Monats-Archive: Oktober 2008

Schnellschuss: Prospekt für die Heimag München

“Ach, ist das schön, dass Sie da sind, liebe Frau Blaes … ich habe schon befürchtet, Sie sind in Urlaub”. Mit diesen Worten begrüßte mich die Mitarbeiterin meines Kunden Heimag München am Telefon. Die Erleichterung, dass ich nicht in Urlaub war, konnte ich deutlich hören.

Sie brauchte dringend einen Prospekt – als Information für eine kleine Messe in München. Der Prospekt sollte 10 Tage später gedruckt sein. Das ist Rekordzeit! Normalerweise benötigt man für so ein Machwerk schon mal 10 Tage für Konzept, Gestaltungsvorschläge, Abstimmung mit dem Kunden, Änderungen und so weiter … 10 Tage mindestens! Das ist meine Erfahrung in über 25 Jahren meiner Tätigkeit als Grafikdesignerin.

Doch da ich die Heimag München seit vielen Jahren betreue, hatte ich einen großen Vorteil: ich kenne die Firma in- und auswendig, mache jedes Jahr den Geschäftsbericht, habe Homepage konzipiert, viele, viele Fotos von Objekten gemacht … ich hatte also alles, was ich für die Inhalte eines Prospektes brauche. Ein fremder Kollege wäre mit so einem Auftrag aufgeschmissen gewesen – weil ihm ja alle relevanten Informationen erst in Eichhörnchen-Arbeit (in der Fachsprache heißt dieser Begriff “Briefing”) informiert werden muss.

Also machte ich mich an die Arbeit und produzierte in zwei Tagen (und zwei Nächten) den Entwurf. Na ja, ein Entwurf konnte man das eigentlich nicht mehr nennen, es war mein Vorschlag. Mit Fotos an Ort und Stelle und den entsprechenden Texten. Dann gab es noch ein paar kleine Änderungen und innerhalb von nur drei Tagen war die Datei druckfähig.

Frau K. war überglücklich, der Geschäftsführer auch und der Prospekt ging in Druck. Aufgrund der neuen Digitaldruck-Technologie ist das Verfahren mittlerweile sehr komfortabel: ich mache aus der InDesign-Datei ein PDF, schicke es per Mail an die Druckerei, die macht eine Blaupause zur Kontrolle – direkt vom Computer der Druckerei werden die Druckplatten produziert und los geht’s mit dem Druck. Wenn ich mir überlege, wie das früher ablief … Text zur Setzerei bringen, Fotos zur Lithoanstalt bringen, abgesetzte Texte zur Lithoanstalt bringen, Druckfilme zur Druckerei bringen … die neue Technologie spart also vier sehr zeitaufwändige und auch kostenintensive Arbeitsschritte! Im Vergleich zu früher spart rund 30 % an Produktionskosten!!!

Das Ergebnis kann sich sehen lassen, das spezielle Format (13 x 18 Zentimer) ist ungewöhnlich und handlich. Hier ein paar Seiten aus dem Prospekt.
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Die Geschichte vom verletzten Bärchen

Es ist erstaunlich: in schlechten Zeiten halten die Menschen zusammen, helfen einander, unterstützen sich gegenseitig und nehmen Anteil. In guten Zeiten dagegen, und trotz der momentanen Wirtschaftskrise (ob es tatsächlich eine ist, kann ich aufgrund mangelnder Fachkenntnisse nicht beurteilen) geht es uns gut, kümmern sich die Menschen in erster Linie aber um sich selbst. Weiterlesen

Gedichte-Server, Katja Günther, Abzocke

Vor ein paar Wochen habe ich bereit darüber geschrieben: Abzocker im Internet. Der Gedichteserver – und dahinter steckt Online Content Ltd. – und seine Anwältin Katja Günther haben eine lukrative Geldquelle gefunden: Kostenpflichte Angebote im Internet – wobei die Kosten gekonnt so gut versteckt sind, dass kein Mensch sie bemerkt – es sei denn, er sucht explizit danach. Das ist zwar nicht erlaubt, besser gesagt, wer sein kostenpflichtiges Angebot nicht so deklariert, dass es deutlich sichtbar ist, hat keinen rechtlichen Anspruch auf Bezahlung.

