Edition Blaes

Oh, Sie sind ja da …

Wenn ich jemanden anrufe, dann rechne ich damit, dass ich ihn auch antreffe. Dass dieses Verhalten ist nicht allgemeingültig ist, habe ich vorhin erfahren.

Ich sitze (sonntags) am Computer und redigiere “Das wilde Kräuterbuch”, als das Telefon klingelt. Wer anruft, sehe ich nicht, weil der Anrufer seine Rufnummer versteckt hat. Ich nehme den Hörer ab und melde mich – so wie immer – mit Vor- und Nachname.

Das Gegenüber am anderen Ende der Leitung ist offensichtlich irritiert. Denn es sagt: “Frau Blaes? … ehm … oh … Sie sind ja da … damit habe ich nicht gerechnet.” Das wiederum hat mich irritiert – aus oben genanntem Grund. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Gegenüber einige Fragen zum Thema Buchveröffentlichung in meinem kleinen Verlag “Edition Blaes” hatte. So was kann man nicht auf den Anrufbeantworter quatschen …

Es hat eine Weile gedauert, bis ich begriffen habe, was das Gegenüber konkret wollte. Das Gegenüber, eine Autorin, ist auf der Suche nach einem Verlag. Genau gesagt ist sie lediglich auf der Suche nach einem Deppen, der ihren Roman mit einer ISBN-Nummer inklusive Verlagslabel verschönert. Denn sie hat alles fertig: Format, Umschlag, abgesetzten Inhalt. Von einem Fachmann wurde das Manuskript bereits lektoriert und um die Vermarktung möchte sie sich auch selbst kümmern. Sie braucht also defintiv keinen Verlag …

Weil ich aber keine ISBN-Nummern-Händlerin bin, sondern Inhaberin einen kleinen und feinen Verlages, habe ich ihr alles Gute für ihr Romanprojekt gewünscht und mich dann wieder meiner Arbeit gewidmet.

Trotzdem frage ich mich, warum jemand jemanden anruft, wenn er gar nicht damit rechnet, den Jemand anzutreffen. Als einzig plausible Antwort fällt mir ein, wollte vielleicht lediglich die Telefonnummer hinterlassen, um dadurch die Telefonkosten zu sparen. Hat vielleicht keine Flatrate, die Dame … sollte man sich als Autorin unbedingt zulegen. Denn es gibt sehr, sehr viele Telefonate zu führen – um ein Buch zu vermarkten. Eine ISBN-Nummer ist dabei am wenigsten relevant.

Kleine rosa Nelke

Dieses schöne Blümchen trägt den Namen “Lichtnelke”. Und man kann die Blüten essen – am besten über den Salat streuen.

Dieses Foto ist eines von vielen in meinem Wildkräuterbuch-Projekt mit Karin Greiner, das im Herbst erscheinen wird. Und ich kann jetzt schon verraten: es wird ein ganz wunderbares und zauberhaftes Buch.

Wenn sich Wege trennen

Vor ein paar Tagen habe ich Autoren für ein neues Buchprojekt von “Edition Blaes” gesucht … heute schon ist die erste Geschichte gekommen, und weil ich von der schnellen Truppe bin, habe sie bereits abgesetzt.

Zum Download der Geschichte bitte aufs Bild klicken.

Der Titel des Buches wird lauten: Wenn Wege sich trennen

Und wie gestern schon geschrieben: Weitere Autoren sind herzlich willkommen!

Nachsatz: heute habe ich die zweite Geschichte bekommen. Sie trägt die Überschrift: “Nasse Tage”.

Autoren willkommen!

Für ein Projekt meiner “Edition Blaes” biete ich Autoren die Möglichkeit, mit ihren Gedanken, Gefühlen und Erlebnissen dabei zu sein. Thema: Abschied und Trauer.

Bei diesem Thema geht es nicht nur um Tod und Sterben, denn es gibt viele Abschiede in unserem Leben. Analog dazu gibt es Trauer und Traurigkeit. Verlustängste und Verlust. Unsicherheit und Verlassensein. Einsamkeit und Verlorenheit. Und genau darum geht es in dem Projekt. Denn diese Themen sind Tabuthemen. Viele Menschen glauben, nur fröhlich durchs Leben gehen zu müssen. Immer stark zu sein. Keine Probleme zu haben. Alles im Griff zu haben.

Das Gegenteil ist der Fall. Keiner von uns ist dauernd stark. Jeder von uns fühlt sich in vielen Momenten und Situationen schwach und hilflos. Nur – wie gehen wir damit um? Dürfen wir diese Gefühle zeigen? Sie aussprechen? Sie zu Papier bringen?

Ja!

Denn je mehr Menschen sich zu ihren Gefühlen bekennen, desto mehr Menschen trauen sich, das auch zu machen. Und was in unserer Gesellschaft fehlt, sind Gefühle. Offen gezeigte Gefühle. Uns fehlt Authenzitität. Bei uns selbst und bei anderen.

Jeder von und hat das Bedürfnis, authentisch zu sein. Wenige trauen es sich. Umso größer wird die individuelle Einsamkeit – und damit die kollektive Einsamkeit.

Also, wer dabei sein möchte, egal ob mit einer Geschichte oder einem Gedicht oder mit sonst was – ist herzlich willkommen! Auf Wunsch auch unter Pseudonym.

Ich freue mich auf eine Email oder auch sehr gern auf einen Anruf: 08192-1687.

Stress!?

Mit diesem Video kann man ihn abbauen und sieben Minuten entspannen.

Musik von Max Melvin. Fotos von mir.

Frühlingsgefühle

Frühlingsgefühle zum Hören und Anschauen – auf meiner DVD “Frühling”. Schöne Fotos mit wunderbarer und entpannender Chillout-Musik hinterlegt.

Hier kann man reinschauen und reinhören.



 
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"Ein Buch, das verzaubert"
Jutta Aurahs
Redaktion "Geliebte Katze"

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