Wort zum Samstag
Höflichkeit verpflichtet zu nichts,
aber sie kann den Anspruch haben
erwidert zu werden.
Ernst R. Hauschka
Kleiner Preisunterschied!?
Wenn man nicht blind alles kauft, sondern sich mal ein bisschen umschaut, dann kommen interessante Ergebnisse ans Tageslicht. Beim Nachtkerzenöl beispielsweise. Meine Katzen bekommen täglich ein paar Tropfen davon. Lili wegen ihrer chronischen Darmentzündung und Felix wegen seiner Arthrose.

Das kleine Fläschchen links beinhaltet 50 ml und kostet in der örtlichen Apotheke 19,66 Euro. Das große Fläschchen beinhaltet die doppelte Menge und kostet 6,95 Euro! Da fragt sich der interessierte Laie doch, woher dieser unglaubliche Preisunterschied kommt. Meiner Meinung nach handelt es sich hier um einen eindeutigen Fall von Wucher. Oder hat jemand eine einleuchtende Erklärung dafür? Der Inhalt beider Flaschen ist reines, kalt gepresstes Öl.
Tipps für Anfangsautoren
Vorabinfo: Diesen Artikel habe ich vor einigen Jahren geschrieben. Weil ich zur Zeit aufgrund des Poldner-Threads vermehrt angesprochen und nach Tipps und um Rat gefragt werden, stelle ich ihn heute auf die Startseite.
Der Traum vom eigenen Buch
Das eigene Buch – viele träumen davon. Viele schreiben eines. Renommierte Autoren und mittlerweile aber auch ganz normale Menschen. Sie schreiben sich ihre Erlebnisse von der Seele, teilen ihre Gedanken mit, plaudern aus dem Nähkästchen, geben ihr Wissen preis und/oder lassen ihrer Phantasie freien Lauf. Schreiben ist en vogue.
Hier ein paar Tipps aus meiner persönlichen Erfahrung.
Was schreibe ich?
Schreiben braucht Übung. Sie sollten deshalb nicht unbedingt mit einem 500-Seiten-Wälzer anfangen. Beginnen Sie mit Kurzgeschichten. Eine Kurzgeschichte ist relativ schnell geschrieben und bringt ein schnelles Erfolgserlebnis. Und fünf Seiten zu (selbstkritisch) zu bewerten, ist einfacher als 500. Weiterlesen
Hab Glück!?
Immer wieder bekommt ich Mails ähnlichen Inhalts. Heute auch wieder. Hier der “wunderbare” Text:
Hab Glück
Lies dies bitte GANZ durch!!!!!!!!!!!!!!! Verspreche es Dir, es ist alles wahr!!!!!!! Sorry…da musst Du jetzt durch.
Bitte lies diese Mail bis unten durch!
Mit Liebe ist ALLES möglich!! Jetzt wurde das Glück an dich versandt. Du wirst Glück haben, innerhalb der nächsten vier Tage, nachdem du Diese Mail erhalten hast. Um dein Glück zu erhalten solltest du die Mail allerdings weitersenden.
Das ist kein Witz und auch keine kommerzielle Kettenmail Du wirst Glück erhalten!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Sende Kopien an Menschen, von denen Du meinst, dass sie Glück brauche können.Sende kein Geld, denn das menschliche Los hat keinen Preis!!! Behalte diese Mail nicht in deinem Besitz. Du solltest sie innerhalb von 96 Stunden nach Erhalt weitersenden. Innerhalb weniger Tage gibt es mit Sicherheit eine Überraschung. Sogar, wenn du nicht abergläubisch bist.
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Sodom und Gomorrha auf der Loveparade!?
Unsere selbst ernannte Moralapostolin Eva Maria Hermann bringt wohl demnächst ein Buch auf den Markt. Anders kann mir nicht erklären, dass sie mal wieder für hochpeinliche Schlagzeilen sorgt. Sie sorgt dafür, indem sie sich Sorgen macht. Sie sorgt sich um die Moral unserer Gesellschaft. Im besonderen um die der jungen Leute. Und ganz speziell um die Besucher der Loveparade. Die kiffen nämlich alle, ficken und saufen sich ins Koma.
Ich frage mich, woher Frau Hermann das so genau weiß. War sie dabei – gestern? Oder woher nimmt die publicitygeile geschäftstüchtige Medienfrau ihr Wissen? Aus den Fotos, die durch die Medien geistern? Kann ich kaum glauben, denn da sah man nur wogende Menschenmassen. Von bekifften, besoffenen und sich dem Sex hingebenden Menschen war da nichts zu entdecken. Dazu waren die Kameras zu weit weg.
