Renate

Pirat?!

Jeder 3. Bundesbürger kann sich vorstellen, bei der nächsten Bundestagswahl für die Piraten zu stimmen. (Info in der Tagesschau von heute)

Gut so.

Und ich bin froh, dass in dieser verstaubten und unehrlichen Polit-Landschaft etwas auftaucht, was nach Authentizität riecht.

Sie haben kein Konzept, die Piraten. Das wird ihnen vorgeworfen. Haben denn die anderen Parteien ein Konzept? Ja, sie haben eins. Nämlich die Wähler vor der Wahl mit Versprechen einzulullen, an die sie sich später nicht mehr erinnern. Oder das Nichteinhalten der Versprechen mit Parteiräson begründen. Parteiräson – war für mich immer schon fragwürdig.

Die Piraten erleben momentan enormen Erfolg. Und ich denke, zu Recht. Es wird Zeit, verstaubte, verkrustete und überhebliche Politiker von der Bühne zu scheuchen, zumindest ihnen die Stirn zu bieten. Gefragt sind neue Muster, neue Verhaltensweisen, neue Kommunikationsformen. Das Internet ist neue Plattform für Kommunikation, auch wenn viele das noch nicht begriffen haben oder nicht begreifen wollen.

Ich kenne keinen Piraten persönlich. Ich erlebe sie nur im Internet. Aber sie gefallen mit besser als die etablierten Politiker – mit ihrem uniformen Geschwätz.

Wären heute Wwahlen, wären die Piraten mit 9 Prozent im Bundestag dabei.
Ich finde das gut! Weil ich Veränderungen grundsätzlich gut finde. Veränderungen sind Chancen. Veränderungen sind wichtig. Denn das Leben, unser Leben ist ständiger Veränderung unterworfen (keine besonders sensationelle Erkenntnis!). Ob wir das mögen oder nicht. Wir werden nicht gefragt. Wir werden deshalb nicht gefragt, weil es diese spezielle Frage gar nicht gibt. Wir haben lediglich die Chance, Veränderungen, Entwicklungen zu akzeptieren und bestenfalls zu nutzen.

Ich nutze sie. Ich liebe das Internet. Es ist ein unglaubliches, wunderbares, phänomenales Medium. Bedauerlich, dass es das noch nicht gab, als ich zwanzig war …

Meine zwei Männer

Dass in meinem Alter noch zwei Männer eine so große Rolle spielen würden, hätte ich nicht gedacht. Trotzdem ist es so.

Über einen habe ich bereits geschrieben. Jürgen, mein Computerfreak – ohne den ich schon längst im Irrenhaus ein nettes Plätzchen gefunden hätte. Er meint zwar beharrlich, gäbe es ihn nicht, gäbe es einen anderen. Grundsätzlich hat er Recht, aber nur grundsätzlich. Und deshalb freue ich mich, dass er für mich da ist, wann immer ich ihn brauche. Und ich brauche ihn oft.

Und dann ist da noch Heiko, der Multimedia-Spezialist. Er lief mir vor einigen Jahren per Zufall über den Weg. Ich war auf der Suche nach jemandem, der meine Diashows professionell in DVD-fähige Dateien umwandelt. So jemanden zu finden, ist doch leicht, denkt der unbedarfte Leser vielleicht. Ja, ich dachte das auch. Habe mich allerdings geirrt: das Exportergebnis meiner Diashows war nicht nur schlecht … es war hundsmiserabel. Für die Tonne. Meine messerscharfen Fotos mit weichen Übergängen waren zu verrauschten und ruckeligen Artefakten mutiert.

Ein freundlicher Mann eines DVD-Presswerks gab mir dann die Adresse eines Menschen in Hamburg. Heiko heißt er, und er hat aus meinen Diashows wunderbare DVDs gezaubert.

Seitdem haben wir einige kleine (winzige) Projekte miteinander verwirklicht und viele Telefonate geführt. Und: stand mir schon oft mit seiner Kompetenz zur Seite, einfach so. Aus Freundschaft. Aus Hilfsbereitschaft. Und ich kann manchmal gar nicht glauben, dass er mir seine kostbare Zeit schenkt. Denn Heiko ist DER Spezialist, wenn es um Multimedia-Angelegenheiten geht.

Momentan telefonieren wir häufig miteinander. Denn ich habe mal wieder ein neues Betätigungsfeld entdeckt. Ich beschäftige mich mit Videofilmen. Einen Videorekorder zu kaufen, ist eine Sache. Gute Videos zu produzieren eine andere. Und dabei steht Heiko mir mit Rat, Tat und Kompetenz zur Seite. So hat er mir beispielsweise dringend geraten, meinen Videorekorder auf einen Fluidkopf zu schrauben. Fluidkopf … bis vor einigen Wochen wusste ich nicht, was das ist. Heute weiß ich es. Und es ist gut, dass ich es weiß.

Die ersten Videos sind im Kasten. Und das nicht mal so schlecht.

