Archiv für August 2009
Ungebetene Werbeanrufe mit unterdrückter Nummer sind ja mittlerweile verboten. Doch pfiffige Leute haben sich nun eine neue Masche einfallen lassen. Und deshalb hat mein Bruder hat vorhin eine Firma angezeigt. Hier der Text der Anzeige.
ANZEIGE
Seit kurzem sind Werbeanrufe verboten, die der Angerufene NICHT zuvor ausdrücklich erlaubt hatte.
Nun sind jene Callcenter auf einen Trick verfallen, um dieses Verbot (dem Anschein nach) zu umgehen: Mehrfach schon erhielt ich Anrufe von 032211069892, wobei nach Abheben sich niemand meldete bzw. der Anrufer nur ein oder zweimal klingeln ließ.
Nach dem dritten oder vierten derartigem Anruf habe ich nun jene Nummer zurückgerufen (wobei ich mit Absicht meine Nummer unterdrückte), und da meldete sich die Firma SKY und wollte mir dann ein Abo für ein Bezahlfernsehen andrehen. Natürlich habe ich abgelehnt.
Diese Anrufe gehen weiter, wohl weil ich (siehe oben) meine Nummer unterdrückt hatte und so jene mich nicht als “Verweigerer” erkennen konnten.
Aber ich meine, der Tatbestand des verbotenen Werbeanrufs ist trotzdem erfüllt, auch wenn jene Firmen mit der fiesen Masche den Rückruf provozieren.
Und deshalb meine Anzeige.
Mit freundlichen Grüßen
Manfred U.
—————————————-
Ich bin gespannt, ob und was nun passiert.
Lebte sie noch, meine Mama, könnten wir heute ihren 100. Geburtstag feiern. Leider ist sie vor 23 Jahren gestorben.
Sie hat die Erdenwelt gern verlassen, sehnte sich förmlich danach, ihre körperlichen Beschwerden hinter sich zu lassen und hineinzuschweben in die andere Welt, an die sie fest glaubte und vor der keiner hier weiß, ob sie nicht doch existiert.
Sie hatte kein leichtes Leben, meine Mama. Sie hat zwei Weltkriege erlebt, ihre eigene Mutter mit 14 Jahren verloren, sich um 13 (!) Geschwister gekümmert und wurde nie gefragt, wie sie ihr Leben gern leben würde.
Sie hat für die damalige Zeit spät geheiratet – mit 28 Jahren. Sie hat zwei Kinder bekommen und glaubte, Sicherheit und Ruhe gefunden zu haben, in ihrer Ehe und dem Pelzgeschäft ihres Mannes, in dem sie mitgearbeitet hat. Dann machte Adolf Hitler ihr einen Strich durch die Rechnung.
Ihr Mann, mein Vater, war erst im Krieg und dann fünf Jahre in Kriegsgefangenschaft, und sie wusste nicht, ob und wo er lebt.
Sie hat ihre Wohnung und das zerbombte Breslau verlassen und ist in ihr Heimatdorf gezogen. Von dort wurde sie vertrieben und begab sich auf der Wanderschaft – in ein ungewisses Leben.
Nach dem Krieg kam ihr Mann unversehrt zurück und sie bekamen ein drittes Kind. Mich.
Sie zog mit ihrer Familie nach Süddeutschland, weil ihr Mann dort eine Arbeit gefunden hatte.
Sie lebte in einem ausrangierten Bauernhof mit Plumpsklo und Mäusen, Ratten und Kakerlaken als Untermieter.
Sie konnte wunderbar kochen, genauso gut konnte sie aus gebrauchten Holzlatten Regale tischlern. Sie konnte tapezieren, Lampen anschließen, nähen, stricken, backen, gärtnern … sie konnte alles, was man zum Überleben können muss.
Sie war eine gradlinige, offene und unkomplizierte Frau.
Sie war klug und witzig.
