Die Frage nach dem Sinn
In unregelmäßigen Abständen denke ich darüber nach, was wohl der Sinn des Lebens sein könnte. Manchmal diskutiere ich auch mit anderen darüber, und es ist immer wieder interessant, was für Ansichten dabei zu Tage treten. So meinte Freund neulich, der Sinn des Lebens sei, Kinder in die Welt zu setzen, sich fortzupflanzen also. Er selbst allerdings hat keine, und soweit ich weiß, plant er auch keinen Nachwuchs. Viele andere haben auch keine Kinder, führen aber ein als sinnvoll erlebtes Leben, zumindest nach ihren Aussagen. Andere wiederum haben Kinder, und ärgern sich mit ihnen nur rum. Ob sie das als sinnvoll erleben, habe ich lieber nicht gefragt.
Wie dem auch sei, ich finde, Arterhaltung allein kann nicht der Sinn des Lebens sein, denn sonst wäre ja der Mensch der Sinn seiner selbst. Der Sinn einer Sache kann nicht die Sache selbst sein, sondern ihr Zweck.
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Gemüse-Eintopf mit Hähnchen
Eben zubereitet und für sehr gut befunden.
Winterlicher Eintopf mit Hähnchen und feiner Fenchelnote
Für 4 – 6 Personen
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Meinungsverschiedenheiten
„Wir mögen dich, Renate, aber jedes Mal, wenn wir dich einladen, haben wir Angst, dass der Abend aus dem Ruder läuft“. Dieser Satz galt mir, und ausgesprochen wurde er vor vielen Jahren von Anna und Michael, einem befreundeten Ehepaar. Ich war erst wie vor den Kopf geschlagen, dachte dann aber in aller Ruhe darüber nach, wie so manche Abende bei Anna und Michael (und nicht nur bei den beiden) verlaufen waren. Ja, ich musste zerknirscht einräumen, dass ich so manche Abendessen-Gesellschaft aufgemischt habe. Ich wartete förmlich darauf, dass irgend jemand etwas von sich gab, von dem ich so gar nichts hielt, um dann mit meinem auf Schärfste geschliffenen Mundwerk eine Gegenargumentation in die gut gelaunte Runde zu werfen. Meistens führte das dazu, dass die gute Laune blitzartig verpuffte und ein erbitterter verbaler Kampf entstand, bei dem ich so lange (meiner Meinung nach logisch) argumentierte, bis die sogenannte „symmetrische Eskalation“ dem Abend ein Ende bereitete.
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Artikel im wellspa-portal
Katja Wegener habe ich über XING kennengelernt. Sie hat meine Regionalgruppe entdeckt und ist dort Mitglied geworden. Dann hat sie sich auf meinem Profil umgeschaut und mir eine Email geschickt. Und dann haben wir miteinander telefoniert. Sehr lange!
Weil wir uns so gut verstehen und weil sie mittlerweile auch mein Blog kennt, veröffentlicht sie auf ihrem Portal hin und wieder einen Artikel von mir. So auch heute. Hier kann man den Artikel lesen. Er handelt von einer “starken” Frau…
Mein wunderschöner Esstisch
Jedes Mal, wenn ich Gäste habe, die mich zum ersten Mal besuchen, höre ich dieselben Worte: “Was für ein schöner Tisch!”

Die Rede ist von meinem kleinen Esstisch, eine Antiquität aber bestimmt keine Rarität und deshalb auch nicht besonders kostbar. Zumindest unter materiellen Aspekten betrachtet, denn ich liebe dieses Möbelstück und denke gern daran zurück, wie ich es erworben habe. Es ist über 30 Jahre her. Ich lebte damals in Freiburg und verdiente meine Brötchen in einem Verlag als Assistentin des Chefs. Mit diesem Mann habe ich mich sehr gut verstanden. Ich mochte ihn, und er mochte mich – er war schon fast so was wie ein väterlicher Freund. Wir haben viel miteinander geredet, und ich wusste viel aus seinem Leben. So zum Beispiel auch, dass eine seiner fünf Ex-Ehefrauen eine Heiratsschwindlerin war. Er berichtete über diese Episode mit selbstversöhnlichem Schmunzeln und war überhaupt ein Mann mit einem großen Herz. Wie gesagt, ich mochte ihn gern, und deshalb tat es mir sehr leid, dass ich eines Tages in sein Büro gehen musste, um zu kündigen. Weiterlesen
Kindheitserinnerung
Mein großer Bruder hat mir heute eine Mail geschickt, ganz offensichtlich hat er ein bisschen in seinen Kindheitserinnerungen gekramt.
Hosenschisser
Meine Kindheit und Jugend verbrachte ich in einem kleinen Schwarzwalddorf mit nicht viel mehr mehr als 400 Einwohnern. Eines sonntags, ich war ungefähr 12 und kniete, wie es im Dorf üblich war, sonntagmorgens in einer Sitz-Knie-Bank der katholischen Dorfkirche.
Auf einmal stieß mich der Bub neben mir an und deutete unauffällig auf die Bankreihe vor uns, die durch einen schmalen Seitengang von unserer Bankreihe etwas getrennt war.
Dort knieten auch etliche, vor allem Kinder. Einer der Buben, ungefähr 11 Jahre, hatte offensichtlich Probleme, denn er wand sich immer wieder, ging dabei etwas aus der Knielage nach oben und kniete wieder hin. Von diesem Bub war im Dorf nicht ganz
unbekannt, dass er ab und zu in die Hose kackte. Also konnten wir uns denken, was ihn gerade plagte. Und so beobachteten wir ihn gespannt.
Nach einigen Minuten schienen auch andere sein Problem mitgekriegt zu haben, so offenbar auch seine Mutter, die sich weiter hinten und auf der anderen Seite der Bankreihen, getrennt durch den breiten Kirchen-Mittelgang, aufhielt. Denn plötzlich kam sie von hinten zu ihrem Jungen, nahm ihn bei der Hand und zog ihn aus der Bankreihe.
Und gerade, als die beiden den breiten Mittelgang betreten hatten, machte es flupp, und da lag es auf dem Boden des breiten Kirchengangs, für jeden sichtbar: ungefähr 3cm dick, 12cm lang und braun. Dies Prachtexemplar war ihm aus seiner kurzbeinigen Hose gefallen. – Diesen Anblick werde ich wohl nie vergessen!
Bald darauf war die Kirche aus und wir gingen nach draußen. Dort sahen wir die beiden noch – sie warteten offenbar vorm Heimgehen, etwas abseits, noch auf den Vater des Jungen. Die Mutter hatte dem Bub ihren Hut mit Schleier aufgesetzt. Anscheinend wusste sie in ihrer Not nichts Besseres, um ihn so ein wenig zu tarnen.
Für einige Zeit noch war’s DAS Gesprächsthema im ganzen Dorf. Und seitdem hatte der Junge seinen Spitznamen weg; er hieß nur noch: Hosenschisser.









