Tipps für Anfangsautoren
Vorabinfo: Diesen Artikel habe ich vor einigen Jahren geschrieben. Weil ich zur Zeit aufgrund des Poldner-Threads vermehrt angesprochen und nach Tipps und um Rat gefragt werden, stelle ich ihn heute auf die Startseite.
Der Traum vom eigenen Buch
Das eigene Buch – viele träumen davon. Viele schreiben eines. Renommierte Autoren und mittlerweile aber auch ganz normale Menschen. Sie schreiben sich ihre Erlebnisse von der Seele, teilen ihre Gedanken mit, plaudern aus dem Nähkästchen, geben ihr Wissen preis und/oder lassen ihrer Phantasie freien Lauf. Schreiben ist en vogue.
Hier ein paar Tipps aus meiner persönlichen Erfahrung.
Was schreibe ich?
Schreiben braucht Übung. Sie sollten deshalb nicht unbedingt mit einem 500-Seiten-Wälzer anfangen. Beginnen Sie mit Kurzgeschichten. Eine Kurzgeschichte ist relativ schnell geschrieben und bringt ein schnelles Erfolgserlebnis. Und fünf Seiten zu (selbstkritisch) zu bewerten, ist einfacher als 500. Weiterlesen
Loli will das Hexen lernen
Mittwoch Nachmittag, drei Uhr. Durch die Korridore der Montessori-Schule in Kaufering ziehen feine Töne. Musikunterricht? Nein, eine Autorenlesung mit Harfenspiel. Eine Lesung der besonderen Art. Hier wird keine schwere Literatur vorgetragen, sondern eine federleichte Geschichte von dem kleinen Mädchen Loli und Balthasar, ihrem Besen. Balthasar kehrt so schlecht, dass Loli sich überlegt, wozu er sonst wohl gut sein könne und kommt zu der Überzeugung, dass er ein Hexenbesen ist. Leider kann Balthasar nicht fliegen und sie selbst auch nicht hexen. Dieser leidige Umstand muss geändert werden.
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Zeit der Affenschaukeln
Monika Arcucci, ehemalige Kulturredakteurin beim ZDF und beim Bayrischen Rundfunk, hat ein ganz bezauberndes Buch geschrieben. “Zeit der Affenschaukeln” heißt die Autobiografie, die die wohlbehütete Kindheit eines kleines Mädchens in den Nachkriegsjahren beschreibt. Ich hatte das Vergnügen, Umschlag und Inhalt des Buches zu gestalten und dabei natürlich die wunderbare und sehr unterhaltsame Kindheitsgeschichte zu lesen – was sehr großen Spaß gemacht hat und mich oft zum Schmunzeln brachte – unter anderem weil die kleine Eva ein kluges, witziges und gefühlvolles Kind ist, das mit offenen Augen durch die Welt geht und Vieles wahrnimmt, das anderen Zeitgenossen gar nicht auffällt.

Hier ein Auszug aus dem ersten Kapitel des Buches, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil es so gut, interessant, mit viel Humor und erstaunlicher Selbstbeobachtung geschrieben ist:
Eva war noch keine vier Jahre alt, als sie kamen. Sie saß an diesem Nachmittag auf der Wiese neben den eifrig pickenden Hühnern und versuchte, bei einem Regenwurm heraus zu finden, an welchem Ende sich der Kopf befand. Eine dicke, haarige Raupe hatte sie bereits genauer untersucht und festgestellt, wo ihr Gesicht und ihr Hinterteil sein mussten. Besonders interessierten sie die Gesichter der Kriechtiere. Bei Heupferden und manchen Käfern glaubte Eva ein Lächeln in deren Mimik zu erkennen. Eva saß gerne im Garten und besah sich alles, was da herumkroch. Sie war hoch konzentriert und keuchte wie eine alte Dampflock. Einmal war sie so beschäftigt mit ihren Entdeckungen gewesen, dass sie, ganz in Gedanken, den zu bestimmenden Käfer auf ihrer Hand in den Mund gesteckt hatte. Das machte sie immer mit Gegenständen, die sie mit den Augen und den Händen nicht begreifen konnte. Aber, dass sie das mit einem lebendigen Käfer getan hatte, war ihr sehr peinlich, das würde sie niemandem erzählen.
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Weihnachten ohne Irma
Eine kleine besinnliche Weihnachtsgeschichte. Zum Anhören hier klicken.
Eine meiner ersten Geschichten. Veröffentlicht in meinem Büchlein “Liebe und andere Gefühle”. Vielleicht ein Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen. Hier kann man es bestellen.
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Ein “Gebetbuch” der besonderen Art
Seit ich blogge, werde ich alle naslang darum gebeten, für irgend etwas Werbung zu machen. Normalerweise mache ich das nicht. Doch heute mache ich eine Ausnahme. Denn ich habe ein Buch geschickt bekommen, das ich für etwas ganz Besonderes halte. Es ist ein Buch für Kinder. Im Grunde. Aber eigentlich ist es ein Buch für Erwachsene. Für Eltern genauer gesagt, weil sich das Buch mit dem Beten mit Kindern beschäftigt.

Marietta Becker hat vor fünf Jahren ihren Lebensgefährten verloren. Und nicht nur sie war sehr traurig darüber, sondern auch ihre kleine Tochter. Damals acht Jahre alt. Dazu kam noch Mariettas Brustkrebserkrankung – viele Belastungen in kurzer Zeit. Während Marietta über ihre Gefühle im Laufe der Zeit sprechen konnte, hielt sich das Töchterchen mit Gefühlsäußerungen zurück. Aber sie hatte Gefühle, das spürte Marietta. Und deshalb kam sie auf die Idee, mit ihrer kleinen Tochter jeden Abend zu beten, und während dieser Zwiesprache mit Gott erzählten beide, was ihnen auf der Seele lag. Denn auch das kleine Mädchen fand plötzlich Worte für seine Gefühle.
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Geschichten im Netz
Bekomme ich doch neulich eine Email. Meine Geschichte “Der innere Schweinehund” wurde entdeckt – auf den verschlungensten Wegen. Ich hatte Sie auf einem Blog bei der Augsburger Allgemeinen veröffentlicht. Da dieses Blog aber sehr im Verborgenen blüht und deshalb von niemandem gelesen wird, bin ich dort nicht mehr aktiv.
Doch auch so manche verborgene Blüte wird entdeckt und diesem Fall von Ronny, einem der beiden Betreiber von “Geschichtennetz“. Und Ronny hat die Geschichte vom Inneren Schweinehunde so gut gefallen, dass er gefragt hat, ob er sie auf deiner Seite veröffentlichen darf. Na klar darf er. Und so steht sie nun im Geschichtennetz, wo sich auch noch viele andere Geschichten tummeln. Geschichten aller Art. Und was ich bisher feststellen konnte, ist die Qualität erstaunlich hoch – im Vergleich mit so vielen anderen Geschichten, die im Internet herumschwimmen.
Ein Besuch auf Geschichtennetz lohnt sich also!
Nachsatz: “Der innere Schweinehund” stammt übrigens aus meinem Kurzgeschichtenbuch “Die kleine Schwester der Liebe”.











