Was ich nicht leiden kann

Was ich nicht leiden kann – III.

Wenn mich jemand nach Jahren anruft und so tut, als wolle er sich nach meinem Wohlbefinden erkundigen, dabei aber nix anderes im Sinn hat, als eine Information, oder einen Tipp, oder einen Rat, oder eine Adresse aus mir rauszuleiern. Oder mir gar was verkaufen zu wollen.

Was ich nicht leiden kann …

… wenn jemand anderen ein Verhalten vorwirft, das er selbst kein Deut besser macht.

Beispiel: Sich über Nachbarn beschweren, die Krach machen, selbst aber am Samstag früh um acht Uhr mit der Bohrmaschine Löcher in Wände bohren.

Was ich nicht leiden kann …

… wenn ich auf der Autobahn auf einem Streckenabschnitt vorschriftsmäßig 120 fahre, dabei einen Laster überhole und hinter mir ein Idiot die Lichthupe betätigt, weil er zu den Zeitgenossen gehört, die ihre Potenz durch schwachsinnigere Raserei auf der Autobahn (sich selbst) demonstrieren möchten.

Mich veranlasst so ein Verhalten dazu, spontan den Fuß vom Gas zu nehmen und ein kleines Weilchen neben dem Laster her zu trödeln. Was den Lichthupenbesitzer nicht besonders freut. Was mir wiederum egal ist.

(wird fortgesetzt)