der chemischen Aromen und Lebensmittel, in denen oft was ganz anderes drin steckt als der Text auf der Packung uns weismachen will, bietet die Natür eine Fülle an wertvollen und “ehrlichen” Zutaten. Gesund und kostenlos. So zum Beispiel Wildkräuter für einen leckeren Salat. Ein Geschmackserlebnis der ganz besonderen Art!
Zutaten:
- Brunnenkresse (wächst in kleinen Bächen)
- Lindenknospen und frisch aufgegangene Blättchen (schmecken lecker-nussig)
- Gundermann (feiner Pfefferminz-Geschmack)
- Gänseblümchen (Blüten und Knospen)
- Löwenzahn (die kleinen und hellgrünen Blättchen)
- Bärlauch (die kleinen Blättchen)
- Spitzwegerich (die kleinen Blättchen)
- Giersch (junge Blättchen, die sich noch nicht oder nicht ganz entfaltet haben)
- Ahornblüten
Diese Mischung kann man anrichten wie jeden anderen Salat. Also Vinaigrette seiner Wahl mischen, mit Nüssen, Sonnenblumen- oder Pinienkernen bestreuen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.