Katja Günther übrigens hat tägliche Einnahmen von etlichen tausend Euro – weil sie gegen besseren Wissens – Mahnschreiben mit Androhung gerichtlicher Schritte und Schufa-Eintrag verschickt und viele Menschen dann aus lauter Angst vor Konsequenzen bezahlen. Da Frau Günther täglich tausende solcher Briefe verschickt, ist ihre Rente gesichert. Sie braucht auch nicht wie ihre Kollegen Menschen beraten, sondern einfach nur Serienbriefe verschicken. So leicht möchte ich meine Brötchen auch verdienen!

So und nun hier ein paar informative Links zum Thema:

rotglut

Verbraucher-Rechtliches

Abo-Abzocke

Verbraucherzentrale

Computerbetrug

Wenn man sich die Inhalte dieser Links mal durchgelesen hat, ist man schlauer! Und Frau Günther und Konsorten haben weniger Einnahmen. Doch bis sich die Sachlage rumgesprochen hat, haben die Beteiligten ihr Kohlen schon im Feuer und lachen sich ins Fäustchen. Menschen wie ich, die ihr Geld mit “ehrlicher” Arbeit verdienen, schauen angesichts solcher Methoden betroffen in die Röhre.

Ein neues Katzenbuch ist fertig!

Es ist soweit: “Das kunterbunte Katzenbuch Nr. 2″ ist fertig. Der Name ist wieder Programm, denn es ist genauso kunterbunt wie sein Vorgänger und kann ab sofort bestellt werden. Portofrei natürlich, mit Signatur und auf Wunsch mit persönlicher Widmung. – Ein prima Weihnachtsgeschenk für sich selbst und für die Freunde, Nachbarn und Kollegen, die Katzen lieben!

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Das perfekte Dinner

“Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.”

So lautet der Kantsche Imperativ und frei interpretiert könnte man auch sagen: “Was du nicht willst, das man dir tu, das füg auch keinem anderen zu.” Oder: “Behandle andere Menschen so, wie du von ihnen behandelt werden möchtest.”

Obwohl mir das durchaus nicht immer leicht fällt, bemühe ich mich, danach zu handeln, und seit ich das mache, habe ich weniger Probleme im Umgang mit anderen Menschen – aber auch mit mir selbst, denn meine eigenen Unzulänglichkeiten schmettern mich nicht mehr nieder, sondern lassen mich immer öfter grinsen – “ach, Renate, was hast du denn da wieder gedacht/gemacht/gesagt…”

So, das war die Einleitung und ich komme zum Thema: Das perfekte Dinner
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Scheiden tut weh

Vor über zwanzig Jahren lernte ich einen Mann kennen. Ich machte mit meiner Freundin einen Zug durch die Gemeinde (München), und beim „Absacker“ in der letzten Kneipe saß er am Tresen. Er gefiel mir auf Anhieb! Ich ihm umgekehrt wohl auch, denn aus uns wurde ein Liebespaar. Wir verstanden uns prächtig – ja, ich kann sagen, dass ich mich mit keinem Mann jemals so gut verstanden habe. Weder davor – noch danach, wie ich heute weiß.

Meine männlichen Freunde fanden ihn prima, meine Freundinnen gratulierten mir. Jede(r) mochte ihn – verständlicherweise, denn er war nicht nur intelligent und gebildet, sondern sah dazu auch noch gut aus, war charmant, witzig und aufmerksam. Ein Prachtexemplar geradezu. Er hatte nur einen Fehler: er war verheiratet. Das wusste ich von Anfang an. Am zweiten Abend hatte er es mir gesagt. In einer Jazzbar – während der Pianospieler leise „Georgia on my mind“ in die Tasten gab. Ich weiß das noch, als wäre es gestern gewesen.

Nach einigen Wochen war klar: wir wollten zusammenbleiben, denn wir waren wie geschaffen füreinander. Er wollte nur den richtigen Zeitpunkt abwarten, um seine Frau von dem Entschluss zu unterrichten.

Ich will es kurz machen. Nicht er sagte es seiner Frau, sondern ich. Ich hatte keine Lust auf den Geliebten-Status.
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"Ein Buch, das verzaubert"
Jutta Aurahs
Redaktion "Geliebte Katze"

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