Aus dem Alltag einer Verlegerin
In meiner Funktion als Inhaberin meines jungen und kleinen Verlages redigiere ich auch Texte. Wie mühsam das sein kann, beschreibe ich in einem Beitrag auf dem Blog von “Edition Blaes”. Und ich kann hier schon verraten: es ist SEHR mühsam!
Autorenlesung – erfolgreich
Ein Autor von Edition Blaes, Markus Lein, hatte vergangene Woche seine erste Lesung.
Methoden der Zuschussverlage
Einen Artikel über die Methoden von Zuschussverlagen – hier.
Oh, Sie sind ja da …
Wenn ich jemanden anrufe, dann rechne ich damit, dass ich ihn auch antreffe. Dass dieses Verhalten ist nicht allgemeingültig ist, habe ich vorhin erfahren.
Ich sitze (sonntags) am Computer und redigiere “Das wilde Kräuterbuch”, als das Telefon klingelt. Wer anruft, sehe ich nicht, weil der Anrufer seine Rufnummer versteckt hat. Ich nehme den Hörer ab und melde mich – so wie immer – mit Vor- und Nachname.
Das Gegenüber am anderen Ende der Leitung ist offensichtlich irritiert. Denn es sagt: “Frau Blaes? … ehm … oh … Sie sind ja da … damit habe ich nicht gerechnet.” Das wiederum hat mich irritiert – aus oben genanntem Grund. Erschwerend kommt noch hinzu, dass das Gegenüber einige Fragen zum Thema Buchveröffentlichung in meinem kleinen Verlag “Edition Blaes” hatte. So was kann man nicht auf den Anrufbeantworter quatschen …
Es hat eine Weile gedauert, bis ich begriffen habe, was das Gegenüber konkret wollte. Das Gegenüber, eine Autorin, ist auf der Suche nach einem Verlag. Genau gesagt ist sie lediglich auf der Suche nach einem Deppen, der ihren Roman mit einer ISBN-Nummer inklusive Verlagslabel verschönert. Denn sie hat alles fertig: Format, Umschlag, abgesetzten Inhalt. Von einem Fachmann wurde das Manuskript bereits lektoriert und um die Vermarktung möchte sie sich auch selbst kümmern. Sie braucht also defintiv keinen Verlag …
Weil ich aber keine ISBN-Nummern-Händlerin bin, sondern Inhaberin einen kleinen und feinen Verlages, habe ich ihr alles Gute für ihr Romanprojekt gewünscht und mich dann wieder meiner Arbeit gewidmet.
Trotzdem frage ich mich, warum jemand jemanden anruft, wenn er gar nicht damit rechnet, den Jemand anzutreffen. Als einzig plausible Antwort fällt mir ein, wollte vielleicht lediglich die Telefonnummer hinterlassen, um dadurch die Telefonkosten zu sparen. Hat vielleicht keine Flatrate, die Dame … sollte man sich als Autorin unbedingt zulegen. Denn es gibt sehr, sehr viele Telefonate zu führen – um ein Buch zu vermarkten. Eine ISBN-Nummer ist dabei am wenigsten relevant.
Kleine rosa Nelke
Dieses schöne Blümchen trägt den Namen “Lichtnelke”. Und man kann die Blüten essen – am besten über den Salat streuen.
Dieses Foto ist eines von vielen in meinem Wildkräuterbuch-Projekt mit Karin Greiner, das im Herbst erscheinen wird. Und ich kann jetzt schon verraten: es wird ein ganz wunderbares und zauberhaftes Buch.