Dank Heikos Hilfe ist es mir auch gelungen, die Videos von der Kamera auf meinen Computer zu transportieren. Für Windows-Besitzer eine einfache Sache, für MAC-Besitzer nicht unbedingt. Wie dem auch sei, die Videos tragen die Endung “mov” und ich kann sie bearbeiten, also schneiden und hübsche kleine Filmchen daraus produzieren.

Doch nun kommt das nächste Problem: der Export. Na, da exportierst du das Filmchen halt – denkt der Laie. Und ich dachte genauso. Zumal die Autoren diverser Fachbücher zu diesem Thema meinen (zumindest äußern sie sich entsprechend), das sei gar nicht kompliziert. Obwohl mir schon aufgefallen ist, dass sich die Herren diesbezüglich auffallend zurückhalten. Konkret gesagt: sie sagen, dass es vielfältige Exportmöglichkeiten und vielfältige Anforderungen gibt, konkrete Angaben allerdings geben sie nicht. Man solle halt probieren … na Bravo!

Gestern habe ich ein Video exportiert. 20 Minuten Film haben geschlagene acht (!!!) Stunden gedauert. Hätten, besser gesagt. Denn nach vier Stunden habe ich den Export abgebrochen. Denn ich habe noch vier andere Filme in er Pipeline und keine Zeit, zwei Tage lang meinen Computer nahezu lahmzulegen. Denn während des Exports ist normales Arbeiten zwar möglich, aber nicht anzuraten. Es sei denn, man zählt zu den Geduldigen. Ich zähle nicht dazu.

Heute Nachmittag nun rief ich Heiko an. Und um es kurz zu machen … er verriet mir einen Codec, der meine Mov-Datei in einer Viertelstunde exportiert – statt in fünf Stunden. Und kaum zu glauben, aber wahr: das Ergebnis ist qualitativ besser als das andere. Es frisst zwar mehr Speicher, aber das ist mir egal. Ich hab genug davon.

Ohne Jürgen und Heiko mag ich mir mein Leben nicht mehr vorstellen. Es sind wunderbare und wertvolle Männer. Außerdem hab ich wirklich Spaß mit ihnen …

Kostenfreie Schlaftablette

Das freut die Krankenkassen: Sie sparen Geld für Schlaftabletten. Denn wer “Jauch” anschaut, schläft von ganz allein ein. Und das nicht nur heute …

Vier Spitzenpolitiker unterhalten sich – mit Jauch – über den Wahlausgang in NRW. Selten so was Einschläferndes gesehen. Allerdings liegt das auch an Jauch. Wie kommt ein Moderator auf die schwachsinnige Idee, ausschließlich Spitzenpolitiker einzuladen. Eine interessante Diskussionrunde braucht kontroverse Meinungen. Und nicht das übliche und monotone Politiker-Geschwafel.

Der Bärlauch blüht

Für den Bärlauch steht das Saisonende vor der Tür – er blüht. Und das bedeutet, bald ist seine Zeit für dieses Jahr vorbei.

Das Wildkraut mit seinem unverkennbaren Knoblaucharoma kann man vom Anfang bis zum Schluss genießen. Erst seine zarten Blättchen, die aus der Erde sprießen, sobald der Schnee geschmolzen ist.

Ist er dann ausgewachsen, kann man unter anderem Bärlauchpesto produzieren. Das hält sich ein paar Wochen und schmeckt lecker zu Nudeln.

Dann seine Knospen, die mal entweder einfach so in den Salat schneidet oder wie Kapern in einlegt (hier das Rezept).

Mit Blättern und Blüten habe ich gestern in einen leckeren Bärlauchquark mit Radieschen angerührt.

Die Früchte schließlich kann man wie die Knospen sauer einlegen oder als “grünen Kaviar” über Nudeln oder aufs Butterbrot streuen.

Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt und weitere Bärlauchrezepte gibt es in “Das wilde Kräuterbuch”, geschrieben von Karin Greiner und mit Fotos von mir. Reinschauen und bestellen kann man hier.

Dagmar Berghoff verstorben?

Sie war über viele DAS Gesicht der “Tagesschau”. Irgendwann war sie das nicht mehr – weil zu alt. Manager, Politiker und Päpste dürfen auch in biblischem Alter ihr Zepter noch schwingen ( je oller, je doller), aber im Show-Business stellt die Sache anders dar.

Wie dem auch sei …

Ich vermute, dass die ehemalige Tagesschausprecherin Dagmar Berghoff still und heimlich verschieden ist. Oder sie hat ein Double.

Denn die Frau, die momentan bei “Markus Lanz” keine Miene bewegt, kann niemals Dagmar Berghoff sein.

Oder etwa doch – Herr Professor Dr. Mang?

Foto des Monats

Meine Aufnahme eines emsigen Bienchen im Nachbargarten schmückt die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Schlossallee als Foto des Monats.

Sehen die “Pollenhöschen” nicht niedlich aus?



 
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"Ein Buch, das verzaubert"
Jutta Aurahs
Redaktion "Geliebte Katze"

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