Archiv für die Kategorie „Bücher“

Vorabinfo: Diesen Artikel habe ich vor einigen Jahren geschrieben. Weil ich zur Zeit aufgrund des Poldner-Threads vermehrt angesprochen und nach Tipps und um Rat gefragt werden, stelle ich ihn heute auf die Startseite.

Der Traum vom eigenen Buch
Das eigene Buch – viele träumen davon. Viele schreiben eines. Renommierte Autoren und mittlerweile aber auch ganz normale Menschen. Sie schreiben sich ihre Erlebnisse von der Seele, teilen ihre Gedanken mit, plaudern aus dem Nähkästchen, geben ihr Wissen preis und/oder lassen ihrer Phantasie freien Lauf. Schreiben ist en vogue.

Hier ein paar Tipps aus meiner persönlichen Erfahrung.

Was schreibe ich?

Schreiben braucht Übung. Sie sollten deshalb nicht unbedingt mit einem 500-Seiten-Wälzer anfangen. Beginnen Sie mit Kurzgeschichten. Eine Kurzgeschichte ist relativ schnell geschrieben und bringt ein schnelles Erfolgserlebnis. Und fünf Seiten zu (selbstkritisch) zu bewerten, ist einfacher als 500. Diesen Beitrag weiterlesen »

Seit ich Karin Greiner kenne, habe ich ein ganz anderes Auge für all die Köstlichkeiten, die die Natur uns bietet. Lecker und kostenlos. Giersch, Vogelmiere, Brennesseln, Löwenzahn … die Liste ist beliebig erweiterbar. Gärten und auf Wiesen sind ein Füllhorn an köstlichen Zutaten für das Kochen mit Wildkräutern.

Nun gibt es ein neues Wildkräuterbuch. Bei Karin Greiner habe ich den Tipp entdeckt und mir das Buch gleich bestellt. Bei der Autorin Margarete Vogl direkt. Mit Widmung und Signatur.

“Wilde Köstlichkeiten” heißt das vor kurzem erschienene Buch. Im ersten Teil erfährt der Leser alles Wissenswerte über Wildkräuter und im zweiten Teil gibt es leckere Rezepte und im ganzen Buch viele wunderschöne Fotos. Hier kann man es bestellen.

Mittwoch Nachmittag, drei Uhr. Durch die Korridore der Montessori-Schule in Kaufering ziehen feine Töne. Musikunterricht? Nein, eine Autorenlesung mit Harfenspiel. Eine Lesung der besonderen Art. Hier wird keine schwere Literatur vorgetragen, sondern eine federleichte Geschichte von dem kleinen Mädchen Loli und Balthasar, ihrem Besen. Balthasar kehrt so schlecht, dass Loli sich überlegt, wozu er sonst wohl gut sein könne und kommt zu der Überzeugung, dass er ein Hexenbesen ist. Leider kann Balthasar nicht fliegen und sie selbst auch nicht hexen. Dieser leidige Umstand muss geändert werden.
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Monika Arcucci, ehemalige Kulturredakteurin beim ZDF und beim Bayrischen Rundfunk, hat ein ganz bezauberndes Buch geschrieben. “Zeit der Affenschaukeln” heißt die Autobiografie, die die wohlbehütete Kindheit eines kleines Mädchens in den Nachkriegsjahren beschreibt. Ich hatte das Vergnügen, Umschlag und Inhalt des Buches zu gestalten und dabei natürlich die wunderbare und sehr unterhaltsame Kindheitsgeschichte zu lesen – was sehr großen Spaß gemacht hat und mich oft zum Schmunzeln brachte – unter anderem weil die kleine Eva ein kluges, witziges und gefühlvolles Kind ist, das mit offenen Augen durch die Welt geht und Vieles wahrnimmt, das anderen Zeitgenossen gar nicht auffällt.


Hier ein Auszug aus dem ersten Kapitel des Buches, das man nicht mehr aus der Hand legen möchte, weil es so gut, interessant, mit viel Humor und erstaunlicher Selbstbeobachtung geschrieben ist:

Eva war noch keine vier Jahre alt, als sie kamen. Sie saß an diesem Nachmittag auf der Wiese neben den eifrig pickenden Hühnern und versuchte, bei einem Regenwurm heraus zu finden, an welchem Ende sich der Kopf befand. Eine dicke, haarige Raupe hatte sie bereits genauer untersucht und festgestellt, wo ihr Gesicht und ihr Hinterteil sein mussten. Besonders interessierten sie die Gesichter der Kriechtiere. Bei Heupferden und manchen Käfern glaubte Eva ein Lächeln in deren Mimik zu erkennen. Eva saß gerne im Garten und besah sich alles, was da herumkroch. Sie war hoch konzentriert und keuchte wie eine alte Dampflock. Einmal war sie so beschäftigt mit ihren Entdeckungen gewesen, dass sie, ganz in Gedanken, den zu bestimmenden Käfer auf ihrer Hand in den Mund gesteckt hatte. Das machte sie immer mit Gegenständen, die sie mit den Augen und den Händen nicht begreifen konnte. Aber, dass sie das mit einem lebendigen Käfer getan hatte, war ihr sehr peinlich, das würde sie niemandem erzählen.
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Vor einiger Zeit habe ich einen ganz besonderen Film gesehen. Er handelte von einer alten Dame, die die Qualität ihrer Tage mit Farben belegte. Die blauen Tage, das waren die, an denen alles normal verlief. Ihr Gedächtnis funktionierte wie gewohnt, sie wusste, wer sie war, wo sie wohnte und wie sie ihre täglichen Dinge zu verrichten hatte. Die anderen Tage hingegen, das waren die, an denen sie sich nicht mehr an ihren Namen erinnerte, ihre Familienmitglieder nicht mehr erkannte und keine mehr Ahnung hatte, in welcher Stadt und welcher Straße sie lebte. Tage, an denen sie vollkommen die Orientierung verloren hatte und hilflos wie ein Baby war. Das waren die grauen Tage.

Was mich betrifft, so funktioniert mein Gedächtnis noch ganz hervorragend, allerdings könnte ich meinen Tagen auch Farben geben. Als grau, blau und bunt würde ich meinen kontinuierlich wechselnden Gemütszustand bezeichnen.
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Eine kleine besinnliche Weihnachtsgeschichte. Zum Anhören hier klicken.

Eine meiner ersten Geschichten. Veröffentlicht in meinem Büchlein “Liebe und andere Gefühle”. Vielleicht ein Weihnachtsgeschenk für einen lieben Menschen. Hier kann man es bestellen.