Wort zum Ostersamstag
Fühle mit dem Leid der Welt,
aber richte deine Kräfte nicht dorthin,
wo du machtlos bist,
sondern zum Nächsten,
dem du helfen,
den du lieben
und erfreuen kannst.
Hermann Hesse

Tränen der Betroffenheit und Melancholie
Heute hatte ich ein Erlebnis der besonderen Art. Ein deprimierendes Erlebnis genauer gesagt. Ein sehr deprimierendes sogar. Was ist passiert?
Vor ein paar Monaten wurde ich gefragt, ob ich in einem Seniorenheim eine kleine Lesung halten wolle. Ich wollte, und heute fand der Termin statt.
Ausgestattet mit drei Büchern traf ich im Seniorenheim ein und wurde in den kleinen Speisesaal gebeten. Dort befand sich rund ein Dutzend älterer bis sehr alter Herrschaften, die gerade Kaffee mit Kuchen zu sich genommen hatten. Zwei, drei unterhielten sich murmelnd, die anderen saßen mit teilnahmslosem Gesichtsausdruck an den Tischen und schauten ins Leere. Bei einigen zitterten die Hände, drei saßen im Rollstuhl, ein Herr war dement. Er schaute mich zwar an, nahm mich aber gar nicht wahr oder verwechselte mich mit einem Menschen aus früheren Zeiten, denn er redete wirres Zeug. Ganz offensichtlich litt er unter Alzheimer – eine Mitarbeiterin des Seniorenheims redete ihn mit Doktortitel an. Ein gebildeter Mann, den sein bestimmt kluger Geist in Stich gelassen hat.
Basilikum – Lieblingsgewürz meiner Mama
Sie liebte Basilikum … meine Mama, die leider nicht mehr lebt. Ihr Faible für dieses wunderbare Gewürz habe ich wohl von ihr geerbt, denn ich liebe es genauso.

Und ich würde es so gern selber züchten, aber es gelingt mir fast nie. Die Samen keimen, die Keimlinge wachsen – und dann faulen sie über der Wurzel ab.
Doch jetzt hat Karin Greiner, meine Mitbloggerin beim Kochlust-Blog, einen Leitfaden entwickelt. Wenn man sich an den hält, sollte eigentlich nichts mehr schief gehen. Hier der Link zum Beitrag.
Ich werde darüber berichten.
Lizenz zum Lügen
Konrad Adenauer hat es öffentlich zugegeben: er lüge, was das Zeug hielte, Hauptsache, es diene der Wiederwahl.
“Der Fisch stinkt vom Kopf her”, so lautet ein populärer Spruch. Und wenn sich Politiker aus opportunistischen egoistischen Gründen die Freiheit nehmen zu lügen, dann hat das Volks auch das Recht zur Lüge. Schließlich ist jedem von uns das Hemd näher als die Hose und demzufolge haben wir die besten Argumente dafür, in jeder auch nur möglichen Situation die Unwahrheit zu sagen – Hauptsache, es dient dem eigenen Wohlergehen.
Wahrheit präsentiert sich aber nicht nur in Worten, sondern auch in Taten, zum Beispiel bei der Abwrackprämie, die dazu gedacht war, die Wirtschaft anzukurbeln. Ob sie das tatsächlich tut, und vor allem ob sie die deutsche Wirtschaft ankurbelt, was schließlich Sinn der Aktion war, entzieht sich meiner Kenntnis.
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Wort zum Samstag
Jeder bekommt,
was er verdient.
Der Zeitpunkt allerdings
ist ungewiss.
R. B.
Mutmacher-Tag
Es gibt Menschen, die watscheln ideenlos durchs Leben. Es gibt aber auch Menschen, denen ständig was einfällt. Zur Spezies der letztgenannten gehört Kai-Jürgen Lietz, dem die Idee zum “Mutmacher-Tag” in den Sinn kam. Weil ihm das dauernde Geschwätz über Krise auf die Nerven geht. Mir übrigens auch. Die Restaurants sind voll, die Einkaufspassagen ebenfalls, und auf den Autobahnen fahren genauso viele Auto rum wie vergangenes Jahr. Unter diesem Aspekt gesehen geht’s den Deutschen also nicht schlecht.
Und deshalb muss nun ein Mutmacher-Tag her. Damit uns mal bewusst wird, dass es uns nicht schlecht geht, sondern ziemlich gut.
Und hier der Link zu Herrn Lietz.









