Wort zum Samstag
Höflichkeit ist wie ein Luftkissen.
Es ist zwar nichts drin,
aber es mildert die Stöße des Lebens.
Arthur Schopenhauer
Erschütternde Lebensbeichte
In meinem kleinen Vertrag entwickelt sich zur Zeit ein sehr interessantes Buchprojekt. Geschrieben von Helene Hanisch, die über ihr “beschissenes und verkotztes Leben” schreibt.Sie hat viele Jahre mit der Bulimie gekämpft und nun den Entschluss gefasst, ihr Leben aufzuschreiben. “Kalte Tränen” wird das Buch heißen, und ich kann jetzt schon versprechen, dass es eine spannende und erschütternde Lebensbeichte wird. Denn ich habe viele Stunden mit Helene gesprochen. Der Anfang des Buches ist gemacht, und jetzt heißt es: Geduld haben, abwarten und vor allem: Daumen drücken!
Mehr Informationen hier.
Wort zum Samstag
Es gibt wenig aufrichtige Freunde.
Die Nachfrage ist auch gering.
Marie von Ebner-Eschenbach
Nett + hübsch
Es gibt Wörter, die in den Ohren mancher Zeitgenossen als Beleidigung klingen, obwohl sie ganz anders gemeint sind. So äußerte ich gestern einem gut aussehenden Mann gegenüber, dass er hübsch sei. Und ich habe das Wort hübsch bewusst mit Anführungsstrichen versehen.
Doch mit oder ohne Anführungsstriche – das Wort hat ihm nicht gefallen. Er meinte, hübsch … das sei so, als trüge er ein Schleifchen im Haar. Er bevorzuge den Ausdruck “männlich-attraktiv”. Daraufhin habe ich ihm versichert, dass sein Aussehen selbstverständlich männlich-attraktiv ist.
Was lerne ich daraus? Hübsch scheint genauso ein Unwort zu sein wie nett umd demzufolge genauso negativ besetzt. Was ich schade finde, denn was ist an hübsch und nett denn so schlimm? Mit ist ein netter Mensch lieber als ein Stinkstiefel …
Und nun habe ich mal nach Synomymen geschaut und folgende gefunden:
hübsch; nett, reizend gefällig, ansprechend, erfreulich, frisch, knusprig, sauber, adrett, allerbliebst, goldig, süß, niedlich, herzig, schmuck, proper, flott, fesch, alert, nett anzusehen.
Ich denke, keines dieser Wörter würde dem erwähnten Herrn als Attribut in den Kram passen. Also bleibt er halt, was er sein möchte: männlich-attraktiv. Wenn diese Wortkombination ihn glücklich macht … dann ist doch alles prima.
Hier eine handvoll “hübscher” Männer, die ich vorm Objektiv hatte. Obwohl die Männer in meinem Leben alle nicht hässlich waren, haben mich die sogenannten schönen Männer nicht interessiert. Was nutzt ein schönes Gesicht, wenn es keine Persönlichkeit ausstrahlt … und die hier strahlen alle Persönlichkeit aus, finde ich. Jeder auf seine spezielle Weise.
P. S.: Mit einem der Herren war ich verheiratet, die anderen habe ich lediglich auf den Chip meines Fotoapparates gebannt. Und der junge Mann, der so melancholisch schaut, lauscht im Moment der Aufnahme den Worten seines Standesbeamten und ist längst Vater eines sehr “hübschen” Töchterchens. “Ganz der Papa …” ;-)
Kreativität braucht Freiheit
“Sei jetzt mal ganz spontan SEHR kreativ!” Das funktioniert nicht. Seit über 30 Jahren verdiene ich meine Brötchen als freiberufliche Kreative und weiß aus eigener Erfahrung: Kreativität braucht Zeit zum Spielen. Unter (Zeit)Druck läuft nix. Gar nix!
Dieses Video zeigt das sehr schön und sehr anschaulich.
Schönheit in Weiß

Mehr Fotos gibt es auf dem ammersee-fotoblog.de
Wort zum Samstag
Wenn du merkst,
dass du einen Fehler gemacht hast,
unternimm unverzüglich etwas,
um ihn zu korrigieren.
Dalai Lama
Zerknirscht
Der Herr Hoeneß ist ziemlich zerknirscht und seitdem die Polizei sein Haus durchsucht hat, kann er gar nicht mehr gut schlafen. Der Arme! Allerdings wundere ich mich, dass er erst seit der Hausdurchsuchung schlecht schläft, was bedeutet, dass er davor gut geschlafen hat. Obwohl er sich seiner Straftat sehr wohl bewusst war – er hatte nur gehofft, dass sie nicht ans Licht kommt. Nun ja, nicht jede Hoffnung geht in Erfüllung … ist allgemein bekannt. Weiterlesen
Anthologie-Projekt

Mein kleiner Verlag Edition Blaes plant eine Anthologie zum Thema “Wenn Wege sich trennen”.
Autoren sind herzlich willkommen! Mehr Informationen gibt es hier.
Wort zum Samstag
Man vergisst seine Schuld,
wenn man sie einem anderen gebeichtet hat,
aber gewöhnlich vergisst
der andere sie nicht.
Friedrich Nietzsche









