Monats-Archive: Februar 2011

Wieviel Kalorien verbraucht welche Sportart?

Ich jogge drei mal die Woche und habe nun mal ausgerechnet, was ich dabei so an Kalorien verbrauche. Viele sind es nicht, aber doch um die 350 pro halbe Stunde. Besser als nix. Eine Golfrunde verbraucht übrigens so um die 1.000 Kalorien. Ich muss dieses Jahr unbedingt mehr golfen gehen …

Hier geht es zum Kalorienverbrauchs-Rechner bei Focus-Online.

Exkulpation eines smarten Adeligen!?

Dass Monika Hohlmeier, die Tochter des nachweislich korrupten früheren bayrischen Ministerpräsidenten Strauß Partei für Herrn zu Guttenberg ergreift (gestern bei “Anne Will”), verwundert nicht. Ihr Argument, der Mann habe sich schließlich entschuldigt, bringt mich allerdings schon ins Grübeln. Seit wann reicht denn eine Entschuldigung für ein Vergehen? “Oh, sorry, tut mir schrecklich leid, dass ich dir ein Messer in den Bauch gerammt habe …”, zerknirschte Worte der Reue und alles ist vergeben?!

Auch andere Parteigenossen sind der Meinung, seitenweises Abschreiben und “vergessene” Fußnoten seien kein Beinbruch. Außerdem gäbe es ganz andere Probleme in Deutschland.

Auch das stimmt. Aber würden in Zukunft alle Vergehen – ob klein oder groß – unter diesem Aspekt beurteilt, dann bräuchte es keine Gerichte mehr, keine Richter, keine Rechtsanwälte und überhaupt keine Juristen. Denn es gibt immer Schlimmeres. Und bei allem kommt es auf den Standpunkt an. Und der Standpunkt vieler christlich-demokratischer Politiker ist erstaunlich generös. Warum? Weil es sich um einen Parteigenossen handelt. Wäre ein Mitglied einer Oppositionspartei temporärer Amnesie anheim gefallen und hätte erstens (dreist) abgeschrieben und zweitens jede Menge Fußnoten vergessen, wäre das Geschrei groß und die Rücktrittsforderungen würden unsere Trommelfelle erschüttern.

“Jeder macht Fehler”, so lautet auch eines der – wiederholt vorgebrachten – Argumente. Auch das stimmt. Aber die meisten unserer Fehler werden geahndet. Zumindest dann, wenn sie ans Tageslicht kommen und gegen Gesetze und/oder Regeln verstoßen. Und die Regeln für eine Promotion sind eindeutig. Gegen die hat der Freiherr verstoßen. Punktum.

Dass genau dieser Freiherr den Kapitän der Gorch Fock aufgrund diffuser Vorwürfe kurzer Hand seines Amtes entbunden hat, ist in diesem Zusammenhang auch interessant, aber ein anderes Thema.

Nachsatz einige Stunden später: die Diskussion um Herrn zu Guttenberg ist nach wie vor kontrovers. Mittlerweile gibt es bei Facebook sogar eine “für Guttenberg-Seite” und bin sehr erstaunt über den Wortlaut der meisten Proklamationen. In einem Staat, wo einer Angestellten fristlos gekündigt wird, weil sie eine Semmel (oder so was ähliches) “gestohlen” hat, sollte gleiches Recht für alle gelten. Und genau das steht ja auch im Grundgesetz. Und das sollte selbst ein Jurist mit nur einem Staatsexamen wissen. Und das wissen alle, die nun vollmundig für ihn votieren. Auch die Bundeskanzlerin, die ihn verteidigt mit den Worten, sie habe einen Minister eingestellt und keinen wissenschaftlichen Assistenten. Das nenne ich Rabulismus in Perfektion! Aber für diese Fähigkeit sind Politiker und Juristen ja bekannt. Und das ist bestimmt mit ein Grund dafür, dass rund ein Viertel des Deutschen Bundestages aus Juristen besteht.

Überraschungspaket

Über die Kräuterexpertin Angela Marmor habe ich ja schon berichtet. Unter anderem bäckt sie wunderbares Brot und produziert köstliches Wildkräutersalz.

Weil ich täglich ihr Salz benutze, habe ich neulich nachbestellt und was bekam ich? Das hier.

Was für eine schöne und köstlich schmeckende Überraschung. Bisher habe ich nur das Brot und das oberleckere Raubtiersalz (mit Bärlauch!!!) probiert und freue mich auf das Vernaschen der anderen Köstlichkeiten. Vielen Dank, liebe Angela!

Neutral = negativ!?

Vor zwei Wochen gab meine Schreibtischlampe den Geist auf, ich brauchte also eine neue. Die bestellte ich über ebay. Verkäufer war ein in der hiesigen Region bekanntes Möbelgeschäft.