Ich kann dazu nur sagen: Frau Hermann, bevor Sie so dumm und unsensibel daher reden, sollten Sie sich mal schlau machen. Denn die Jugend heute hat ganz andere Moralvorstellungen als die Jugend der sechziger und siebziger Jahre. DAMALS wurde gesoffen, gekifft und gevögelt. “Wer zweimal mit derselben pennt, gehört schon zum Establishment”. Können Sie sich an diesen Spruch nicht mehr erinnern? Es war der Spruch der Generation, der auch Sie angehören.
Die Jugend von heute hat ganz andere Werte. Das ist unter anderem nachzulesen in dem Buch “Die neue Moral der Netzwerkkinder”. In glaubwürdigen Interviews mit jungen Menschen werden dort Wünsche, Ansichten und Lebensphilosophien der heutigen Jugend dargestellt. Und die stellen sich völlig anders dar als Sie meinen.
Also, halten Sie doch einfach Ihr Maul. Und wenn Sie es unbedingt aufmachen wollen, dann entschuldigen Sie sich bei den Angehörigen der Jugendlichen, die gestern sterben mussten. Denn diese Jugendliche wollten einfach nur Spaß haben. Wie viele andere Menschen. Dass ich keine Freundin von Massenveranstaltungen bin, steht dabei auf einem völlig anderen Blatt. Ich gehe beispielsweise auch nicht aufs Oktoberfest. Oder verdammen Sie das populäre Volksfest auch als Beispiel ultimativen Sittenverfalls?
Nachsatz: in dem kleinen Dorf, in dem ich als junges Mädche lebte, wurden jedes Jahr Feste gefeiert. Feuerwehrfest, Schützenfest, Musikfest… Und bei jedem Fest wurde gesoffen, dass die Schwarte krachte. Geraucht wurde auch, allerdings keine (bewusstseinserweiternde) Drogen. Und dass junge (natürlich auch ältere) Festteilnehmer im Dunkeln, hinter der von Girlanden umrankten Festhalle sich miteinander sexuell vergnügten, pfiffen die Spatzen von den Dächern. Die meisten der Beteiligten kamen danach wieder zum Festgeschehen zurück, mit verwuschelten Haaren und gut durchbluteter Gesichtshaut.
Nachsatz für Frau Hermann: Sie sollten sich als Päpstin bewerben. Mit Ihren verqueren Moralvorstellungen hätten Sie bestimmt gute Chancen.
Public Relations – gut gemacht
Vor kurzem schrieb ich zum Thema “Werbung für lau”. Dass es auch ganz anders geht, beschreibt diese Situation: Ich bekam eine Email, in dem Bezug genommen wurde auf ein Lammrezept, das ich in diesem Blog veröffentlicht habe. In diesem Zusammenhang wurde ich gefragt, ob man mir eine Portion neuseeländisches Lammkarree schenken dürfe. Ich solle es nach meinem Gusto zubereiten, und natürlich würde sich der Absender sehr freuen, wenn ich das Rezept hier veröffentlichte. Ich war mit diesem Vorschlag einverstanden.
Nach wenigen Tagen überreichte mir ein Kurierfahrer einen Styropor-Karton, und drinnen befand sich – gut gekühlt – die Portion Lammkarree. Es war nicht nur eine Portion, sondern eigentlich vier. Denn mein Gast und ich haben zwar mächtig zugeschlagen, aber es nicht geschafft, alles zu verputzen – obwohl das Essen sehr gut geschmeckt hat. Das Lammkarree war ausgesprochen zart war und das selbst ausgedachte Rezept sehr lecker.
Und so habe ich es gemacht. Fleisch gewaschen und gut abgetrocknet. Mit mittelscharfem Senf eingerieben und gesalzen und gepfeffert. Dann eine Mischung aus zerriebenen Sonnenblumen-, Kürbis- und Pinienkernen und frischen Gewürzen (Liebstöckel, Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei, Basilikum, Estragon) darüber gestreut, festgedrückt und mit nativem Olivenöl beträufelt. Das Ganze wurde im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad ungefähr eine dreiviertel Stunde gebraten. Ganz zum Schluss noch kurz der Grill eingeschaltet und die Kruste leicht gebräunt.
Dazu gab es in Butter gebratene Pellkartoffel-Stücke und gemischten Salat.
Mehr Informationen zu Lammfleisch aus Neuseeland gibt es bei www.neuseelandlamm.de
Nachsatz: so macht man gute PR! Preisgünstig ist sie für den Kunden auch noch. Und vor allem effizient und glaubwürdig. Und das ist das Wichtigste bei Public Relations.










