Archiv für die Kategorie „Wort zum Samstag“
Lieben wird leicht
verwechselt mit besitzen.
Wer liebt, ist dankbar.
Wer besitzt, ist stolz.
Wenn wir einen Menschen hassen,
so hassen wir in seinem Bild etwas,
was in uns selbst sitzt.
Was nicht in uns selber ist,
regt uns nicht auf.
Hermann Hesse in “Lektüre für Minuten”
Zu diesem Wort möchte ich ein kleines Erlebnis schildern. Es ist viele Jahre her – ich war so um die zwanzig und Gast bei einer Party. Rund dreißig Menschen bevölkerten die Wohnung eines Freundes, unter anderem ein mir unbekannter Mann. Dieser Mann hatte unentwegt die Klappe auf und tat alles, um im Mittelpunkt zu stehen. “Arschloch”, dachte ich immer wieder, konnte meine Augen aber nicht von ihm lassen. Ich beoachtete ihn mit finsterer Miene, und zusehends ging er mir mehr auf die Nerven.
Plötzlich, ich weiß nicht mehr warum und was er nun schon wieder von sich gegeben hatte, durchfuhr mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel die Erkenntnis: “Menschenskind, Renate, du verhältst ich oft ganz genau wie dieser Typ”.
Zugegeben, diese Erkenntnis war nicht gerade angenehm. Aber sie war sehr hilfreich. Und das ist sie bis heute. Denn immer wieder treffe ich Menschen, über die ich mich ärgere. Und in genau solchen Situationen gehe ich in mich und überlege mir, wo die Ähnlichkeit zu mir sein könnte. Und ich finde die Antwort schnell. Immer!
Ein Gutes hat die Sache übrigens auch. Es gibt nämlich auch Menschen, die ich ganz prima finde, die ich so richtig gern mag. Und in solchen Fällen gilt der Umkehrschluss…
Wenn du feststellst,
dass du zur Mehrheit gehörst,
solltest du deine Meinung
überdenken.
Mark Twain
Sie werden es nicht glauben,
aber es gibt soziale Staaten,
die von den Klügsten regiert werden.
Das ist bei den Pavianen der Fall.
Autor unbekannt
Die meisten Probleme,
die innerhalb einer Gemeinschaft entstehen,
werden dadurch hervorgerufen,
dass ihre Mitglieder äußeren Phänomenen
mehr Aufmerksamkeit schenken als dem,
was in ihnen selbst geschieht.
Dalai Lama
Das ist das Herrliche an jeder Freude,
dass sie unverdient kommt
und niemals käuflich ist.
Hermann Hesse








