Monats-Archive: Juni 2011

Meine Lieblingsfrüchtchen

Jetzt gibt es sie gerade in Hülle und Fülle: meine Lieblingsfrüchtchen, die Kirschen. Mit Wehmut erinnere ich mich an die große Wiese, “Bergmatte” genannt. Sie lag ungefähr drei Kilometer von dem Dorf im Breisgau, in dem ich als Kind gelebt habe. Die Wiese war übersät mit Kirschbäumen – viele davon trugen Herzkirschen, also die besonders großen und knackigen, dunkelrot und rot-weiß.

Wie oft bin ich dort mit Freunden hin geradelt um mir den Bauch vollzuschlagen mit diesen köstlichen Früchtchen. Der Bauer, dem die Bäume gehörten, hatte nichts gegen unseren Mundraub. Er vergewisserte sich lediglich, dass wir keine Körbe dabei hatten. “Das bisschen, was Ihr essen könnt, kann ich verkraften”, meinte er und grinste wohlwollend. Der Mann hatte keine Ahnung. “Das bisschen …” wenn er gewusst hätte, welche Mengen in meinem Magen alles Platz fanden … Zwei Pfund habe ich bestimmt jedes Mal verputzt, vermutlich waren es sogar drei bis vier.

Das letzte Mal, dass ich Herzkirschen vom Baum gepflückt habe, war vor ein paar Jahren – am Gardasee, oberhalb von Bardolino. Dort gibt es quadratkilometerweise Kirschplantagen. Die Zweige reichen so weit nach unten, dass man die Früchte förmlich mit dem Mund pflücken kann. Ich schwelgte in Kirschen und in Erinnerungen an meine Kindheit. Und das jedes Mal, wenn ich meine Lieblingsfrüchte vernasche … so wie zur Zeit. Jeden Tag verputze ich mindestens zwei Pfund. Denn die Wildkirschen (Foto oben), die vor unserem Haus wachsen, sind zwar deutlich kleiner, aber saftig und süß. Kirschen, meine Lieblingsfrüchtchen …

Quark mit Vogelmiere

Wenn ich daran denke, dass Angela Marmor vor ein paar Monaten ein Päckchen mit Vogelmiere-Erde an meine Freundin Christiane geschickt hat, weil bei der keine Vogelmiere wächst, dann muss ich wirklich grinsen – angesichts der Vogelmiere-Teppiche in den Blumenkästen auf meinem Balkon. Sie wuchert, die Vogelmiere. Im Gegensatz zu den Sächelchen, die ich gesät habe. Die Vogelmiere hingegen habe ich nicht gesät, trotzdem vermehrt sie sich explosisonsartig, so wie hier in meinem Kasten mit Rucola. 98 Prozent Vogelmiere – 2 Prozent Rucola. Umgekehrt wäre mir lieber …

Wie dem auch sei, ich nehme die Vogelmiere-Attacke mit einem lachenden Auge, denn ich vernichte sie, indem ich sie esse. Zum Beispiel schmeckt sie prima in Kräuterquark.

Ich mische dort folgende Zutaten rein: Quark, süße Sahne, Senf, Curry (!), in Scheiben geschnittene Radieschen, Lauchzwiebel, Sambal Olek, Salz, Pfeffer, frische Kräuter + VOGELMIERE!

Und hier gibt es Informationen zu dem wuchernden und sehr hübschen Wildkräutlein.

“Büro für besondere Maßnahmen”

Gestern habe ich schon kurz auf meine Freundin Mo hingewiesen. Heute mache ich es nochmal, ein bisschen ausführlicher.

Kennengelernt habe ich sie im vergangenen Jahr – über einen Kommentar in meinem Katzenblog. Ich bin auf ihre Seite gegangen und war sofort begeistert von ihren wunderbaren Texten. Ich kenne niemanden persönlich, dessen Schreibe mir so gut gefällt und so viel Freude bereitet. Egal, ob sie in die Gedanken ihrer Pflegekatze “Katzebutz” hinein schlüpft oder über ihr Leben, ihre Gedanken und Gefühle schreibt. Sie trifft immer mein Herz. Einerseits. Andererseits bringt sie mich oft zum Schmunzeln und außerdem bin ich begeistert über die Art ihrer Formulierungen. Klug, witzig, tiefschürfend und ohne jegliches Selbstmitleid. Obwohl ich Letzteres verstehen könnte, denn es geht ihr nicht gut. Sie hatte kein einfaches Leben und sie hat es immer noch nicht. Sie musste viel ertragen, von dem ich mir nur ansatzweise vorstellen kann, wie es sich angefühlt hat und immer noch anfühlt, denn es gibt Erlebnisse, die man nie aus seiner Seele reißen kann. Die das Herz umklammern wie eine gierige Krake und einem allmählich den Puls zudrücken.

Doch Mo lässt sich nicht unterkriegen. Sie gibt nicht auf – vor allem die Hoffnung nicht. Die Hoffnung auf bessere Zeiten. Und ich wünsche ihr von ganzem Herzen, dass diese Zeiten bald anbrechen. Denn wenn jemand verdient hat, dass das Leben auch mal sein positives Füllhorn über ihn ausschüttet, dann Mo. Und ich freue mich, dass ich sie als meine Freundin bezeichnen kann. Wir haben uns zwar noch nicht von Angesicht zu Angesicht gesehen (obwohl sie in meiner alten Heimat lebt), aber wir haben schon viel miteinander telefoniert.

Hier geht es zu Mo’s Blog.

P. S.: Ich wünsche mir nichts mehr für Mo, als dass ihr jemand einen guten “Job” anbietet. Denn dass sie nicht als Journalistin arbeiten kann, ist bedauerlich für alle, die gute und intelligente Texte lieben! Jeder, der ihre Texte kennt, wird das bestätigen.

Wabi Sabi

Bei Mo Jours Blog bin ich auf den Begriff gestoßen: wabi sabi

Die Mutter des Essigs

Der beste Essig ist der selbstgemachte. Man lässt Wein (rot oder weiß oder gemischt) eine zeitlang abgedeckt (wegen den Weinfliegen) aber mit Luftzufuhr stehen und nach einer Weile bildet sich oben drauf eine gallertartige Schicht: die sogenannte Essigmutter.


Essigmutter aus Rotwein

Hat sich dieser saure Schleimpudding mal selbst produziert, kann man immer wieder Wein dazu schütten – und hat stets den allerbesten Essig im Hause.

Man kann die Essigmutter auch teilen und an jemanden verschenken, der Essig gleich ansetzen und nicht erst ein paar Monate warten möchte – solange hat es bei mir nämlich gedauert.

Sehr interessanter Artikel über den Literaturagenten Axel P.

Den von Georgius in einem Kommentar zu meinem Beitrag “Die wundersame Läuterung des Literaturagenten Axel Poldner?” angesprochenen Artikel von Cornelia Schwenkenbecher habe ich mittlerweile gelesen. Drei sehr interessante und informative Seiten über einen Literaturagenten namens Axel P., der bei einer Gerichtsverhandlung in Berlin den Gutmenschen gibt und sich (versuchsweise) als völlig ahnungslos darstellt.
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Buch

"Ein Buch, das verzaubert"
Jutta Aurahs
Redaktion "Geliebte Katze"

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