Archiv für Oktober 2009

Bunt – das war mir schon immer lieb. Farbenfroh, farbenprächtig, unterschiedlich, neu, anders, kreativ, ungewöhnlich, schillernd, leuchtend … bunt ist vielfältig. So vielfältig wie unser Leben.

Menschen mit anderer Hautfarbe werden hier in Deutschland teilweise immer noch scheel angeschaut. Bei uns lebende Ausländer sind noch lange nicht integriert. Teilweise liegt es an ihnen selbst, teilweise an uns Deutschen, an uns Hellhäutigen. Warum “Weiße” sich als Rasse besonderer Natur ansehen, ist mir ein Rätsel. Hautfarbe hat doch nichts mit menschlicher Qualität zu tun. Dass Schwarze dumm sind, ist ein dummes Märchen. Erfunden von Weißen, natürlich.

Dass in den USA ein dunkelhäutiger Mensch Präsident ist, finde ich sehr gut, und ich finde, es wurde auch Zeit. Und dass vor gar nicht allzu langer Zeit in den USA noch als Sklaven “gehalten” wurden, ist für mich heute kaum vorstellbar. Umso besser, dass Obama kein Sklave, sondern Präsident ist. Wir alle sollten mit Vorurteilen sehr vorsichtig umgehen, denn Vorurteile sind das, was das Wort aussagt: ein vorschnell gefälltes Urteil. Und vor vorschnellen Urteilen sollten wir uns hüten. Im eigenen Interesse. Denn keiner von uns mag verurteilt werden, schon gar nicht vorschnell.

Auf die Idee für diesen kleinen Beitrag bin ich gekommen durch die Aktion von Torsten Luttmann.
bunt-ist-toll Kopie

Ich finde seine Idee prima, denn sie regt dazu an, mal über sich und seine Einstellung zu Andersartigem nachzudenken. Ich liebe Andersartiges. Egal, ob beim Essen oder bei Menschen. Auch ferne Länder liebe ich. Wegen dem Essen, wegen der Menschen, wegen der anderen Natur, wegen der anderen Kultur – weil dort vieles eben anders ist. Und das ist gut so. Denn wäre alles gleich, wäre unser Leben nicht so reich an Eindrücken, Empfindungen und Erlebnissen. Wäre alles gleich, würden alle gleich aussehen, gleich denken, gleich empfinden, gleich kochen … wie fade und öde wäre das Leben. Und aus diesem Grund liebe ich es bunt! (Oh, das reimt sich…)

P. S.: Als ich vor einigen Jahren das erste Mal in die USA verreist, wurde mir vor der Reise erklärt: in Amerika sind die Menschen oberflächlich, schmeckt das Essen nicht, gibt es keinen guten Wein und du wirst beklaut. Meine Erfahrung: die Amerikaner sind extrem freundliche und hilfsbereite Menschen. Bereits als ich in NY ankam, hat mir ein Schwarzer (!) das Gepäck abgenommen. Nicht um damit abzuhauen, sondern um es mir die Treppe nach oben aus der U-Bahnstation zu schleppen. Das Essen war hervorragend, besonders die riesigen Steaks haben mir gemundet. Und an den leckeren kalifornischen Wein erinnere ich mich besonders gern. Ich freue mich schon auf meine nächste Amerika-Reise!

… die eigene Spezies vor dem Aussterben zu retten.

Video entdeckt bei Andrea.

“Wir geben uns gern als Repräsentanten von Großfirmen aus, die wir nicht leiden können…” So, YES-Men, die Politaktivisten, die die Welt reparieren (wollen). Sie weisen auf Klimakatastrophen, Umweltsünden und negative Folgen der Globalisierung hin. Sie fälschen Webseiten großer Unternehmen und Institutionen, geben sich als Angehöriger von Multikonzernen oder als Mitglieder von Regierungen aus. Ihre Absicht: mit grotesken Reden, satirischen Auftritten und provozierenden Aktionen Skandale und Missstände aufzudecken und auf die Konsequenzen von Macht- und Geldgier hinzuweisen.

Weitere sehr informative Filme gibt es bei Youtube. Trotz der ernsten Inhalte der Videos bleibt die Unterhaltung nicht auf der Strecke, im Gegenteil, Kreativität und schwarzer Humor der zwei Polit-Aktivisten sind enorm. Auch wenn einem der Lachimpuls oft im Hals stecken bleibt…

So ein Laptop hat seine Vorteile. Ich habe es nicht oft an, aber jetzt. Ich kann schreiben und fernsehen, denn momentan läuft die Talkshow mit Maybritt Illner, Thema “Schweinegrippe”. Talkgast ist unter anderem Dr. Antje Kühnemann. Und wer sie sieht, fragt sich, ob die Kamera-Linse eine Froschaugen-Krümmung hat oder ob die Ärztin krank ist.

Die Linse hat keine Krümmung, denn sonst würden die anderen Personen genauso merkwürdig aussehen, also im Verhältnis zum restlichen Körper überdimensional wirkende Köpfe zwischen den Schultern tragen. Das tun sie aber nicht.

Auch mit Armen und Beinen der Ärztin stimmt was nicht, denn sie sind dünn, dürr besser gesagt. “Haut und Knochen”, so heißt der Begriff. Im Gegensatz zum promovierten Talkgast wirkt die schlanke Moderatorin fast schon dick.

Sollte Frau Kühnemann krank sein, dann entschuldige ich mich im Voraus. Sollte sie das nicht sein, was ich eher vermute, den sonst würde sie vermutlich nicht so gut gelaunt in Talkshows mitmischen, dann finde ich, sollte man solche Klappergestelle genauso aus dem Fernsehen verbannen wie die Hungerhaken-Models von den Laufstegen. Und gerade eine Ärztin sollte ihre Magersucht behandeln und nicht in der Öffentlichkeit auftreten und so tun, als sei ihre Kinderstatur normal. Vom operierten Gesicht mal ganz abgesehen. Sie ist über 60, hat keine Falten und auch keine Mimik. Ihr Gesicht wirkt wie eine Maske. Passt aber insofern zum unnatürlichen Körper.

Dass so eine Frau in der Öffentlichkeit sachkundig über Gesundheit sprechen darf, finde ich fragwürdig. Ihr Problem zum Thema zu machen, das wäre gut – und wichtig. Und vor allem glaubwürdig.

Herbstdeko
Die Natur bietet alle Zutaten: Kürbisse, Maiskolben, die Dolden vom Essigbaum, Kastanien, Vogelbeeren, Hagebutten, Lampionblüten, Zweige. Alles auf einer großen Schale verteilen – und schon hat man eine schöne und herbstliche Tischdeko. Bis zur Adventszeit hält sie sich locker. Wenn dann noch – wie bei mir – die Abendsonne ihre warmen Beleuchtungseffekte dazu gibt, sieht das Ganze besonders attraktiv aus.

Neu in der Reihe “Inseln der Ruhe”: Abschied
Eine DVD für Menschen, die trauern und für Menschen, die trauernden Menschen ihr Anteilnahme mit einem liebevollem Geschenk ausdrücken möchten. Ein tröstender Trauerbegleiter und eine “Beileidskarte” mit Fotos und wunderschöner Chillout-Musik. Fünf besinnliche Minuten für die traurigen Momente im Leben.

Cover Abschied

Mehr darüber auf Edition Blaes.