Die Lampe wurde pünktlich geliefert, leider funktionierte der Dimmer nicht. Weil sie etwas kleiner war, als gedacht, bestellte ich telefonisch eine andere Lampe – zum selben Preis. Als ich die auspackte, kam mir ein kleines Plastikteilchen entgegen, die Halterung des Leuchtmittels war zerbrochen. Als ich mir die Sache näher anschaute, brachen auch noch die Drähtchen des Leuchtmittels durch. Ich rief wieder bei der – freundlichen – Serviceabteilung (ohne kostenpflichtige 01800-Nummer!) an, ließ die Lampe abholen und bat darum, mir den Kaufpreis zu erstatten, weil ich keine dritte Lampe bestellen wollte. Grund: ich brauchte dringend eine Lampe auf meinem Schreibtisch und wollte das Risiko einer dritten defekten Lampe nicht eingehen. Denn wie mir der Service-Mitarbeiter sagte, werden die Produkte vor Auslieferung nicht geprüft, sondern kommen direkt von der Lampenfirma ins Lager und werden von dort einfach weiter gereicht.

Gestern ging die Rückerstattung auf meinem Konto ein, und ich habe bei ebay eine Bewertung abgegeben.

Dazu muss man wissen, dass es bei ebay nur drei Bewertungsmöglichkeiten gibt: positiv, neutral oder negativ.

So, wie sollte ich die Sache nun bewerten? Ich tendierte zu negativ, denn schließlich saß ich nach zwei defekten Lampen an meinem Schreibtisch nun immer noch in Dunkeln. Aber weil der Service bei dem Möbelgeschäft so gut war, klickte ich “neutral” an und schrieb als Erläuterung dazu, dass ich zwar zwei defekte Lampen bekommen hätte, der Service aber super sei.

So, das ist die Sachlage.

Nun bekam ich eben eine Email von besagtem Möbelgeschäft, in dem mir mitgeteilt wurde, dass man dort eine neutrale Bewertung als negativ betrachte, und ich das doch bitte ändern solle. Im Klartext heißt das, ich soll meine neutrale Bewertung in eine positive umwandeln. Eine positive Bewertung bedeutet aber, dass ich mit dem gelieferten Produkt zufrieden bin. Bin ich aber nicht! Schließlich wurde zweimal eine defekte Lampe geliefert. Und das empfinde ich nicht als positiv, sondern als negativ.

Und nun würde mich doch sehr interessieren, wie andere Menschen (ebay-Käufer und -Bewerter) das sehen…

Nachdenklich

Ein Mann, mit dem ich freundschaftlich verbunden bin, hat mir heute gesagt, dass seine 14jährige Tochter auf der Intensivstation eines Krankenhauses liegt. Sie hat eine Herzmuskelentzündung und dass sie noch lebt, ist ein Glück. Sie hätte auch sterben können – der Arzt hat die Symptome erst sehr spät richtig diagnostiziert, anfangs sogar unterstellt, das Mädchen würde aus irgendeinem Grund simulieren…

Mittlerweile geht es dem Teenager gut und es bestehen sehr gute Aussichten auf komplette Heilung. Sicher ist das allerdings noch nicht.

Ihr Vater sagte mir heute auch, dass sich durch diese Erkrankung die Dinge des Lebens für ihn stark relativiert haben. Ich verstehe das sehr gut, denn ich habe auch Situationen erlebt, in denen materielle Dinge schlagartig an Wert verloren haben.

Vor wenigen Minuten bin ich über Umwege auf ein Blog gestoßen, in dem eine an aggressivem Krebs erkrankte Frau von ihrem Krankheitsverlauf schreibt. Anfangs bestand noch Hoffnung auf Heilung. Diese Hoffnung besteht nun nicht mehr. Sie wird nur noch Wochen oder Tage zu leben haben. Momentan führt ihr Mann das Blog, weil sie im Krankenhaus liegt, unter Morphium und mit Sauerstoffmaske.

Während ich die Beiträge las, liefen mir die Tränen runter und mir wurde wieder bewusst, wie wichtig Gesundheit ist und wie nahe wir – ständig – dem Tod sind. Denn wir wissen nicht, was der morgige Tag uns bringt, ob wir überhaupt aufwachen. Ein Bekannter von mir ist im Schlaf gestorben …

In diesem Zusammenhang mache ich wieder etwas, das ich in letzter Zeit öfter mache: über den Tod nachdenken. Über den Tod nachzudenken und geschweige dann darüber zu reden, ist verpönt. Zumindest in unseren Breiten. Das ist bedauerlich, denn wenn im Leben eines sicher ist, dann der Tod, der uns irgendwann ereilen wird. Das weiß zwar jeder von uns, aber die meisten verdrängen diese Tatsache. Auch das ist bedauerlich, denn es wäre hilfreich, dieses Thema nicht zu ignorieren, sondern in unser Leben zu integrieren. Das bedeutet ja nicht, dass wir ständig Trübsal blasen müssen. Im Gegenteil. In dem wunderbaren Buch “Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben” von Sogyal Rinpoche fand ich folgenden Passage: “Den Tod anzuschauen, muss nicht morbide oder beängstigend sein. Warum nicht dann über den Tod nachdenken, wir wir wirklich inspiriert sind, entspannt und bequem im Bett liegen im Urlaub sind oder wenn wir gerade gute Musik hören? Warum nicht über den Tod nachdenken, wenn wir glücklich sind, bei guter Gesundheit, voller Vertrauen und uns wohlfühlen?”

