Archiv für die Kategorie „Berufliches“
Im März diesen Jahres nahm ich an einem Workshop teil. Thema: “Akquisition”. Der Tag verlief gut gelaunt und fröhlich, ich lernte zwar nicht wahnsinnig viel Neues, konnte aber alte Erkenntnisse auffrischen. Das ist ja ab und zu auch ganz gut, alte Erkenntnisse aufzufrischen, meine ich. Damit man sie nicht ganz vergisst…
Am Ende des Workshop durfte jeder Teilnehmer seine Akquise-Absichten kund tun, also ich auch. Als ich kund tat, was für Dienstleistungen ich an den Mann (oder die Frau) bringen möchte, meinte die Workshop-Leiterin: “Sie haben ja einen richtigen Bauchladen. Einen Bauchladen anzubieten bringt nichts. Sie müssen sich auf eine Sache konzentrieren.”
Auf eine Sache! Ich runzelte die Stirn, denn ich fragte mich, wie das geht. Auf welches meiner Bauchladenprodukte ich mich denn konzentrieren solle. So schreibe ich beispielsweise der Firma X einen Brief und preise in höchsten Tönen meine Fähigkeit als Texterin an. Firma X hat zu diesem Zeitpunkt leider so gar keinen Bedarf an Texten, sondern braucht Ideen für die Gestaltung einer neuen Imagebroschüre. Mein Brief landet also im Papierkorb.
Ich schreibe der Firma Y einen Brief und biete meine Dienste als Webdesignerin an. Firma Y erfreut sich aber einer nagelneuen Homepage, und sucht dringend jemanden, der das Firmengebäude fotografiert, oder den Chef, oder Mitarbeiter, oder Produkte oder alles zusammen. Mein Brief landet also im Papierkorb.
Ich schreibe der Firma Z einen Brief und berichte, was für wunderbare Drucksachen ich gestalte. Firma Z hat zu diesem Zeitpunkt aber keinen Bedarf an Prospekten, Flyern oder Anzeigen, sondern ist auf der Suche nach jemandem, der einen prima Text für den neuen Geschäftsbericht verfasst. Mein Brief landet also im Papierkorb.
Und so weiter und so weiter…
Wie also bringe ich meinen schönen, kleinen und bunten Bauchladen der Zielgruppe nahe?
Ich habe eine Weile darüber nachgedacht und dann hatte ich die Idee.

Für jede meiner Dienstleistungen gibt es ein Kärtchen, zusammengefasst mit einer Buchschraube. Jedes Produkt meines Bauchladens ist separat dargestellt, trotzdem bildet das Ganze eine flexible Einheit. Denn es wäre ja wirklich jammerschade, wenn ich mein in vielen Jahren erworbenes Know how nicht im Paket anbieten würde. Zumal Design, Text und Fotografie sich ja wunderbar ergänzen, eine Symbiose bilden … sozusagen.
Hier ist mein kleiner bunten Kreativ-Bauchladen als PDF zum Downloaden.
Die Reaktionen von Leuten, denen ich meinen kleinen bunten Bauchladen bisher gezeigt habe, waren erstaunlich positiv. Jetzt kommt es nur noch darauf an, dass potentielle Kunden das genauso sehen.
“Schaun wir mal, dann sehn wir schon”, so sagt Herr Beckenbauer. Und genauso werde ich es auch halten…
Vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen … ich habe mein Blog-Design geändert. Das war gar nicht mal freiwillig, sondern aus der Not geboren. Beim alten Design funktionierte nämlich etwas nicht. Ich konnte neben Fotos, die nicht über die ganze Spalte liefen, keinen Text setzen. Das passte mir überhaupt nicht, und ich suchte nach einem anderen Design, das ich nach meinem Gusto veränderte (ich kann mittlerweile ein kleines bisschen CSS) und bei dem Jürgen, mein über alle Maßen geschätzter Computerfreak (ohne Jürgen wäre ich längst dem Wahnsinn verfallen), den Header so anpasste, dass ich unterschiedliche Fotos einsetzen kann. Also jedesmal, wenn jemand das Blog besucht oder zu anderen Inhalten navigiert, erscheint ein anderes Foto.
Diese Fotos zu produzieren, hat mir riesigen Spaß gemacht und eines davon gefällt einer Dame in Frankreich besonders gut. Dieses hier:

