Archiv für September 2009
Wenn die Informationen richtig sind, dann darf Axel Poldner sich den Knast demnächst von innen anschauen. Ich habe hier mehrfach über den “Herrn” geschrieben.
Er wurde vom Amtsgericht Tiergarten am 10. August 2009 rechtskräftig zu einem Jahr Freiheitsstrafe verurteilt. Vermutlich kommen dann noch neun Monate dazu, zu denen er bereits am 18. Februar 2008 verurteilt wurde. Warum er immer noch frei rum läuft, entzieht sich meiner Kenntnis. Möglicherweise war die Strafe auf Bewährung ausgesetzt.
Es laufen noch weitere Verfahren und man darf gespannt sein, wie lange der “Literaturagent” dann den Himmel durch Gitterstäbe anschauen darf. Die Mühlen des Gesetzes mahlen langsam, aber Gott sei Dank mahlen sie. Denn es wurde allerhöchste Zeit, dass diesem Subjekt endlich das betrügerische Handwerk gelegt wird.
Und was die Typen angeht, die anderen Zeitgenossen das Geld aus der Tasche ziehen, so kann man nun noch hoffen, dass der Rechtsverdreherin Rechtsanwältin Katja Günther auch endlich ihre Zulassung entzogen wird.
Vielleicht ist es dem einen oder anderen aufgefallen … ich habe mein Blog-Design geändert. Das war gar nicht mal freiwillig, sondern aus der Not geboren. Beim alten Design funktionierte nämlich etwas nicht. Ich konnte neben Fotos, die nicht über die ganze Spalte liefen, keinen Text setzen. Das passte mir überhaupt nicht, und ich suchte nach einem anderen Design, das ich nach meinem Gusto veränderte (ich kann mittlerweile ein kleines bisschen CSS) und bei dem Jürgen, mein über alle Maßen geschätzter Computerfreak (ohne Jürgen wäre ich längst dem Wahnsinn verfallen), den Header so anpasste, dass ich unterschiedliche Fotos einsetzen kann. Also jedesmal, wenn jemand das Blog besucht oder zu anderen Inhalten navigiert, erscheint ein anderes Foto.
Diese Fotos zu produzieren, hat mir riesigen Spaß gemacht und eines davon gefällt einer Dame in Frankreich besonders gut. Dieses hier:

Es gefällt ihr sogar so gut, dass sie mich gefragt hat, ob ich ihr auch so ein Foto für ihre Seite basteln kann. Ja, ich kann. Und eben habe ich den Auftrag dafür bekommen. Das freut mich natürlich! Aus zweierlei Gründen.
Habe eben diese Mail bekommen:
Liebe Nichtwähler,
wir schreiben euch diesen Brief, weil ihr die stärkste
politische Kraft in diesem Land seid. Bei der Europawahl
habt ihr mit 56,7% alle Parteien weit hinter euch
gelassen. Es ist gut möglich, dass ihr bei der kommenden
Bundestagswahl erstmals stärker werdet als CDU
und SPD.
Wir können es sehr gut verstehen, dass ihr nicht zur
Wahl geht. Wir haben von der Politik in diesem Land
auch die Nase voll. Alle vier Jahre dürfen wir Bürger
unser Kreuzchen für Kandidaten und Landeslisten
machen, die von Parteifunktionären in Hinterzimmern
aufgestellt werden. Dafür wird uns vor der Wahl
in professionell gestalteten Werbekampagnen das
Blaue vom Himmel versprochen. Nach der Wahl werden
diese leeren Versprechen dann eiskalt wieder einkassiert.
Die Sachzwänge sind dann schuld, oder die
leeren Kassen.
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Gestern Abend versuchte Frank Plasberg in seiner Talkshow “Hart aber fair” Licht ins Dunkel der politischen Strategien zu bringen. Er hatte die Generalsekretäre der Bundestagsparteien eingeladen, und die diskutierten über die Lage der Nation beziehungsweise darüber, welche Partei mit welchen Vorgehensweisen die Lage der Nation zu verbessern beabsichtigt. Und diese Talkshow lief ab wie politische Talkshow ablaufen: Jeder fiel jedem dauernd ins Wort. Jeder bezichtigte jeden völlig falscher Strategien. Jeder gab nichts als als bekanntes Polit-Bla-Bla von sich. Inhaltslose, aussagelose Allgemeinplätze, Floskeln ohne jeglichen Wert an Informationen. Hinlänglich bekannte Wahlkampfparolen, die bei mir in “Parteien zur Wahl” täglich Gähnattacken auslösen.