Sie hat nie gemurrt, nie geklagt, sich nie beschwert. Sie hat sich ihrem Schicksal ergeben und das Beste daraus gemacht.
Sie war der einzige Mensch, von dem ich mich wirklich geliebt fühlte, und von ihrer Liebe zehre ich noch heute.
Alles Gute zum Geburtstag, geliebte Mama, wo immer du auch sein magst.
Ich vermisse dich!
Deine Renate
Ich habe in diesem Blog schon mehrfach darüber geschrieben … über die Machenschaften von Abofallen-Portalen und deren Anwältin Katja Günther. Hier, hier und hier.
Diese Frau vertritt unter anderem die Firma Online-Content Ltd. und verdient sich mit “letzten Mahnungen” und der Drohung mit Schufa und Gerichtsprozess eine goldene Nase, weil viele ihrer Opfer aus Angst vor gerichtlichen Konsequenzen das – zu Unrecht – eingeforderte Geld bezahlen.
Nun hat die skrupellose Günther endlich einen Schuss vor den Bug bekommen. Das Amtsgericht Karlsruhe hat Münchner Rechtsverdrehrerin Rechtsanwältin zu Schadenersatz verurteilt. Mehr dazu gibt es bei Heise und nun schreib auch der Stern darüber.
Das ist doch mal eine gute Nachricht!
Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass andere Geschädigte ebenfalls ihren Anwalt bemühen und die Dame Günther zur Kasse bitten.
Vorhin drückt mit der Briefträger einen Umschlag in die Hand. Absender ist der Kundenservice der Firma Gruner + Jahr. Bei diesem Verlag habe ich seit vielen Jahren die Zeitschrift “essen & trinken” abonniert. Ich solle mich doch bezüglich meines Abonnements bei der Serviceabteilung melden. Eine kostenfreie Nummer war auch angegeben. Erstaunlicherweise – denn normalerweise erreicht man den Verlag nur unter einer gebührenpflichtigen Nummer – was ich als Frechheit erlebe.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Trägt ein Zeitgenosse sich mit einer Kaufabsicht, so ist es durchaus verständlich, wenn er nach dem Preis für das ins Auge gefasste Produkt oder der zu erwerbenden Dienstleistung fragt. Doch was – zum Beispiel – antwortet der Autoverkäufer, wenn ein potentieller Kunde kommt und wissen möchte, was ein Auto kostet? Vermutlich runzelt er verwirrt die Stirn und will dann wissen, mit was für einer Art Auto das Gegenüber überhaupt liebäugelt. Allerdings denke ich, dass niemand auf die Idee kommt, einen Autoverkäufer mit der Frage “was kostet ein Auto?” zu konfrontieren, sondern gleich sein Favoriten-Modell nennt. Dazu sagt er dann auch bestimmt noch, ob er eine Spezialausstattung bevorzugt oder sich mit der Standardausführung zufrieden gibt. Und bevor der Käufer dann eine verbindliche Zahl nennt, wird jedes Detail besprochen. Verständlicherweise.
So, nun schlage ich den Bogen zu einer Frage, die immer wieder an mich gestellt wird, und die lautet: “Was kostet ein Prospekt?” Der Begriff “Prospekt” ist natürlich austauschbar. Er kann genauso gut lauten “Homepage”, “Weblog”, “Flyer”, “Plakat” … und so weiter. Ich soll also wie aus der Pistole geschossen eine Zahl nennen. Eine zuverlässige Zahl selbstverständlich, also eine, die nach oben hin nicht flexibel ist.
Diesen Beitrag weiterlesen »
Die Geister scheiden sich. Manche behaupten, die Mondlandung sei eine Fälschung, manche sagen, sie habe tatsächlich stattgefunden. Die ganze Wahrheit über die damaligen Vorkommnisse hat Tom Herbrich nun ans Licht gebracht.
Ein wirklich lesenswerter Bericht!









