“Arte” Arm in Arm mit “Bild”
Über “Bild” (dir deine Meinung) brauche ich wohl kein Wort zu verlieren. Und “Arte” ist wohl auch den meisten ein Begriff. Die Zielgruppe beider ist nicht unbedingt deckungsgleich. Zumindest erhebt “Arte” in seinem Programmangebot einen gewissen künstlerischen Anspruch.
Die Bildzeitung dagegen erhebt keinen Anspruch auf Qualität, sondern befriedigt das Bedürfnis der Masse: reißerische Meinungsmache. In diesem Zusammenhang bin ich schon ein bisschen verwundert über die heutige Kooperation der beiden Medien. Denn was nicht passt, wurde heute passend gemacht – Hauptsache, der Rubel rollt.
Denn anders kann ich es mir nicht vorstellen, dass Arte gestern (am Samstag Abend) 3D-Filme zeigte, die man nur mit entsprechender Brille genießen konnte. Und wer verschenkte in diesem Zusammenhang besagte Brille? Richtig: die Bildzeitung. Der gestrigen Ausgabe lag die Brille bei.
Wetten, dass der Deutschen liebste Zeitung gestern ein bis drei Exemplare mehr verkauft hat?
Wir prostitutieren uns alle – irgendwie. Der eine mehr und der andere weniger. Wirklich frei sind nur die finanziell Unabhängigen. Vermeintlich. Denn Geld allein macht auch nicht frei, sondern macht auf andere Weise abhängig. Fräulein Hilton ist ein anschauliches Beispiel dafür.
Aber dass Arte ausgerechnet mit Bild eine Kooperation eingeht, finde ich schon beachtenswert. Eigentlich. Denn tatsächlich findet das Wort “Ethik” seine Bedeutung ohnehin nur noch im Wörterbuch.










Arte, Arm in Arm mit Bild – das ist wirklich grandios. Kunst und Auflage, das ist wohl die Wunschkombi.
Liebe Renate, ich dachte immer die Bilderzeitung ist nur zum Fisch einwickeln, dass man die auch lesen kann ist mir neu.
Lieben Gruß
HD und Bernd