Es gefällt ihr sogar so gut, dass sie mich gefragt hat, ob ich ihr auch so ein Foto für ihre Seite basteln kann. Ja, ich kann. Und eben habe ich den Auftrag dafür bekommen. Das freut mich natürlich! Aus zweierlei Gründen.
Trägt ein Zeitgenosse sich mit einer Kaufabsicht, so ist es durchaus verständlich, wenn er nach dem Preis für das ins Auge gefasste Produkt oder der zu erwerbenden Dienstleistung fragt. Doch was – zum Beispiel – antwortet der Autoverkäufer, wenn ein potentieller Kunde kommt und wissen möchte, was ein Auto kostet? Vermutlich runzelt er verwirrt die Stirn und will dann wissen, mit was für einer Art Auto das Gegenüber überhaupt liebäugelt. Allerdings denke ich, dass niemand auf die Idee kommt, einen Autoverkäufer mit der Frage “was kostet ein Auto?” zu konfrontieren, sondern gleich sein Favoriten-Modell nennt. Dazu sagt er dann auch bestimmt noch, ob er eine Spezialausstattung bevorzugt oder sich mit der Standardausführung zufrieden gibt. Und bevor der Käufer dann eine verbindliche Zahl nennt, wird jedes Detail besprochen. Verständlicherweise.
So, nun schlage ich den Bogen zu einer Frage, die immer wieder an mich gestellt wird, und die lautet: “Was kostet ein Prospekt?” Der Begriff “Prospekt” ist natürlich austauschbar. Er kann genauso gut lauten “Homepage”, “Weblog”, “Flyer”, “Plakat” … und so weiter. Ich soll also wie aus der Pistole geschossen eine Zahl nennen. Eine zuverlässige Zahl selbstverständlich, also eine, die nach oben hin nicht flexibel ist.
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Ich muss sagen, es ist schon länger her, dass eine (Auftrags)Arbeit mir so viel Spaß gemacht hat wie diese: Karin Greiners Unkräuter-Büchlein. Karin (meine Mitbloggerin auf dem Kochlustblog) hat den Inhalt geliefert, und ich habe das Layout gemacht. Das Buch ist demnächst zu kaufen, aber ich möchte schon mal den Mund wässrig machen auf all die wirklich interessanten und nützlichen Informationen und leckeren Rezepte mit der Zutat: Unkraut. Meine Meinung dazu: absolut lesenswert!

Wenn das Buch gedruckt ist, melde ich mich hier nochmal. Das versteht sich ja von selbst. Damit es fleißig gekauft wird. Und ich kann jetzt schon sagen: der Kauf lohnt sich!
Als ich vor vielen Jahren einen hoch positionierten Job bei einer namhaften Firma antrat, sagte mein Vater: “Gib damit nicht an. Erzähl’s nicht rum. Sei bescheiden!”
Diese Geisteshaltung habe ich wohl auch in den Genen, denn auf den “Putz zu hauen” mit meinen (sehr vielseitigen) Fähigkeiten, war noch nie meine Ambition. Bisher habe ich auch nicht darüber nachgedacht, ob das falsch oder richtig ist. Heute jedoch mache ich das. Anlass dazu ist folgende Begebenheit: Vor einigen Tagen wurde ich von einem Geschäftsfreund und Mitglied meiner Regionalgruppe bei “Xing” gefragt, ob ich bei einer seiner Verstaltungen einen Vortrag über Kommunikation oder ähnliches halten wolle. Da ich mit Kommunikation und den dafür notwendigen Medien meine Brötchen verdiene, brauchte ich nicht lange zu überlegen und machte auch einen Vorschlag, was und wie ich das Thema behandeln wolle – allerdings nicht mit einem Vortrag, sondern mit einem Workshop. Denn selbst bei anschließender Diskussion ist ein Vortrag relativ einseitig, bei einem Workshop hingegen findet Dialog statt. Und in dem gegebenen Fall ist das für die Teilnehmer der Veranstaltung eindeutig sinnvoller.
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