Ja, warum nicht? Ich denke auch, dass es besser ist, über den Tod in einer guten Phase nachzudenken, als in einer schlechten. In der guten Phase haben wir ganz andere Kräfte und Energien. Und wir können in solchen Momenten das Gute und Schöne mehr genießen und schätzen – im Bewusstsein der Endlichkeit.

Ich werde dieses Thema fortsetzen.

“The Activity Book” von Veer

sponsored post

Seit rund dreißig Jahren verdiene ich meine Brötchen als freiberufliche Grafikdesignerin. Das ist ein schöner und kreativer Beruf, der mir sehr viel Freude bereitet. Egal, ob ich ein Logo, eine Visitenkarte, einen Prospekt, einen Geschäftsbericht, eine Anzeige oder sonst was gestalte – eine neue Idee zu finden, ist immer wieder eine Herausforderung, die aber leider nicht auf Knopfdruck funktioniert.
Um Design-Ideen zu kreieren, gibt es viele Möglichkeiten. Ich blättere in Zeitschriften, schaue Werbung im Fernsehen an und durchforste meine vielen Designbücher, manchmal bringt mich auch ein Werbeaufdruck eines Brummis auf der Autobahn auf neue Ideen. Ich kupfere aber nicht ab, sondern lasse mich lediglich inspirieren, denn eine Idee kann man tausendfach variieren. So kann eine Überschrift in einem Kochbuch durchaus auch als Headline für eine Bohrmaschine taugen. Vorausgesetzt, man hat Phantasie und modelt sie entsprechend um. Schnödes Kopieren habe ich noch nie geschätzt – auch wenn so mancher Kollege keine Scheu vor Plagiaten hat, aber das ist ein anderes Thema.
 
Nun haben sich kreative Designer bei „Veer“ was einfallen lassen und „The Activity Book“ entwickelt. Dieses Aktivitätsbuch ist einerseits ein Sammelsurium von bunten Design- und Typographie-Ideen und andererseits eine Gehirn-Stimulanz. Und genau das ist wichtig: das Gehirn zu stimulieren. Denn ein träges Gehirn kann keine guten Ideen entwickeln. Aber nur darum geht es in meinem Job, egal ob als Designerin, Texterin/Autorin oder Fotografin: der Phantasie freien Lauf zu lassen, das Unmögliche möglich zu machen und etwas zu gestalten, was auf den ersten Blick völlig abstrus erscheint, sich im zweiten Blick aber als genialer Einfall herausstellt.

Das Aktivitätsbuch von Veer ist eine Fundgrube für Ideensucher. Auf
96 Seiten bringt es die grauen Zellen in Wallungen, stellt Fragen,  provoziert, schärft den Blick, zieht die Mundwinkel nach oben, erinnert an längst Vergessenes aus dem Designstudium, motiviert zum Spielen, regt die Phantasie an, bringt einem zum Grübeln, weckt das Kind in dir und macht summa summarum so richtig viel Spaß. „The Activity Book“, das inspirierende „Spaßbuch“ für Designer, Fotografen, Illustratoren, Bildbearbeiter … ach, für alle, die Freude an Kreativität haben. Hier der Link zu diesem wunderbaren Buch.

Und vor den Designern, die dieses bunte Wunderwerk entwickelt haben, kann ich nur meinen Hut ziehen. Liebe Kolleginnen und Kollegen, das habt Ihr ganz prima gemacht. Eine wirklich tolle Leistung! Bei diesem Projekt wäre ich auch gern dabei gewesen, denn dass diese Arbeit Spaß gemacht hat, ist deutlich zu sehen.
Anlässlich des ersten Aktivitätsbuch in deutscher Sprache gibt es auch ein Gewinnspiel. Jeder, der gern mit Farben, Stiften und anderen Materialien spielt, kann daran teilnehmen. Es geht darum, ein Plakat nach Herzenslust auszumalen. Mit vorgegebenen Materialien und „Allem, was kein Stift ist“. Es gibt sehr attraktive Preise! Einfach hier klicken.



 
Kraeuterbuch kraeuterbuch Buch

"Ein Buch, das verzaubert"
Jutta Aurahs
Redaktion "Geliebte Katze"

Für nähere Informationen aufs Bild klicken.