Ungerechte Welt
Monica Lierhaus ist prominent. Und sie ist krank. Einen großen Teil ihrer Krankheit hat sie überstanden – wirklich überm Berg ist sie nicht. Ihr gehört mein Mitgefühl.
Das ist die eine Seite der Medaille. Denn es gibt noch viele andere Menschen, die nicht das Glück haben, auf dem Weg von Krankheit zur Gesundung ein Jahreshonorar von rund 450.000 Euro (laut Medien) einzukassieren. Und das für so eine kleine (winzige) Spot-Reihe wie den für “Einen Platz an der Sonne”.
450.000 Euro! (Wer sich erinnert … das war mal ein Gegenwert von 900.000 Mark)
Warum so immens viel Geld? Und für welchen Zeiteinsatz? Keinesfalls für acht Stunden am Tag. Sondern für einen Bruchteil davon. (Vermutung meinerseits….)
Sehr viele Menschen, die jeden Tag die Woche mindestens acht Stunden arbeiten, bekommen einen Bruchteil davon.
Es gibt sehr viele Menschen in Deutschland, die aus unterschiedlichsten Gründen krank werden und ihren normalen Job verlieren. Die haben nur geringe Chancen zur “Wiedereingliederung”. Und wenn, dann auf keinen Fall für so ein astronomisch hohes Honorar wie Frau Lierhaus.
Ich empfinde das als ungerecht. Vor allem unter dem Aspekt, dass ich mit einer Frau befreundet bin, der es auch nicht gut geht, der aber niemand hilft. Im Gegenteil, sie muss sich wegen “mickriger” Eurobeträge mit Behörden rumschlagen. Diese Frau ist nicht prominent.
Dass Prominente grundsätzlich einen Bonus haben, ist zwar an der Tagesordnung, in Ordnung finde ich das aber nicht.
Frühlingserwachen
Das Video ist käuflich. Der hier gezeigte Film ist nur ein Ausschnitt. Die Gesamtdauer beträgt 15 Minuten. Hier kann man es bestellen.
Ich fühl mich gar nicht gut
Nach der Diskussion bei “Anne Will” bin ich noch besorgter als vorher. Denn kaum jemand von den sehr kompetenten Teilnehmern glaubt, dass Merkels “Moratorium” Bestand haben wird. Unter anderem war Theo Sommer, ehemaliger Chefreakteur der “Zeit”, dabei.
Fazit der Diskussion: politisches Kalkül.
Tut gut, dass mein ganz persönlicher Eindruck bestätigt wird.
Ist extrem schlecht, dass mein ganz persönlicher Eindruck bestätigt wird. Nicht von Bildzeitungs-Lesern, sondern von Menschen, die was im Kopf haben.
P. S.: Ich habe Politiker – bis auf wenige Ausnahmen – noch nie geschätzt. Mittlerweile hasse ich sie. Alle. Ich komme mir vor wie auf einer Bank auf dem Spielplatz. Vor mir der Sandkasten. Im Sandkasten die Politiker. Alle werfen sich Sand ins Gesicht und patschen dem anderen das Schäufelchen auf den Kopf. Fataler Unterschied: im Sandkasten geht es um Spaß. Im politischen Sandkasten geht es um Macht. Und um die zu erhalten, wird mit allen Mitteln gekämpft. Wen, um Gottes Willen, soll ich wählen? Ich vertraue niemandem – mehr.
Deutschland hält sich raus
Dass sich Deutschland nicht an den kriegerischen Einsätzen in Lybien beteiligt, finde ich richtig. Haltung und Vorgehensweise des Diktators und Despots Gaddafi sind unsäglich, aber das rechtfertigt keine Bomben-Angriffe anderer Länder.
Es muss (sollte) andere Möglichkeiten des “Dialogs” geben um einen Zustand zu ändern. Es kann doch nicht sein, dass unterschiedliche Ansichten durch Krieg bekämpft werden. Wir fliegen zum Mond. Wir haben die Atomkraft (erstaunlicher “Gewinnn” der Neuzeit). Wir haben das Internet. Und wenn Meinungsverschiedenheiten herrschen, greifen wir zurück zu primitiven Machtkämpfen?!
Ich finde das anachronistisch.
Leises Sterben
Bei n-tv habe ich eben einen lesenswerten Artikel gefunden. Er trägt allerdings nicht zu meinem Wohlbefinden bei, sondern macht mich sehr betroffen.
Vor vielen Jahren habe ich ein Buch geschenkt bekommen. Eine illustrierte Geschichte von Wolfdietrich Schnurre und noch jemandem, dessen Name ich vergessen habe. Leider habe ich das Buch nicht mehr, aber ich kann mich noch sehr gut an seinen Inhalt erinnern: ein einsamer Mann in einer völlig zerstörten Welt. Alles kaputt. Folgen eines Atomkriegs.
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