Die Rente is sische
Das blumige Wort von dem damaligen Finanzminister Norbert Blüm haben viele von uns vermutlich noch in den Ohren. Es wurde 1986 vollmundig unters Volks geworfen – wenige Wochen VOR der Wahl. Kurz NACH der Wahl sah die Sache allerdings schon anders aus. Da musste Herr Blüm sich für seinen Irrtum entschuldigen und meinte hüstelnd, dass die Rentenvorräte bedauerlicherweise nur für zwei Monate ausreichten (wenn ich mich richtig erinnere).
Seitdem ist das so eine Sache mit der Altersvorsorge und ich als Freiberuflerin zahle schon lange nicht mehr in die gesetzliche Rentenversicherung ein, sondern spare – auf unterschiedliche Art und Weise. Und das Ersparte wird auch auf unterschiedliche Art und Weise angelegt. Und bis vor kurzem dachte ich, einen guten Anlageberater an der Seite zu haben. Da habe ich aber falsch gedacht. Denn leider musste ich feststellen, dass die Beratung eher der eigenen Tasche gedient hat als meinem Konto. Dieses Konto, auf dem ich keine Traumrenditen erwirtschaften, sondern lediglich mein Geld sicher anlegen wollte, ist erheblich geschrumpft. Teilweise bis zu 30 %. In Worten: dreißig Prozent. Ich habe also keine Zinsgewinne, sondern massiven Kapitalschwund zu verzeichnen.
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Amour fou – oder – Fatale Liebe
Vorhin habe ich in den Abgründen meines Computers die folgende Geschichte gefunden. Ich weiß nicht mehr, wann ich sie geschrieben habe, aber es ist viele Jahre her…
Amour fou
„Balthi“, nuschelte die Mama. „Balthi, das Leben ist kein Honigschlecken, auch wenn’s manchmal so aussieht.“
Balthasar kümmerte das wenig. Er stibberte sich mit den Hinterbeinen vom Glasrand ab und flog in einer sanften S-Kurve direkt hinein ins Vergnügen. Goldgelb, dünnflüssig, mit winzigen Luftbläschen durchsetzt. Er schauderte vor Wonne, und steckte mit vibrierendem Vergnügen seinen Rüssel in die Pracht. Birkenblüten-Honig, dafür würde er sterben – wenn’s denn unbedingt sein müsste. Er hoffte allerdings, dass es nicht sein müsste.
Die Mama saß einen Meter weiter, auf dem Blütenblatt einer dunkelroten Tulpe und beobachtete mit einem Auge das lukullische Vernügen ihres Sohnes, mit dem anderen den dicken Eberhard. Eberhard, seine 130 Kilo bequem im ehemals weißen Feinripp-Unterhemd und flecken-übersäter, oliv-grüner Trainingshose verteilt, mit randloser Brille, rosa Babyhaut, Halbglatze und kleinem Brillant im rechten Ohrläppchen, stopfte sich gerade eine halbe Scheibe Toast, reichlich mit Butter beschmiert und drei Scheiben Schinken belegt, in seinen relativ kleinen Mund. Während er kaute, wartete er offensichtlich darauf, zuschlagen zu können. Die drei mal gefaltete Tageszeitung in der Wurstfinger-Hand schwebte abwartend über dem Honigglas. Balthasar schielte nach oben und grinste. Dieser fette Sack würde es auch diesmal nicht schaffen.
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Erbangelegenheiten
Von meiner Mutter habe ich das vermaledeite Helfersyndrom geerbt und von meinem Vater eine Eigenschaft, von der ich momentan nicht weiß wie ich sie nennen soll, deshalb beschreibe ich sie an einem aktuellen Beispiel.
Mitte August rief mich die Tochter einer Kundin an. Ziemlich aufregt. In der Firma ihrer Mutter habe ein Festplatten-Crash stattgefunden. Ergebnis: alle Daten futsch. Backup sei keines vorhanden. Dass es heutzutage noch Firmen gibt, die keine Datensicherung betreiben, ist mir zwar ein Rätsel, aber es gibt sie offensichtlich…
Vor zwei Jahren hatte ich für die Firma neue Geschäftspapiere entwickelt und seit dem keinen Kontakt mehr. Die Dateien waren deshalb nicht mehr auf meinem Computer. Ob sie überhaupt noch irgendwo waren, konnte ich aus dem Stegreif nicht sagen, vermutete sie aber auf einer meiner externen Festplatten. Das sagte ich der Tochter. Ich solle doch bitte unbedingt danach suchen, meinte sie.
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Briefmarken, selbst gedruckt
Was habe ich mich schon geärgert, in der Schlange stehend am Postschalter. Und das nur, weil mir ein paar Briefmarken fehlten. Oder ich brauchte Briefmarken, aber die Postfiliale in unserem Dorf-Supermarkt hatte gerade Mittagspause. Diese Zeiten sind jetzt vorbei. Ich drucke mir meine Briefmarken selbst. Denn die Post hatte einen genialen Einfall: man sich kann auf portodirekt anmelden, Anzahl, Portohöhe und Motiv (viele verschiedene!) wählen und dann auf Etiketten seiner Wahl ausdrucken. Letzeres sollte man natürlich besorgt haben.

Beim ersten Ausdruck waren die Motive nicht richtig verteilt, sondern liefen an unteren Drittel des Bogens über zwei Etikettenreihen. Das habe ich per Mail bemängelt und die auch die Antwort bekommen: Beim Ausdruck “Seitenanpassung = keine” anklicken. Das habe ich ausprobiert, und nun sind die Motive richtig verteilt.
Ist doch eine prima Sache, oder?
Wort zum Samstag
Man kann verzeihen
und man kann verstehen.
Wenn man versteht,
braucht man nicht mehr
zu verzeihen.
Neues Blog: kochlust
Vor ein paar Monaten hatte ich das Vergnügen, Karin Greiner kennenzulernen. Karin ist Biologin und Kräuter- und Pflanzenexpertin. Wir stellten schnell fest, dass wir uns sympathisch sind und dass wir beide gern kochen. Und aus dieser Kombination ist nun ein neues Blog entstanden, das “kochlustblog”.
Rezepte werden in Zukunft also nicht mehr hier, sondern auf dem neuen Blog veröffentlicht. Und jede(r), der gern kocht, ist herzlich eingeladen, uns Rezepte zu schicken. Wenn möglich mit Foto.
Leser-Fragen beantwortet Karin übrigens sehr gern. Denn sie hat enorm viel Wissen über Pflanzen und Kräuter und alles, was damit zusammenhängt.









