Archiv für Oktober 2007
Heute wieder ein Kapitel aus einem meiner Kurzgeschichtenbücher.
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Ex-Lover sind Schweine. Die volle Tragweite dieser These offenbart sich bereits in der Vorsilbe des ersten Wortes. Ex, das bedeutet vergangen, aus, vorbei. Alles, was mal wichtig, schön und einzigartig war, ist zerplatzt. Wie ein Luftballon, in den man die Spitze einer Stecknadel hinein drückt. Peng! Die ehemals pralle, fröhliche Leichtigkeit liegt traurig und verschnurzelt am Boden und sieht nur noch erbärmlich aus, weiß Gott!
Erfahrungen sammelt
man meist dann, wenn man
nicht darauf gefasst ist.
F. H. Jacobi
„Auf deine Zukunft!“
Charlotte hob ihr Glas. Zusammen mit ihrer Mutter hatte es sich auf einer Ansammlung dicker, großer Kissen vor dem brennenden Kamin bequem gemacht. In einem mit Eiswürfeln gefüllten Silbereimer neben ihnen stand die Champagnerflasche, an deren Hals sich gerade ein Tropfen den Weg durchs Kondenswasser bahnte.
„Also, noch mal … auf deinen Entschluss!“ Charlotte leerte ihr Glas zur Hälfte und wischte sich den Mund ab. „War allerdings auch höchste Zeit“, murmelte sie und warf ihrer Mutter einen leutseligen Blick zu. „Wie du das überhaupt so lange ausgehalten hast … ich an deiner Stelle hätte einen Mann wie meinen Vater schon längst verlassen. Ach, ich hätte ihn gar nicht erst geheiratet …“
Mir ist erst heute bewusst geworden, dass es meine “Pflicht” als gute Bloggerin und Ammersee-Anwohnerin ist, eine sogenannte “Relevanz” hier einzubauen, indem ich darauf hinweise, dass es auf meiner Seite Fotos und Grußkarten vom Ammersee gibt.
Also: wer auf hier klickt, kann dort Grußkarten vom Ammersee verschicken. Unter anderem…
Das Foto ist ungefähr zwei Wochen alt. Mittlerweile ist der Himmel grau, und die meisten Segelboote befinden sich bereits im Winterschlaf.
Vielleicht liegt’s am Wetter. Grau. Dieselbe Farbe haben auch meine Gedanken.
Erkältungsbedingt lag ich die vergangenen Tage viel im Bett und hatte viel Zeit. Und wenn ich viel Zeit habe, mache ich mir Gedanken, beziehungsweise machen die Gedanken sich selbst. Sie kommen einfach. Unaufgefordert. Und gestern Abend machten meine Gedanken sich Gedanken über mich. Und sie stellten fest, dass ich mich sehr lustlos fühle. Demotiviert. Kraftlos. Leer.
Gegen große Vorzüge eines anderen
gibt es kein Rettungsmittel
als die Liebe.
Johann Wolfgang von Goethe
Neid und Missgunst begegnen uns täglich. Passiv aber auch aktiv. Einem anderen Menschen etwas zu gönnen, was man selbst nicht besitzt, an materiellen oder immateriellen Werten, das ist eine “Kunst”, die man erlernen kann. Wir können davon profitieren oder einfach nur Freude daran haben. Deshalb finde ich dieses Wort so treffend und ich bemühe mich, mit diesem Bewusstsein zu leben.









