Archiv für November 2007
Heute ist ein besonderer Tag. Ein Erinnerungstag. Vor genau 21 Jahren war ich in Freiburg, wie man meinem vorigen Beitrag entnehmen kann.
Dieser Beitrag steht auch in Brigitte-Blog. Naturgemäß lesen dort mehr Menschen als hier. Und die Kommentare von heute zeigen mir (mal wieder), dass es gut ist, dass ich nicht intellektuell distanziert über die Dinge des Lebens schreibe, sondern emotional berührt.
Darüber habe ich eben ganz kurz mit meiner Freundin Heike – ja, Heike ist in wenigen Monaten zu einer Freundin geworden – gesprochen. Und zum Abschied sagte sie: ich hab dich lieb.
Nun sitze ich hier. Mit einer Mischung aus Gefühlen. Die Erinnerung an meine geliebte Mama bewegt mich. Die Gefühle des Abschied sind nach so langer Zeit noch so präsent wie damals. Ich vermisse sie. Ihr unkomplizierte Art, ihren trockenen Humor, ihre Achtsamkeit, ihre Gradlinigkeit, ihre Offenheit, ihre Klugheit, ihre Selbstlosigkeit. Ich vermisse ihre Liebe!
Ich bin sehr dankbar, so eine Mutter gehabt zu haben.
Und ich bin auch dankbar, so einer jungen Frau wie Heike begegnet zu sein. Denn sie hat ihr Herz auch “auf dem richtigen Fleck”. Ich hab dich auch lieb, Heike….
Es gibt kein Erlebnis in meinem Leben, das so intensiv berührt hat. Genau 21 Jahre ist es her, und es bewegt mich heute noch unvermindert.
Abschied
“Fahr nach Freiburg. Wer weiß, ob du sie noch mal siehst”, sagen meine Freunde. Ich fahre nicht. Ich weiß, es ist noch nicht die richtige Zeit.
Sie ist wieder im Krankenhaus. Das dritte Mal in fünf Jahren. Nach dem schweren Herzinfarkt, bei dem alle Ärzte mir damals sagten: „Erstaunlich, daß sie noch lebt.“ Bei dem ich zwei Wochen von morgens bis abends an ihrem Bett saß, ihr die Angst vor den kleinen Teufeln nahm, die sie holen wollten, mit ihr redete, mit ihr schmuste, sie fütterte, ihr Gutenachtgeschichten vorlas, mich in ihre Arme verkroch, ihr Mut zusprach, mit ihr lachte, mit ihr schwieg, ihr einen Teil der Geborgenheit zurückgeben konnte, die ich selbst in einem solchen Moment so intensiv erlebte.
… dann sieht das so aus.

Ich habe Post bekommen, von Ute aus Australien. Ich habe sie durch das Brigitte-Blog kennengelernt und so allmählich entwickelt sich eine kleine, feine Internetfreundschaft, und irgendwann werde ich sie auch besuchen, denn sie hat mich eingeladen, in ihr niegelnagelneues Gästehaus.
Also, mache ich gestern einen dicken Umschlag auf. Absender ist besagte Ute. Und im Umschlag befanden sich jede Menge selbstgemachte Karten mit wunderschönen, selbst fotografierten Motiven. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Vielen Dank, liebe Ute! Vielleicht kriegst du eine Karte zurück …
Auf der Fahrt nach München redete Marlene in einem fort, und Charlotte nutzte die Zeit, um ihre Gedanken zu sammeln. Sie war sich mal wieder nicht ganz klar, ob sie wach war oder träumte. Das passierte ihr öfter. Viele ihrer Träume hatten so realen Charakter, dass sie hinterher nicht wusste, ob sie sich lediglich in deren Erinnerung bewegte oder in der Wirklichkeit. Erst nachdem sie Stück für Stück die Traumhandlung rekonstruiert und Mögliches von Unmöglichen getrennt hatte, fand sie die Orientierung wieder.










