Monats-Archive: Dezember 2011

Diskussion um des Kaisers Bart

Was für eine langweilige und unergiebige Talkshow – heute Abend bei Jauch. Es ging um den 500-Mio-Kredit unseres Bundespräsidenten. Hat er die Wahrheit gesagt oder nicht. Hat er den Kredit von Gehrkens oder dessen Frau. Vorteilsnahme im Amt oder nicht.

Diese Fragen wurde innerhalb einer Stunde gebetsmühlenartig zigmal durchgekaut. Von vorn bis hinten und zurück. Und … weil’s so schön war, noch ne Runde und danach dann nochmal eine. Solange, bis die 60 Minuten endlich vorüber waren.

Neue Erkenntnisse kamen dabei nicht ans Abendlicht. Prima Schlaftablette, diese Talkshow!

Publikumsverarschung?

So durch und durch blöde bin ich vermutlich nicht. Aber naiv. Nicht immer, aber schon hin und wieder. Denn so komme ich – zum Beispiel – erst nach längerem Grübeln auf die Idee, dass “Das perfekte Dinner” ein Fake sein könnte, Publikumsverarschung also. Aber manchmal frage ich mich schon … denn angesichts dessen, was diese Woche dort wieder abläuft, frage ich mich, ob es so was in Wirklichkeit gibt. Mit “so was” meine ich eine der aktuellen Teilnehmerinnen bei perfekten Dinner, eine junge Dame namens Jasmin.

Allgemeinbildung: sehr gering

Tischmanieren: mäßig

Ahnung vom Kochen: null

Soziale Kompetenz: null.

Zum Ausgleich der Defizite gibt es:

Talent zum Lügen: 100 Punkte

Selbstüberschätzung: 100 Punkte

Dreistigkeit: 100 Punkte

Sämtliche Küchen-Begriffe, die jedem Hobbykoch fließend über die Zunge gehen, kann die Tussie, die schließlich am Wettbewerb zu einem “perfekten Dinner” teilnimmt, noch nicht mal aussprechen, geschweige denn weiß sie, was dahinter steckt. “Quiche” zum Beispiel ist für sie vermutlich ein Quietsche-Entchen.

Ihre eigene Vorspeise besteht aus gekauftem Brot, das sie mit gewürztenTomatenwürfeln belegt.

Die Mühe, marinierte Putenbrust selbst einzulegen, erspart sie sich, sondern kauft sie fertig mariniert beim Metzger. “Ist einfacher”, meint sie. Wo sie Recht hat, hat sie Recht! Die Frage ihrer Gäste, ob sie die Marinade selbst gemacht hat, beantwortet sie mit “ja”. Der Reis kommt auch aus der Tüte. Nur Nachspeise gibt es ebenfalls nichts Bemerkenswertes zu sagen.

Und gestern vergab diese Dame drei Punkte für ein Menue, das von den anderen Teilnehmern übereinstimmend mit jeweils 9 bewertet wurde.

Angesichts dieser Fakten frage ich mich, ob das Perfekte Dinner echt sind. Vermutlich nicht. Aber letztendlich ist das auch wurscht – es gibt Wichtigeres.

Kann man denn davon leben?

Per Zufall bin ich über ein hochinteressantes Fachbuch gestolpert: “Kann man denn davon leben?” heißt es und beschreibt den mühseligen Weg erfolgreicher Selbstvermarktung im Internet.

Ich habe mir das PDF sofort gekauft und hoffe nun mit diesem Artikel und gesetztem Link auf die Printausgabe. Ich nehme ein Buch halt noch gern in die Hand. Da kann man nach Herzenslust unterstreichen, markieren und Eselsohren knicken.

Ein Buch für jeden, der sich und/oder seine Dienstleistungen und Produkte im Internet an dem Mann (und die Frau) bringen möchte. Einfach ist es nicht, das sagen die Autoren Silvia Holzinger und Peter Haas ausdrücklich. Aber … was ist schon einfach heutzutage.Ich hab meine Brötchen früher einfacher verdient, das sage ich ganz offen. Der Grund: Preisdumping aller orten und Preisdrückerei ebenfalls. So meinte der neue Abteilungsleiter eines Kunden, mit dem ich viele Jahre zusammen gearbeitet habe, ich sollte mein Honorar um 75 % kürzen. Das habe ich nicht gemacht!

Mehr Informationen zum Buch und Bestellmöglichkeit HIER.

o2 und die wunderbare Spam-Vermehrung

Es ist nur eine Vermutung … aber exakt ab dem Zeitpunkt, seit ich mit o2 “Kontakt” hatte, bekomme ich auffallend viele Werbe-Emails. Zufall? Soll’s ja geben …

Wir sind wütend!

Ja, ich bin auch wütend. Sehr wütend sogar!

Leckere Spitzbuben

Woher die Plätzchen ihren Namen haben, weiß ich nicht – würde mich aber schon interessieren. Da, wo ich aufgewachsen bin, im Badener Ländle, heißen sie übrigens “Hildabrödle”.

Hier mein Rezept – etwas abgewandelt.
200 g Mehl
65 g gemahlene Mandeln
65 Zucker
1 Ei
1 abgeriebene Orangenschale
125 g Butter
Hagebuttenmarmelade

Die Zutaten miteinander verkneten und eine halbe Stunde kühl stellen. Auswellen, ausstechen und 10 – 15 Minuten backen. (Aufpassen, sie verbrennen sehr schnell. Am besten ist, man bleibt in den letzten Minuten vor dem Ofen stehen und beobachtet den Bräunungsprozess. Ich habe im Laufe der Jahre schon sehr viele Plätzchen wegwerfen müssen, weil sie zu braun geworden sind. Zwei Minuten zu spät in die Küche gekommen, und schon war’s vorbei …)

Die noch heißen Plätzchen mit Marmelade bestreichen, zusammensetzen und noch warm mit Puderzucker bestreuen.



 
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"Ein Buch, das verzaubert"
Jutta Aurahs
Redaktion "Geliebte Katze"

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