Monats-Archive: Dezember 2008

Zeit der Liebe

“Weihnachten ist die Zeit der Liebe.” Mit goldfarbenem Lackstift geschrieben stehen diese Worte auf einem dicken Herz aus Ton. Meine Freundin Lisa hat es mir vor ein paar Jahren geschenkt. Zu Weihnachten natürlich. Und seitdem hängt es jedes Jahr in der Adventszeit immer wieder an meinem Küchenfenster. Nicht als Dekoration, sondern als Mahnmal.
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Abendessen mit Tränen

Normalerweise ist es ja so, dass sich Menschen zum Abendessen treffen, um ein paar fröhliche Stunden miteinander zu verbringen. Essen, trinken, lachen. Unbeschwerte Gespräche, bei denen so wenige Probleme wie möglich besprochen werden – wenn überhaupt.

Prolog beendet.

Gestern Abend waren zwei Frauen bei mir. Ganz spontane Einladung meinerseits, das letzte Treffen in diesem Jahr.

Ich habe die beiden in meinem Netzwerk kennengelernt und sie waren mir auf Anhieb sympathisch. Beide sind einige Jahre jünger als ich, die eine könnte sogar meine Tochter sein. Der Wertschätzung tut das aber keinen Abbruch – im Gegenteil.

Als erstes Gesprächsthema habe ich ein kleines Problem von mir auf den Tisch gelegt. Ich musste einfach Luft ablassen. Was mir dann auch gelungen ist. Barbara und Carla – so nenne ich die zwei hier – haben zugehört, mein Anliegen verstanden. Das tat gut. Sehr gut!

Dann war Carla dran. Mit ihr hatte ich vor einigen Wochen schon ein intensives Gespräch. Die attraktive und junge Frau hat ein großes Problem. Ein Problem, das sie mit vielen Zeitgenossen(innen) teilt: ihr fehlt es an Selbstbewusstsein. Sie traut sich einfach zu wenig zu. Und das obwohl sie wirklich viel weiß, viel kann, kreativ ist und vor kurzer Zeit einen ungeliebten Job gekündigt und sich mutig ins Freiberuflerdasein geworfen hat. Sie hätte also die besten Voraussetzungen, zufrieden und glücklich zu sein und alle beruflichen Herausforderungen anzunehmen und mit Bravour zu bewältigen.

Von wegen!
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Dr. Wenzel – eine Geschichte zum 3. Advent

Er maß höchstens einen Meter fünfundsechzig, hatte ein paar Kilo zuviel und einen erstaunlich großen Kopf. Obendrauf seine Halbglatze, umringelt von weißen Schaflöckchen. Seine gut durchbluteten Wangen waren rund und fest und erinnerten an Herbstäpfel. Wenn er lächelte, wurden seine Augen zu schmalen blauen Schlitzen. Gleichzeitig spitzte er seinen Mund, als wolle er pfeifen oder Küßchen geben. Er lächelte oft.

Dr. Friedrich Wenzel war emeritierter Jurist und Leiter der anthroposophischen Buchhandlung in dem kleinen Verlag in Freiburg, wo ich damals arbeitete. Ich war fündundzwanzig, er siebenundsechzig. Wir verstanden uns von der ersten Sekunde an, als er aufmerksam in meine Augen blickte, seine Hand warm und zärtlich um meine legte, sie ein paar Sekunden festhielt und mich liebevoll willkommen hieß.

Seine Bücherstube lag direkt unterhalb von meinem Büro, und wann immer meine Zeit es erlaubte, besuchte ich ihn. Klein und rundlich saß er inmitten von unübersichtlichen Bücherstapeln, die randlose Brille hing so weit unten auf der Nasenspitze, daß sie Gefahr lief, jeden Moment abzustürzen. Immer wenn ich dachte, jetzt ist es soweit, beschrieb sein rechter Zeigefinger eine schnelle, kleine Linkskurve und schob mit kurzem Ruck die Brille aus der Gefahrenzone. Eine Minute später hing sie wieder unten, und deshalb gehörte die Brillenschiebebewegung genauso zu dem alten Herrn wie seine Schaflöckchen.
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Orchideen – die Prinzessin der Fensterbank

Karin Greiner hat mal wieder einen sehr interessanten Beitrag auf ihrem Pflanzenlust-Blog veröffentlicht. Und zwar spricht sie über die “Prinzessin der Fensterbank”, die beliebte Orchidee.

orchideen.jpg

Karin beschreibt, was man so alles falsch machen kann und was man richtig machen sollte. Vor allem sollte man wissen, dass der Übertopf einer Orchidee aus Glas sein sollte, weil die Luftwurzeln Licht brauchen!

Das hier ist übrigens ein Schnappschuss von einem Orchideen-Trieb – entstanden an meiner Fensterbank.

orchideen-trieb.jpg

Wort zum Samstag

Wenn du einen Bruder suchst, der für
dich sorgt und dich erträgt, wenn du
ihm lästig wirst, so gibt es freilich
deren wenige. Wenn du aber einen
solchen suchst, für den du sorgen und
den du ertragen willst, wenn er dir
beschwerlich wird, so wüsste ich
wohl einige für dich.

Al Ghazzali

Leckeres Weihnachts-Menue

Sehr lecker und einfach zubereitet: 3-Gänge Weihnachtsmenue

Petersilienwurzelcreme-Suppe
Lammfilet mit Fenchelgemüse und Selleriepüree
Lebkuchen-Mousse

Rezept gibt’s auf dem Kochlustblog.

Buch

"Ein Buch, das verzaubert"
Jutta Aurahs
Redaktion "Geliebte Katze"

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