Auf konkrete Fragen wurde grundsätzlich nie konkret geantwortet. Was zum Beispiel das Liebgewonnene” sei, von dem wir uns nach Ansicht zu Guttenbergs trennen müssten. Da müsse man Guttenberg schon selbst fragen, antwortete Pofalla. Aha, danke für die erhellende Antwort!
Die einen wollen Steuer erhöhen, die anderen wollen sie senken. Die einen wollen Mindestlohn, die anderen finden ihn kontraproduktiv. CDU und CSU sind sich ebenfalls nicht einig und konkrete Lösungen bietet keiner an, zumindest nicht mit Argumenten. Moderator Plasberg gab sich zwar munter, seine Einwürfe brachten aber auch keinen Schwung in die Runde. Alles in allem eine streitbare aber inhaltlich lahme und ergebnislose Veranstaltung. Wer weggezappt hat, weiß heute nicht weniger als andere.
Hier zwei Links zum Thema. Einmal von der “Welt” und einmal vom Spiegel. Interessant sind dort auch die Kommentare.
Stefan Gröhl, ehemaliger FDP-Aktivist erklärt in einem Interview mit dem Spiegel, warum er bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag aufs Kreuzchensetzen verzichten wird. Zählt er zu den “charakterlosen Idioten”, als die Nichtwähler gern bezeichnet werden?
Er hat seine Gründe, und ich kann sie nachvollziehen, denn ich werde zwar zur Wahl gehen, aber ich kann mich – wie er – mit keiner der herkömmlichen Parteien identifizieren. Ich vermisse Glaubwürdigkeit und Überzeugungskraft, ähnlich wie der Spiegelkorrespondent Gabor Steingart. In seinem Buch “Die Machtfrage – Ansichten eines Nichtwählers” beschreibt er seine Wahlabstinenz als legitimen Ausdruck von Protest. Er moniert den “schleichenden Verfall demokratischer Leidenschaft”.
“Wer wählt, stimmt zu”, meint er. Ja, das sehe ich genauso. Ich gehe trotzdem wählen. Aber ich wähle die Piraten. Damit die “Volksparteien” endlich mal den Wind des Protests im Gesicht spüren. Vielleicht kommen sie dann mal in die Pötte. Vielleicht begreifen sie dann endlich, dass wir, also die Wähler und die Menschen, deren Vertreter (“Volksvertreter”) sie ja sind, uns nicht vertreten, sondern wie die Tanzbären an der Nase herum geführt fühlen. Von machtgeilen und eitlen Selbstdarstellern, die mit Worthülsen um sich spucken anstatt aufrichtige und persönliche Ansichten von sich zu geben und sich dafür einzusetzen. Mit Engagegement und Leidenschaft. Aus persönlicher Überzeugung und Verantwortungsgefühl und nicht wegen der Parteiraison und dem wohl wunderbaren Gefühl, im Bundestag auf dem Regierungsbänkchen Platz nehmen zu dürfen.
Ich bin sehr gespannt auf das Wahlergebnis!
Nachsatz:
Könnten junge Leute wählen, säßen die “Piraten” übrigens im nächsten Bundestag.
Am 2. Oktober 2009 wird unsere Fotoausstellung “Wasser” in der “Akademie Seefeld” eröffnet. Neben meiner Wenigkeit stellen aus: Martina Marten, Tom Kohues, Gérard Essaka.

Das musikalische Bonbon für diesen Abend wird vom “Leckertrio” serviert. Das junge und ambitionierte Musikerteam spielt Jazz vom Allerfeinsten. Akkustische Kostproben gibt es hier.
Also, kommt zu Hauf. Es lohnt sich!
Vernissage:
2. Oktober 2009
19.00 Uhr
Akademie Seefeld
Technologiepark 12
82229 Seefeld








