Apfel – winterhart?
Der Apfel am linken Baum hat allen Wetterwidrigkeiten die gelbe Stirn gezeigt.

Die roten Früchte am Baum daneben waren nicht so widerstandsfähig.

Der gelbe Apfel hängt mittlerweile auch nicht mehr. Der Sturm vergangene Woche hat ihn geschafft …
Unendliche Geschichte?
Was den Fall Wulff betrifft, so kann ich nur sagen bzw. fragen: Gibt es keine wichtigeren Themen in Deutschland? Was hat der Mann denn verbrochen? Mir geht das inszenierte Medienpalaver allmählich auf die Nerven. Er hat einen Kredit von einer Privatperson bekommen. Von der Frau eines Mannes, mit dem er schon seit vielen Jahren befreundet ist. Außerdem macht er gern Urlaub bei wohlhabenden Freunden. Ich finde weder das eine noch das andere verwerflich und denke, die Debatte sollte endlich beendet werden. Grenzt ja schon ans Lächerliche – das ganze aufgebauschte Theater um Wulffs “Verfehlungen”. Erinnert sich in diesem Zusammenhang noch jemand an Berlusconi?
Der Fall (von) Wulff
Prof. Gertrud Höhler bereitet mir immer wieder Freude. Egal, wo diese kluge und pragmatisch denkende Frau auftritt und egal, zu welchem Thema sie sich äußert, ich nicke mit dem Kopf.
Eben wurde sie im “heute journal” von Claus Kleber zur Causa Wulff befragt. Frau Höhler äußerte sich kurz, knapp und treffend. Wenn ich sie richtig verstanden habe, ist sie der Meinung, unser – gegen den Willen des Volkes – ins Amt gekommene Bundespräsident habe ausgedient. Und schuld sei er selbst. Nicht wegen des Kauf eines Eigenheimes, sondern wegen der Art und Weise, wie das Ganze abgelaufen ist.
Sie meinte, er hätte sich nicht verteidigen, sondern “auf die Knie gehen sollen”, um sich für sein Verhalten zu entschuldigen. Das wäre beim deutschen Volk gut angekommen.
Das sehe ich ähnlich. Fehlerfrei ist keiner von uns. Und Wulff hat ja schließlich kein Verbrechen begangen. Aber was gestern und heute wieder ans Tageslicht gekommen ist, lässt nicht auf die Souveränität und Gradlinigkeit schließen, die von einem Bundespräsidenten erwartet wird.
Die Parteien halten sich mit Meinungsäußerungen zurück und alle sind gespannt auf die Reaktion unserer Bundeskanzlerin, die übermorgen aus dem Urlaub zurück sein wird. Ich bin auch gespannt. Wobei ich mir sehr sicher bin, dass sie mich nicht überraschen wird. Was sie im übrigen noch nie getan hat … weil sie sehr vorhersehbar ist, in allen ihren “Ansagen”.
Wie im Himmel

Es gibt einen Film, der mich ganz tief in meinem Inneren berührt. Ich habe ihn schon mehrmals gesehen und gestern habe ich mir eine Aufzeichnung angeschaut. Es war wie gewohnt: mir liefen die Tränen über die Wangen. Warum?
Weil der Film mich mitten ins Herz trifft und viele andere Menschen bestimmt auch. Handelt er doch von einer großen menschlichen Sehnsucht: authentisch sein zu dürfen und Gemeinsamkeit zu (er)leben.
Gerade in den Zeiten der Internetkommunikation fällt mir immer mehr auf, wie einsam doch viele Menschen sind. Facebook, Twitter und Konsorten boomen, Blogs schießen aus dem Boden wie die Pilze, die Mobiltelefone laufen heiß … die Menschen wollen sich mitteilen. Wollen wahrgenommen werden.
Dass viele sich dabei in Oberflächlichkeit verlieren, ist bedauerlich. Deshalb finde ich den Film “Wie im Himmel” so wunderschön. Weil er zeigt, dass es auch anders gehen kann. Nämlich dann, wenn wir nicht gegeneinander kämpfen, uns nicht in Egoismus verlieren, sondern gemeinsam ein Ziel verfolgen und uns dabei gegenseitig stützen, wo Kraft und Hilfe gebraucht wird.
In dem Film singt eine Frau ein Lied, und den Text habe ich aufgeschrieben.
Jetzt gehört mein Leben mir.
Meine Zeit auf Erden ist so kurz.
Meine Sehnsucht bringt mich hierher.
Was mir fehlte und was ich bekam,
es ist der Weg, den ich wählte.
Mein Vertrauen liegt unter den Worten.
Es hat mir ein kleines Stück gezeigt
vom Himmel, den ich noch nicht fand.
Ich will spüren, dass ich lebe,
jede Tag, den ich habe.
Ich will leben, wie ich es will.
Ich will spüren, dass ich lebe,
wissen, ich war gut genug.
Ich habe mein Selbst nie verloren,
ich habe es nur schlummern lassen.
Vielleicht hatte ich nie eine Wahl,
nur den Willen zu leben.
Ich will nur glücklich sein,
dass ich bin, wie ich bin.
Stark und frei sein.
Sehen, wie die Nacht zum Tag wird.
Ich bin hier
und mein Leben gehört nur mir.
Und der Himmel, den ich suchte,
den finde ich irgendwo.
Ich will spüren,
dass ich mein Leben gelebt habe.
Diese berührenden Zeilen werden mich durch 2012 begleiten.
Ich wünsche Euch ein gutes neues Jahr. Seid stark und frei und lebt EUER Leben.
Herzliche Neujahrsgrüße – Renate
Gutes neues Jahr!

Bleibt im neuen Jahr gesund und fröhlich und vergesst nicht: Man muss im Leben mit allem rechnen – auch mit dem Positiven.
Weihnachten – Friede, Freude, Harmonie?
So, Weihnachten ist vorbei. Und damit die Zeit der gewalttätigen Filme. Auf allen Kanälen wurde gestritten, geschlagen und getötet was das Zeug hält. Da flogen Messer, Kugeln und Köpfe, da spritzte und floss das Blut. Leichen pflasterten die Wege der Protagonisten. Allen voran der angeblich meisterhafte Film “Kill Bill”. Was an diesem Streifen so grandios sein soll, hat sich mir nicht erschlossen. Schon vor einiger Zeit nicht, als ich zwei der drei Folgen zum ersten (und zum letzten) Mal angeschaut habe. Uma Thurman, Killerin und Hauptdarstellerin, rennt, springt und fliegt wie ein Gummiball durchs Geschehen und dabei bringt dabei alles um, was ihr vors Schwert kommt. Ekelhaft, abstoßend und völlig sinnfrei. Wie viele andere Filme auch.
Weihnachten, Zeit der friedvollen Besinnung? Von wegen!









